MRO

Weitere Artikel aus der Rubrik

MRO

Lufthansa Technik übernimmt Instandhaltung der Airbus-A350-Hilfstriebwerke von Air India

Die indische Linienfluggesellschaft Air India und das deutsche Luftfahrtunternehmen Lufthansa Technik haben eine weitreichende, mehrjährige Kooperation im Bereich der technischen Flugzeugwartung vereinbart. Im Rahmen dieser exklusiven Vereinbarung übernimmt das Hamburger Unternehmen die umfassende Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) der Hilfstriebwerke (Auxiliary Power Units, APUs) für die neue und kontinuierlich wachsende Airbus-A350-Flotte der indischen Nationalairline. Der Vertrag deckt die technische Betreuung von insgesamt 40 Hilfstriebwerken des Typs Honeywell HGT1700 ab. Sämtliche Instandhaltungsleistungen werden in den spezialisierten Werkstätten von Lufthansa Technik am Hauptstandort in Hamburg durchgeführt. Die Honeywell-HGT1700-APU wurde speziell für den Großraumjet Airbus A350 entwickelt und dient der Energie- und Druckluftversorgung des Flugzeugs am Boden sowie als Notfallsystem im Flug. Lufthansa Technik fungiert als offiziell autorisierte Garantiestation für diesen Triebwerkstyp und verfügt über die entsprechenden Lizenzen des Herstellers. Neben den klassischen Werkstattüberholungen beinhaltet das vereinbarte Dienstleistungsportfolio auch die Bereitstellung von Leih-APUs zur Überbrückung von Wartungszeiten sowie spezialisierte Engineering-Dienstleistungen zur Überwachung der Triebwerksdaten während des laufenden Flugbetriebs. Für das deutsche Unternehmen bedeutet dieser Abschluss eine Festigung der Marktführerschaft bei der Betreuung dieses spezifischen Triebwerksmusters im asiatisch-pazifischen Raum. Die Vereinbarung erfolgt vor dem Hintergrund eines radikalen Flottenumbaus und Privatisierungskurses bei Air India unter der Führung des indischen Großkonzerns Tata Group. Als erster Betreiber des modernen Airbus A350 auf dem indischen Subkontinent benötigt die Fluggesellschaft eine verlässliche technische Absicherung, um die ehrgeizige Expansion auf internationalen Langstreckenrouten nach Europa und Nordamerika logistisch zu bewältigen. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits im Rahmen eines umfassenden Komponenten-Versorgungsprogramms für die Boeing-777-Flotte der Inder zusammen. Die Ausweitung der Partnerschaft auf

weiterlesen »

Strategische Partnerschaft zwischen Embraer und Hellenic Aerospace Industry zur Flottenmodernisierung

Der brasilianische Luft- und Raumfahrtkonzern Embraer und das griechische Staatsunternehmen Hellenic Aerospace Industry (HAI) haben eine weitreichende Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Fokus dieser Vereinbarung steht die Vorbereitung auf die Einführung und den langfristigen Betrieb des militärischen Transportflugzeugs C-390 Millennium in der griechischen Luftwaffe. Ziel der Partnerschaft ist es, Griechenland eine weitgehende operative Autonomie zu ermöglichen. Dies umfasst den Aufbau lokaler Kapazitäten für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO), wodurch die Abhängigkeit von externen Dienstleistern verringert und die logistische Einsatzbereitschaft der griechischen Streitkräfte direkt vor Ort gestärkt werden soll. Zusätzliche Marktbeobachtungen unterstreichen, dass dieser Schritt Teil einer größeren Modernisierungswelle innerhalb der griechischen Verteidigungsstrategie ist. Athen plant den Ersatz seiner veralteten C-130 Hercules-Flotte durch das modernere Modell C-390 von Embraer, das sich bereits in mehreren NATO-Staaten wie Portugal, Ungarn und den Niederlanden als neuer Standard etabliert. Durch die Einbindung der heimischen Industrie in die Wertschöpfungskette des Programms soll nicht nur die militärische Effizienz gesteigert, sondern auch die industrielle Basis im Verteidigungssektor des Landes gestärkt werden. HAI positioniert sich durch dieses Abkommen zudem als regionaler Stützpunkt für Embraer-Dienstleistungen auf dem europäischen Markt. Die technische Überlegenheit der C-390 Millennium, die über eine Nutzlast von bis zu 26 Tonnen verfügt und durch ihre Triebwerkstechnologie höhere Geschwindigkeiten sowie eine größere Reichweite als vergleichbare Turboprop-Maschinen erreicht, macht sie zu einem zentralen Element für die strategische Mobilität in Südeuropa. Die nun vereinbarte Kooperation sieht vor, dass Embraer spezialisiertes Know-how und Technologie an HAI transferiert. Dies ermöglicht der griechischen Industrie, hochkomplexe Wartungsarbeiten an Rumpf und Avionik selbstständig

weiterlesen »

Lufthansa Technik erhält weitreichende Zertifizierungsrechte durch die EASA

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat Lufthansa Technik das sogenannte „Certain STC Privilege“ verliehen. Diese Autorisierung stellt einen bedeutenden Fortschritt in der regulatorischen Zusammenarbeit dar, da sie es dem Hamburger Instandhaltungsbetrieb erlaubt, umfangreiche technische Änderungen („major changes“) an Flugzeugen eigenständig zu genehmigen. Bisher musste für jede ergänzende Musterzulassung, das sogenannte Supplemental Type Certificate (STC), ein individueller Prüfprozess durch die Behörde durchlaufen werden. Die neue Regelung greift für bewährte und wiederkehrende Konstruktionslösungen, bei denen das Unternehmen eine kontinuierliche Konformität und zertifizierte Qualität nachgewiesen hat. Damit entfallen bei Routineprojekten langwierige externe Genehmigungsfristen, was die operative Flexibilität des Unternehmens deutlich erhöht. Der Geltungsbereich dieser neuen Befugnis konzentriert sich zunächst auf Kabinenumbauten für die weit verbreitete Airbus A320ceo-Familie. Lufthansa Technik kann nun eigenständig über Neukonfigurationen der Sitzreihen, die Verlegung von Bordküchen und Waschräumen sowie die Neupositionierung von Klassenteilern entscheiden. Durch die Reduzierung der bürokratischen Hürden und der Anzahl der am Prozess beteiligten Parteien lassen sich Stillstandszeiten in den Werften minimieren. Das Unternehmen rechnet durch diese Prozessoptimierung mit einer Senkung der Zertifizierungskosten um bis zu 20 Prozent. Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in der MRO-Branche (Maintenance, Repair and Overhaul), in der kurze Liegezeiten und Kosteneffizienz über die Auftragsvergabe entscheiden. Der Entwicklungsbetrieb von Lufthansa Technik, der bereits seit 1973 zertifiziert ist und heute fast 700 Ingenieure an weltweit zwölf Standorten beschäftigt, festigt mit diesem Meilenstein seine Position als führende Design Organisation. Die EASA betont, dass die Vergabe dieses Privilegs auf einer langjährigen Phase vertrauensvoller Zusammenarbeit basiert und das Vertrauen in die internen Compliance-Strukturen des Konzerns

weiterlesen »

Lufthansa Technik verzeichnet deutliches Umsatzplus bei sinkenden Margen

Die Lufthansa Technik AG hat im ersten Quartal 2026 ihren weltweiten Wachstumskurs beibehalten, sieht sich jedoch mit einem zunehmenden Druck auf die Rentabilität konfrontiert. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 12 Prozent auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Besonders auffällig ist die Verschiebung im Kundenstamm: Der Umsatzanteil von Kunden außerhalb des Lufthansa-Konzerns stieg auf 78 Prozent an. Trotz der hohen Nachfrage nach Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienstleistungen (MRO) sank das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted EBIT) leicht auf 158 Millionen Euro, was einer Margenreduktion von 8,0 auf 7,0 Prozent entspricht. Verantwortlich für die gedämpfte Gewinnentwicklung sind primär externe Faktoren, die die gesamte Luftfahrtindustrie belasten. Hierzu zählen anhaltende Materialengpässe, insbesondere bei Triebwerkskomponenten, sowie signifikant gestiegene Materialkosten. Zudem belastete ein im Vergleich zum Vorjahr ungünstigerer Wechselkurs des US-Dollars das Ergebnis. Finanzvorstand Dr. Christian Leifeld betonte, dass das Unternehmen trotz dieser Herausforderungen konsequent an seinem langfristigen Investitionsplan festhalte und dreistellige Millionenbeträge in die Zukunftssicherung stecke. Parallel dazu beobachtet der Konzern die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die bereits zu ersten Kapazitätsreduzierungen bei einigen Fluggesellschaften geführt haben und das MRO-Geschäft indirekt beeinflussen könnten. Expansionsseitig treibt Lufthansa Technik den Ausbau ihrer globalen Präsenz voran. In den USA wurde kürzlich ein neuer Standort in Tulsa, Oklahoma, eröffnet, während in Portugal der Spatenstich für ein 55.000 Quadratmeter großes Werk in Santa Maria da Feira kurz bevorsteht. Auch im kanadischen Calgary entstehen Kapazitäten für mobile Triebwerksservices. Diese strategischen Investitionen werden durch bedeutende Aufträge aus dem asiatischen Raum flankiert. Mit der chinesischen Juneyao Group konnte der

weiterlesen »

Korean Air liefert 5.000stes Sharklet-Bauteil für die Airbus A320-Familie aus

Die Luftfahrtsparte der südkoreanischen Fluggesellschaft Korean Air hat einen bedeutenden Produktionsmeilenstein im Bereich der Flugzeugkomponenten erreicht. Am 23. April 2026 feierte das Unternehmen im Busan Tech Center die Auslieferung des 5.000sten Sharklets für die Airbus A320-Familie. Diese speziellen Flügelspitzenvorrichtungen werden seit Juli 2012 in Südkorea gefertigt, nachdem sich Korean Air im Jahr 2010 in einem internationalen Ausschreibungsverfahren gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen konnte. Die feierliche Zeremonie in Busan, an der auch Vertreter von 15 Partnerunternehmen teilnahmen, unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Konzerns als strategischer Zulieferer in der globalen Luft- und Raumfahrtindustrie. Um die hohen Stückzahlen für das weltweit gefragte Mittelstreckenflugzeug Airbus A320 bewältigen zu können, setzt Korean Air auf ein hochentwickeltes Fertigungssystem. Das sogenannte „Auto Moving Line“-System ermöglichte in den vergangenen Jahren eine signifikante Steigerung der Produktionskapazitäten bei gleichbleibend hohen Qualitätsstandards. Neben der reinen Herstellung von Neuteilen fungiert das Busan Tech Center zudem als wichtiger Standort für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsarbeiten (MRO). Die technische Kompetenz von Korean Air Aerospace umfasst dabei nicht nur die A320-Serie, sondern erstreckt sich auch auf Komponenten für den Airbus A350 sowie den Boeing 787 Dreamliner, für den das Unternehmen unter anderem Rumpfsektionen und Flügelenden produziert. Die ökonomische Relevanz dieses Meilensteins geht über die Partnerschaft mit Airbus hinaus. Korean Air Aerospace hat sich als eine der tragenden Säulen der südkoreanischen Luftfahrtstrategie etabliert. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferbetrieben fördert der Konzern technisches Know-how und sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region Busan. Jong Seok Yoo, Executive Vice President bei Korean Air, betonte während der Feierlichkeiten, dass das

weiterlesen »

Pratt&Whitney erweitert Kapazitäten für Triebwerkswartung

Die Luftfahrtindustrie steht vor einer umfassenden Erweiterung ihrer technischen Kapazitäten in den Vereinigten Staaten. Der Triebwerkshersteller Pratt&Whitney, eine Tochtergesellschaft des RTX-Konzerns, hat ein massives Investitionsprogramm in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar angekündigt. Diese Mittel fließen gezielt in drei strategisch wichtige Standorte in Texas, Florida und Arkansas, um die Infrastruktur für die Wartung, Reparatur und Überholung, im Fachjargon Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) genannt, signifikant auszubauen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Geared-Turbofan-Familie (GTF), die als Antrieb für moderne Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge wie den Airbus A320neo, den Airbus A220 und die Embraer E-Jet E2 dient. Die Investition zielt darauf ab, die Durchlaufzeiten bei Triebwerksüberholungen drastisch zu verkürzen und die Effizienz durch modernste Technologien und zusätzliches Equipment zu steigern. Angesichts der weltweiten Belastungen in den Lieferketten und der hohen Nachfrage nach Wartungsplätzen stellt dieser Schritt eine entscheidende Weichenstellung für die Stabilität des kommerziellen und militärischen Flugbetriebs dar. Massiver Standortausbau im Bundesstaat Texas Der größte Anteil der Investitionssumme entfällt auf den Standort Irving im Bundesstaat Texas. Mit einer Summe von 78 Millionen US-Dollar, was etwa 76 Prozent des gesamten Programms entspricht, hat Pratt&Whitney dort ein neues, rund 46.500 Quadratmeter großes Zentrum für sein Commercial Serviceable Assets Geschäft eröffnet. In dieser Einrichtung werden gebrauchte, einsatzfähige Materialien (Used Serviceable Material, USM) sowie komplette Triebwerke verwaltet, angekauft und verkauft. Durch diesen Ausbau soll der Bestand an verfügbaren Ersatzteilen um mehr als 60 Prozent gesteigert werden. Branchenexperten betonen, dass Engpässe bei der Verfügbarkeit von zertifizierten Gebrauchtteilen einer der Hauptgründe für Verzögerungen bei Triebwerkswartungen sind. Die Erweiterung

weiterlesen »

GetJet Group sichert sich Millionenkredit für Flottenausbau und Asset Management

Die litauische GetJet Group hat eine externe Finanzierung in Höhe von 31 Millionen US-Dollar durch das in London ansässige Unternehmen volofin Capital Management Ltd. erhalten. Diese Kapitalzufuhr dient primär der Beschleunigung der Konzernstrategie „Growth Strategy 2026“, die auf eine signifikante Erweiterung der Flugzeugflotte und den Ausbau der Kapazitäten im Bereich des Aviation Asset Managements abzielt. Mit den bereitgestellten Mitteln plant die Gruppe den Erwerb von bis zu fünf zusätzlichen Schmalrumpfflugzeugen, die bereits bis zum zweiten Quartal 2026 in den operativen Betrieb integriert werden sollen. Diese Kapazitätserweiterung ist eine direkte Reaktion auf eine gefüllte Auftragspipeline und die steigende Marktnachfrage nach ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance). GetJet Airlines hat in jüngster Zeit namhafte Verträge mit internationalen Fluggesellschaften wie Eurowings und Etihad Airways abgeschlossen und ist zudem für Partner wie Air Senegal und Wizz Air im Einsatz. In der vergangenen Sommersaison unterstützte der Carrier zudem staatliche Fluggesellschaften wie Royal Jordanian und TAP Portugal. CEO Darius Viltrakis betonte, dass die Finanzierung das Vertrauen der Finanzpartner in die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe widerspiegele. Durch die Skalierung des Betriebs will GetJet sicherstellen, dass die notwendigen Kapazitäten bereitstehen, wenn die Nachfrage der Airline-Partner im Zuge der Markterholung weiter anzieht. Ein Teil der Finanzierungssumme fließt zudem in die Entwicklung des Segments für Flugzeug-Asset-Management und den Komponentenhandel, der über das verbundene Unternehmen Airhub Aviation abgewickelt wird. Airhub Aviation fungiert als spezialisierter Manager für den Übergang und das Lebenszyklusende von Flugzeugen in Nord- und Mitteleuropa. Das Unternehmen verwaltet aktuell ein Portfolio von Luftfahrtwerten im Wert von rund 200 Millionen Euro

weiterlesen »

Ryanair plant eigenes Triebwerksservicezentrum

Die europäische Billigfluggesellschaft Ryanair bereitet eine wegweisende Veränderung ihrer Wartungsstruktur vor. Mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro plant der irische Konzern den Bau einer eigenen Anlage zur Instandhaltung von Strahltriebwerken. In der finalen Auswahl für den Standort dieses Projekts stehen derzeit zwei Regionen: das polnische Sosnowiec sowie ein namentlich noch nicht genannter Standort in Spanien. Wie Eddie Wilson, CEO von Ryanair DAC, am 1. April 2026 bestätigte, handelt es sich bei dem Vorhaben um eine strategische Entscheidung mit einer geplanten Laufzeit von mindestens 50 Jahren. Ziel der Maßnahme ist es, die Abhängigkeit von externen Dienstleistern im Bereich Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) massiv zu reduzieren, die Prozesskontrolle zu erhöhen und durch gesteigerte Effizienz langfristig die Ticketpreise für Passagiere stabil niedrig zu halten. Eine endgültige Entscheidung über den Standort soll bis Ende des Jahres 2026 fallen, um einen Baubeginn im Jahr 2027 zu ermöglichen. Vertikale Integration als Antwort auf globale Kapazitätsengpässe Die Entscheidung für den Aufbau einer eigenen Triebwerkswartung markiert eine konsequente Fortführung der bisherigen Unternehmensstrategie. Ryanair setzt bereits seit geraumer Zeit auf eine hohe Fertigungstiefe im Bereich der Flugzeuginstandhaltung. So betreibt die Airline in Breslau bereits eigene Hangars für umfangreiche Inspektionen (Heavy Maintenance), die aktuell weiter ausgebaut werden. Der Schritt, nun auch die hochkomplexen Triebwerke – die mit einem Stückpreis von etwa 15 Millionen Euro zu den wertvollsten Komponenten eines Flugzeugs zählen – in Eigenregie zu warten, soll die operative Resilienz des Unternehmens stärken. Hintergrund dieser Entwicklung sind die zunehmenden Probleme auf dem weltweiten MRO-Markt. Externe Dienstleister betreuen

weiterlesen »

Strategische Kooperation zwischen Embraer und WZL-2: KC-390 Millennium in Polen präsentiert

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat das militärische Mehrzwecktransportflugzeug KC-390 Millennium offiziell bei den Militärischen Luftfahrtwerken Nr. 2 (WZL-2) in Bydgoszcz, Polen, vorgestellt. Dieser Schritt markiert den Beginn einer tiefergehenden industriellen Zusammenarbeit, die auf einer im Dezember 2025 in Warschau unterzeichneten Absichtserklärung basiert. Ziel der Partnerschaft ist es, die polnische Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie technologisch zu stärken und langfristige industrielle Kapazitäten vor Ort aufzubauen. Im Zentrum der Kooperation steht der Aufbau von Kompetenzen im Bereich Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) für dieses Flugzeugmuster in Osteuropa. Die KC-390 Millennium gilt als hochmodernes Transportflugzeug, das speziell für anspruchsvolle logistische Aufgaben sowie Luftbetankungsmissionen entwickelt wurde. Mit einer Nutzlast von 26 Tonnen und einer Höchstgeschwindigkeit von 470 Knoten übertrifft sie herausragende Leistungswerte vergleichbarer mittelgroßer Militärtransporter. Das Flugzeug ist zudem in der Lage, auf unbefestigten Pisten aus Erde oder Kies zu operieren, was es für Einsätze in infrastrukturell schwach erschlossenen Gebieten prädestiniert. Neben dem Transport von Truppen und schwerem Gerät kann die Maschine für medizinische Evakuierungen sowie Such- und Rettungseinsätze konfiguriert werden. Für den polnischen Standort WZL-2 bedeutet die Zusammenarbeit den Zugang zu technologischem Know-how und eine Erweiterung des Dienstleistungsportfolios im Verteidigungssektor. Die Integration der KC-390 in das europäische Verteidigungsnetzwerk schreitet unterdessen stetig voran. Nach der erfolgreichen Einführung bei den Luftstreitkräften Brasiliens, Portugals und Ungarns verzeichnet die Flotte eine Einsatzbereitschaft von 93 Prozent. Polen prüft derzeit die Modernisierung seiner eigenen Transportkapazitäten, wobei die industrielle Beteiligung lokaler Unternehmen wie WZL-2 eine Schlüsselrolle bei künftigen Beschaffungsentscheidungen spielen dürfte. Die technologische Flexibilität der KC-390 zeigt sich besonders in ihrer Fähigkeit

weiterlesen »

Strategische Partnerschaft zwischen Airhub Aviation und AerCap am Standort Siauliai

Das Luftfahrtunternehmen Airhub Aviation hat eine weitreichende Wartungsvereinbarung mit AerCap, dem weltweit größten Leasinggeber für Flugzeuge, unterzeichnet. Im Rahmen dieser Kooperation wird Airhub Aviation an seinem Standort am internationalen Flughafen Siauliai (SQQ) in Litauen umfassende Instandhaltungsarbeiten sowie Dienstleistungen für die Rückgabe und Neuauslieferung von Flugzeugen erbringen. Die Vereinbarung konzentriert sich primär auf Schmalrumpfflugzeuge und unterstützt AerCap bei Flottenübergängen in Europa und im Nahen Osten. Airhub Aviation festigt damit seine Rolle als strategischer Partner im Bereich Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) für globale Akteure der Leasingbranche. Der Standort in Siauliai ist speziell auf schnelle Durchlaufzeiten bei der Basiswartung, Triebwerkswechsel sowie Modifikationen nach EASA-Standards ausgelegt. Dazu gehören unter anderem Avionik-Anpassungen, Kabinenumkonfigurationen und der Austausch von Fahrwerken. Ein dedizierter Wartungshangar ermöglicht die kurzfristige Aufnahme von Maschinen, um die Standzeiten für Leasinggeber und Betreiber zu minimieren. Ergänzend dazu nutzt Airhub Aviation seine Expertise im Komponentenmanagement und in der Ersatzteilversorgung, um optimierte Inventarlösungen für Flugzeuge in der Mitte oder am Ende ihres Lebenszyklus anzubieten. Ein wesentlicher Vorteil des Standorts in Litauen ist die umfangreiche Kapazität für die Langzeitlagerung von bis zu 25 Schmalrumpfflugzeugen gleichzeitig. Der Flughafen Siauliai dient zudem als NATO-Stützpunkt, was eine hochsichere Infrastruktur und operative Flexibilität rund um die Uhr garantiert. Diese Kombination aus kosteneffizienten Lagerlösungen und hochspezialisierten technischen Dienstleistungen macht den Standort zu einem der bedeutendsten Zentren für Flottenübergänge in der Region. Airhub Aviation verwaltet bereits Luftfahrtwerte im Wert von über 200 Millionen US-Dollar und bedient namhafte Kunden wie Flynas, Chair Airlines und World Star Aviation. Airhub Aviation wurde 2019 gegründet und

weiterlesen »