
European Sleeper verbindet Brüssel und Mailand über die Alpen
Das niederländisch-belgische Eisenbahnunternehmen European Sleeper hat den offiziellen Starttermin für seine ambitionierte neue Nachtzugverbindung zwischen Brüssel und Mailand bekannt gegeben. Ab dem 9. September 2026 wird der private Betreiber eine direkte Nord-Süd-Achse bedienen, die wichtige Wirtschaftsmetropolen wie Köln und Zürich miteinander verknüpft. Ursprünglich für den Juni 2026 geplant, musste der Betriebsstart aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen im deutschen Schienennetz sowie langwieriger Zertifizierungsprozesse für den Einsatz in der Schweiz verschoben werden. Die neue Route markiert die dritte internationale Linie des Unternehmens innerhalb kürzester Zeit und unterstreicht den anhaltenden Trend zur Wiederbelebung des europäischen Nachtreiseverkehrs. Mit Abfahrten an drei Tagen pro Woche bietet der Dienst eine Alternative zum Kurzstreckenflug und zielt sowohl auf Geschäftsreisende als auch auf Freizeittouristen ab. Die Entscheidung, Mailand über den Gotthard-Korridor anzusteuern, eröffnet zudem neue Zugangspunkte zu alpinen Wintersportgebieten und oberitalienischen Urlaubsregionen. Der Ticketverkauf für diese neue Verbindung startet am 17. März 2026, wobei das Unternehmen auf ein gestaffeltes Preissystem setzt, das verschiedene Komfortklassen abdeckt. Herausforderungen in der Infrastruktur und terminliche Anpassungen Die Planung einer grenzüberschreitenden Nachtzugverbindung in Europa erweist sich als komplexes Unterfangen, das von nationalen Baustellen und regulatorischen Anforderungen geprägt ist. European Sleeper musste den ursprünglichen Zeitplan korrigieren, da die Deutsche Bahn im Sommer 2026 weitreichende Sanierungsarbeiten an zentralen Korridoren durchführt, die den fahrplanmäßigen Betrieb gefährdet hätten. Zusätzlich beanspruchte die Zulassung des Rollmaterials für das Schweizer Schienennetz mehr Zeit als ursprünglich kalkuliert. Diese Zertifizierung ist essenziell, da die Züge hohe Sicherheitsstandards erfüllen müssen, um die Gebirgsstrecken passieren zu dürfen. Ein weiterer entscheidender Faktor in der Routenplanung ist die

