Die Fluggesellschaft El Al stellte am Mittwoch den Flugbetrieb vollständig ein. Betroffen sind nicht nur Passagierflüge, sondern auch Frachtverbindungen. Firmenchef Gonen Usishkin ordnete dies an. Maschinen, die sich bereits in der Luft befanden, mussten umkehren und auf einem Flughafen in Israel landen. Die Regierung hat im März als eines der ersten Länder überhaupt harte Einreisebestimmungen, die auch eine 14-tägige Quarantäne umfasst, erlassen. Nicht-Staatsbürgern ist derzeit die Einreise nach Israel nur mit Sondergenehmigung möglich. In weiterer Folge führte das zum Zusammenbruch der kommerziellen Flugverbindungen und somit wurde auch El Al getroffen. Die Wiederaufnahme der regulären Flüge wurde wiederholt verschoben. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Regierung Israels wiederholt die Aufhebung des Einreiseverbots für Ausländer verlängert hat. Der Großteil der El-Al-Flotte befindet sich seit März 2020 auf dem Boden. Im Passagierbereich sind nur wenige Maschinen punktuell im Einsatz. Das Frachtgeschäft galt bislang als einigermaßen stabil, jedoch wurden auch die dafür eingesetzten Flugzeuge von Gonen Usishkin zur Umkehr angewiesen. Die Finanzlage gilt als äußerst angespannt. Lokalen Angaben nach sollen 5.800 der 6.300 Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub geschickt worden sein und erhalten daher seit mehreren Monaten keine Bezüge mehr. In den letzten Tagen dürfte sich die Situation bei El Al allerdings nochmals zugespitzt haben, denn durch die Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen wurde bekannt, dass der Carrier in Q1/2020 einen Verlust in der Höhe von 140 Millionen Dollar schrieb. Doch wesentlich schwerer dürfte wiegen, dass der Carrier einen Schuldenberg in der Höhe von rund zwei Milliarden U.S.-Dollar hat und gleichzeitig das Management das jüngste