Reiseveranstalter

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Reiseveranstalter Vianova etabliert neue Direktverbindung von Erfurt nach Norwegen

Der thüringische Reiseveranstalter Vianova aus Weimar hat für die Wintersaison 2026/2027 eine signifikante Erweiterung seines Portfolios angekündigt und setzt dabei auf eine neue Flugverbindung ab dem Flughafen Erfurt-Weimar. Erstmals wird eine direkte Charterverbindung in die Region Fjordnorwegen angeboten, die thüringischen Reisenden den Zugang zu Zielen wie Bergen und Alesund ermöglicht. Mit einer Kapazitätserhöhung von über 30 Prozent reagiert das Unternehmen auf ein gestiegenes Interesse an nordischen Destinationen außerhalb der klassischen Skisaison. Das neue Programm umfasst vier spezialisierte Reisemodule, die den Fokus weg von Nordnorwegen hin zur westnorwegischen Fjordlandschaft verschieben. Durch den Einsatz von Direktflügen entfallen zeitaufwendige Zwischenstopps an großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Oslo, was die Effizienz der sechstägigen Reisen deutlich steigert. Diese strategische Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Nischenmärkten im regionalen Luftverkehr und bietet dem Flughafen Erfurt-Weimar eine wichtige Stütze im Wintergeschäft. Strategische Neuausrichtung auf die westnorwegische Fjordregion Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere Nordnorwegen mit dem Fokus auf Nordlichtbeobachtungen im Zentrum der Winteraktivitäten stand, vollzieht Vianova nun einen konsequenten Richtungswechsel. Die Entscheidung, den Zielflughafen Bergen am 19. Februar 2027 direkt anzufliegen, markiert den Beginn einer neuen Ära im Portfolio des Weimarer Veranstalters. Bergen, das Tor zu den Fjorden, dient dabei als Ausgangspunkt für Reisen, die sowohl die maritime Infrastruktur als auch die Gebirgslandschaften des Westens erschließen. Geschäftsführer Thomas Marx begründet diesen Schritt mit einer messbaren Zunahme der Buchungsanfragen für hochwertige Wintererlebnisse im Norden. Die Fjordregion bietet im Winter ein völlig anderes Bild als in den Sommermonaten: Während die Küsten durch den Golfstrom oft eisfrei bleiben, präsentieren sich

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Wirtschaftliche Herausforderungen im Tourismussektor: Geopolitische Krisen und steigende Energiekosten belasten das Reiseklima

Die deutsche Tourismuswirtschaft sieht sich im Frühjahr 2026 mit einer komplexen Gemengelage aus geopolitischen Spannungen und massiven Kostensteigerungen konfrontiert. Laut aktuellen Erhebungen des Münchner Ifo-Instituts hat sich die Stimmung unter Reisebüros und Reiseveranstaltern im April weiter eingetrübt. Der entsprechende Branchenindikator sank auf einen Wert von minus 43,5 Punkten, was die tief sitzende Verunsicherung innerhalb des Sektors unterstreicht. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist der eskalierende Konflikt am Persischen Golf, der nicht nur direkte Auswirkungen auf beliebte Transitknotenpunkte hat, sondern auch die globalen Energiemärkte in Unruhe versetzt. Da sich der Preis für Flugkerosin seit Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mehr als verdoppelt hat, sehen sich Fluggesellschaften und Reiseanbieter gezwungen, die Preise für Urlaubsreisen drastisch anzuheben. Während die Branche auf eine Entspannung zum Ende der Sommersaison hofft, bleiben die Buchungseingänge bei großen Marktteilnehmern wie der Tui derzeit hinter den Erwartungen zurück. Die Zurückhaltung der Konsumenten resultiert dabei sowohl aus Sicherheitsbedenken als auch aus der schwindenden Kaufkraft angesichts einer inflationsgetriebenen Verteuerung von Flugleistungen. Auswirkungen der Nahost-Krise auf das Buchungsverhalten Der bewaffnete Konflikt im Iran hat die Reisebranche bereits im März massiv getroffen und wirkt nun im zweiten Quartal des Jahres nach. Laut Branchenexperte Patrick Höppner vom Ifo-Institut führt die Unsicherheit dazu, dass viele potenzielle Urlauber ihre Pläne vorerst aufschieben oder gänzlich stornieren. Besonders kritisch wird die Lage für die kommende Wintersaison 2026/27 bewertet, da Langstreckenreisen oft weit im Voraus geplant werden und gerade Ziele im arabischen Raum sowie Transitverbindungen über die großen Hubs in der Region nun als risikoreich eingestuft werden. Obwohl

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Alltours: Geschäftsführer Jan Mayer verlässt den Düsseldorfer Reisekonzern

Die Führungsebene des drittgrößten deutschen Reiseveranstalters Alltours steht vor einer signifikanten personellen Veränderung. Jan Mayer, der seit Juni 2024 als Geschäftsführer die touristischen und kaufmännischen Geschicke des Unternehmens leitete, wird die Gruppe zum 15. Mai 2026 auf eigenen Wunsch verlassen. Wie das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, plant Mayer, sich neuen beruflichen Herausforderungen außerhalb des Konzerns zu widmen. In seiner knapp zweijährigen Amtszeit verantwortete der erfahrene Branchenexperte zentrale Schlüsselbereiche wie den weltweiten Flug- und Hoteleinkauf sowie die kaufmännische Verwaltung inklusive Finanzen, Personal und Recht. Der Abschied erfolgt inmitten einer Phase intensiven Wettbewerbs auf dem europäischen Touristikmarkt, in der Alltours seine Marktposition durch strategische Anpassungen im Einkauf und Vertrieb festigen will. Während Inhaber Willi Verhuven die Verdienste Mayers und dessen Impulse zur Weiterentwicklung des Konzerns würdigte, bleibt die Nachfolgeregelung für die vakante Position des kaufmännischen Geschäftsführers vorerst Gegenstand interner Planungen. Strategische Bedeutung der Ära Jan Mayer bei Alltours Jan Mayer trat sein Amt bei Alltours im Frühsommer 2024 an und übernahm eine weitreichende Verantwortung für das operative Kerngeschäft. Sein Aufgabenportfolio umfasste die Steuerung des Flug- und Hoteleinkaufs, was in Zeiten schwankender Kerosinpreise und steigender Kapazitätsanforderungen an den Hotellerie-Sektor eine der komplexesten Aufgaben der Branche darstellt. Unter seiner Leitung gelang es dem Konzern, die Vertragsbeziehungen zu wichtigen Airline-Partnern und Hotelketten im Mittelmeerraum sowie auf der Fernstrecke stabil zu halten und teilweise auszubauen. Inhaber Willi Verhuven betonte im Rahmen der Abschiedsbekanntgabe, dass Mayer wichtige Akzente im Finanzwesen, Controlling und Rechnungswesen gesetzt habe. Diese Bereiche sind für ein inhabergeführtes Unternehmen der Größe von

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Erstlandung in der Hansestadt: Freebird Airlines Europe verbindet Bremen mit Kreta

Am 8. Mai 2026 hat die Fluggesellschaft Freebird Airlines Europe ihren Betrieb am Flughafen Bremen aufgenommen. Die Premiere erfolgte mit einer vollbesetzten Maschine, die bereits kurz nach der Landung wieder in Richtung Heraklion abhob. Die neue Verbindung wird im Auftrag des Reiseveranstalters Tui bedient und festigt die Präsenz der Fluggesellschaft auf dem norddeutschen Markt. Geplant sind zwei wöchentliche Rotationen, die jeweils montags und freitags durchgeführt werden, um der hohen Nachfrage nach Urlaubsflügen in Richtung der griechischen Inseln gerecht zu werden. Mit diesem Schritt erweitert der Flughafen Bremen sein touristisches Portfolio für die laufende Sommersaison erheblich. Die Geschäftsführung des Bremer Flughafens wertet die neue Partnerschaft als wichtiges Signal für die regionale Wirtschaft. Dr. Marc Cezanne betonte, dass das Angebot nach Kreta in diesem Jahr ein Rekordniveau erreicht habe. Freebird Airlines Europe, eine Tochtergesellschaft der türkischen Freebird Airlines mit maltesischem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC), setzt auf dieser Strecke primär Flugzeuge des Typs Airbus A320-200 ein. Diese Maschinen sind für Kurz- und Mittelstrecken optimiert und bieten Platz für bis zu 180 Passagiere. Für den Flughafen Bremen, der ein Einzugsgebiet von rund 13 Millionen Menschen im norddeutschen Raum abdeckt, bedeutet die Kooperation eine Stärkung seiner Funktion als relevanter Mobilitätsknotenpunkt abseits der großen Drehkreuze. Branchenanalysen zeigen, dass Griechenland weiterhin zu den Spitzenreitern der beliebtesten Urlaubsziele deutscher Reisender gehört. Durch die Zusammenarbeit mit der TUI sichert sich Freebird Airlines eine stabile Auslastung, da ein Großteil der Sitzplätze über Pauschalreisepakete vermarktet wird. Die strategische Entscheidung, Bremen in den Flugplan aufzunehmen, unterstreicht die Attraktivität des Standorts für Charter- und Ferienfluggesellschaften.

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Juristische Aufarbeitung nach tödlichem Schlangenbiss in Ägypten: Haftungsfragen im Fokus

Ein tragischer Vorfall in der ägyptischen Urlaubsregion Hurghada hat weitreichende rechtliche Konsequenzen für die Tourismusbranche und wirft grundlegende Fragen zur Haftung bei Pauschalreisen auf. Ein 57-jähriger Urlauber aus dem Unterallgäu verstarb nach dem Biss einer Kobra während einer Hotelshow, was nun die deutschen Ermittlungsbehörden und Reiserechtsexperten auf den Plan ruft. Im Zentrum der juristischen Debatte steht die Frage, inwieweit ein deutscher Reiseveranstalter für Sicherheitsmängel bei Animationsprogrammen in ausländischen Partnerhotels einstehen muss. Während die ägyptische Polizei vor Ort die unmittelbaren Umstände der Vorführung untersucht, prüft die Staatsanwaltschaft in Deutschland die zivilrechtlichen Ansprüche der Hinterbliebenen und die strafrechtliche Relevanz im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters. Der Fall verdeutlicht die strengen Anforderungen des deutschen Pauschalreiserechts, das Reisende auch im Ausland vor unzureichend gesicherten Attraktionen schützen soll. Tödlicher Zwischenfall während der Abendunterhaltung Der Vorfall ereignete sich im Rahmen einer organisierten Abendveranstaltung in einem Hotelkomplex in Hurghada. Zeugenberichten zufolge wurde das Opfer während einer Vorführung mit lebenden Giftschlangen von einer Kobra gebissen. Trotz medizinischer Notfallmaßnahmen im örtlichen Krankenhaus erlag der Mann den Folgen des Giftbisses. Die Polizei in Kempten hat bestätigt, dass sie in engem Austausch mit den ägyptischen Behörden steht, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob das Tier ordnungsgemäß gesichert war und ob ausreichend Serum für den Notfall bereitgehalten wurde. Reiserechtsexperten betonen, dass solche Vorführungen keine Seltenheit im ägyptischen Tourismussektor sind, die Sicherheitsstandards jedoch oft variieren. Im vorliegenden Fall wird intensiv geprüft, ob Warnhinweise fehlten oder ob das Publikum unkontrolliert nah an die gefährlichen Tiere

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Preise für bereits gebuchte Reisen bleiben stabil: Reiseveranstalter reagieren auf Kerosinkosten

Die großen deutschen Reisekonzerne Tui, Alltours und Dertour haben angesichts der volatilen Entwicklungen auf dem globalen Energiemarkt eine klare Position zur Preisgestaltung bezogen. Trotz der signifikant steigenden Kosten für Flugkraftstoff planen die Marktführer derzeit keine nachträglichen Preiserhöhungen für bereits fest gebuchte Urlaubsreisen. In einer aktuellen Branchenumfrage bestätigten die Unternehmen, dass die vertraglich vereinbarten Konditionen für Bestandskunden unangetastet bleiben, um Planungssicherheit für die kommende Feriensaison zu gewährleisten. Während die Kostenbelastung für die Veranstalter durch langfristige Absicherungsgeschäfte teilweise abgefangen werden kann, deutet sich für Neubuchungen jedoch eine Anpassung an das höhere Preisniveau an. Die Branche rechnet für die Sommer- und Herbstmonate mit einer stabilen Kapazität, stellt jedoch klar, dass zukünftige Reiseangebote die gestiegenen Betriebskosten im Luftverkehr widerspiegeln könnten. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund rechtlicher Rahmenbedingungen, die nachträgliche Aufschläge zwar unter strengen Auflagen erlauben, von den Veranstaltern jedoch aufgrund der Marktsituation und zur Wahrung des Kundenvertrauens derzeit nicht angewandt werden. Vertragliche Sicherheit für Frühbucher Die Nachricht über stabile Preise für Bestandskunden kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflation in vielen Lebensbereichen spürbar ist. Die großen Akteure der Touristikbranche nutzen ihre wirtschaftliche Stärke, um die Preissprünge beim Kerosin vorerst intern zu kompensieren. Christoph Debus, Chef der Rewe-Touristiksparte Dertour-Group, betonte, dass man die Kunden für bereits abgeschlossene Verträge nicht zusätzlich zur Kasse bitten werde. Dies gilt als wichtiges Signal an den Markt, da viele Urlauber ihre Reisen bereits Monate im Voraus planen und finanzieren. Die Reiseveranstalter setzen hierbei auf das Instrument des Hedgings, bei dem Kerosinkontingente bereits weit im Voraus zu festgeschriebenen Preisen

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Ausbau des touristischen Angebots auf Mauritius für den Winter 2026

Der Reiseveranstalter Alltours intensiviert seine Aktivitäten im Indischen Ozean und erweitert das Hotelportfolio auf Mauritius für die kommende Wintersaison signifikant. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Wachstumsstrategie ist die exklusive Kooperation mit dem Hotel Villas Caroline in Flic en Flac. Die an der Westküste gelegene Anlage im Bungalow-Stil wird künftig auf dem deutschen Markt ausschließlich über Alltours vertrieben. Neben diesem Kernobjekt umfasst die Programmerweiterung weitere Häuser wie das Pearl Beach sowie das Boutique-Hotel Villas Mon Plaisir. Auch im Luxussegment verstärkt der Anbieter seine Präsenz durch eine engere Zusammenarbeit mit dem Maritim Resort & Spa und der Kette Beachcomber Resorts & Hotels, wodurch das Gesamtangebot auf rund 50 Beherbergungsbetriebe anwächst. Die Erreichbarkeit der Insel wird durch ein dichtes Netz an Flugverbindungen sichergestellt, das Alltours in Kooperation mit verschiedenen Partnern nutzt. Condor bietet ganzjährig Direktverbindungen ab Frankfurt an, während Discover Airlines die Kapazitäten saisonal anpasst. Weitere Optionen bestehen über die Drehkreuze Wien und Zürich mit Austrian Airlines und Edelweiss Air. Für Reisende aus Deutschland sind zudem tägliche Umsteigeverbindungen über Dubai mit Emirates oder über Paris mit Air France und Air Mauritius verfügbar. Um die Anreise zum Abflughafen zu erleichtern, integriert der Veranstalter standardmäßig Rail&Fly-Tickets in seine Pauschalangebote. Mauritius positioniert sich im internationalen Wettbewerb als vielseitiges Ganzjahresreiseziel, das insbesondere in den europäischen Wintermonaten stabile klimatische Bedingungen bietet. Die touristische Infrastruktur der Insel ist hoch entwickelt und zeichnet sich durch eine Kombination aus Korallenriffen geschützten Badebuchten und einem breiten kulturellen Hintergrund aus. Die Westküste rund um Flic en Flac gilt dabei als strategisch wichtiger Ausgangspunkt für

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Mark Tantz übernimmt die Führung von Dertour Österreich

Die Führungsebene der Dertour Group steht vor einer bedeutenden personellen Zäsur. Inmitten einer Phase der Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung innerhalb der europäischen Touristikbranche hat der Konzern einen entscheidenden Wechsel an der Spitze seiner österreichischen Landesgesellschaft angekündigt. Mark Tantz, bislang als Chief Operating Officer für das operative Geschäft in Zentraleuropa verantwortlich, wird zum 1. Juni 2026 den Posten des Chief Executive Officer bei Dertour Österreich übernehmen. Diese Personalentscheidung markiert eine Abkehr von ursprünglichen Plänen, nach denen Tantz ab dem Sommer eine rein beratende Rolle für strategische Projekte einnehmen sollte. Der Auslöser für diese kurzfristige Planänderung ist die Ankündigung von Martin Fast, dem langjährigen Gesicht von Dertour in Österreich, sich Mitte 2027 in den Ruhestand zu verabschieden. Mit diesem Schritt sichert der Konzern einen geordneten Übergang an der Spitze der Wiener Zentrale und setzt gleichzeitig auf die langjährige Führungserfahrung eines Managers, der die operativen Strukturen in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Kontinuität und Übergangsmanagement in der Wiener Zentrale Die Entscheidung, Mark Tantz bereits im Juni dieses Jahres nach Wien zu berufen, ist ein klares Signal für das Bestreben des Konzerns nach Stabilität. Martin Fast, der das Unternehmen seit fast drei Jahrzehnten entscheidend mitgestaltet hat, wird Tantz in einer Phase der Doppelspitze in die spezifischen Gegebenheiten des österreichischen Marktes einführen. Diese Form des Übergangsmanagements ist in der Touristikbranche bei Schlüsselpositionen üblich, um das Vertrauen der Partner im stationären Vertrieb sowie der großen Hotelketten nicht zu gefährden. Für Mark Tantz bedeutet der Wechsel an die Donau eine Rückkehr in die volle operative Verantwortung eines Landesmarktes,

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Rekordumsatz bei der Rewe-Touristiksparte und konjunkturelle Bremsspuren durch Nahostkonflikt

Die Tourismussparte der Rewe Group, die unter der Dachmarke Dertour Group operiert, hat im Geschäftsjahr 2025 einen signifikanten Umsatzsprung verzeichnet. Mit einem Anstieg des fakturierten Umsatzes um 18 Prozent auf insgesamt 10,8 Milliarden Euro festigte das Unternehmen seine Position als einer der führenden europäischen Reisekonzerne. Über 16 europäische Quellmärkte hinweg stieg die Zahl der Reisenden um sieben Prozent, wobei der Kernmarkt Deutschland ein Gästeplus von 4,5 Prozent beisteuerte. Laut Konzernangaben konnte dieses Wachstum trotz erheblicher Investitionen in die Digitalisierung und der vollständigen Integration des britischen sowie Schweizer Geschäfts profitabel gestaltet werden. CEO Christoph Debus betonte in diesem Zusammenhang die erfolgreiche Konsolidierung der Bereiche Reisevermittlung und Veranstaltergeschäft. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich jedoch ein zunehmend volatiles Marktumfeld, das die ursprünglichen Wachstumserwartungen dämpft. Während das erste Quartal operativ über den Planungen lag, führen die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten nun zu strukturellen Belastungen. Der Konzern sieht sich mit unvorhergesehenen Kosten für Rückholaktionen und kurzfristige Reiseabsagen konfrontiert. Zudem beeinträchtigen Sperrungen von Lufträumen und Sicherheitsbedenken die Nachfrage für Teile der östlichen Fernstreckenregionen sowie klassische Winter- und Frühjahrsziele im arabischen Raum. Experten gehen davon aus, dass die daraus resultierenden operativen Mehrkosten die Gewinnmargen im laufenden Jahr unter Druck setzen werden. Infolge dieser Entwicklungen ist eine massive Verschiebung der Passagierströme zu beobachten. Die Dertour Group registriert eine verstärkte Nachfrage nach Destinationen in westlichen Regionen sowie im westlichen Mittelmeerraum, während Buchungen für Ziele in Ägypten oder Jordanien spürbar zurückgehen. Diese Umsteuerung der Kapazitäten erfordert von den Reiseveranstaltern eine hohe logistische Flexibilität, insbesondere bei der kurzfristigen

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Reiseveranstalter Alltours verlängert Aktion für kostenfreie Flextarife

Der Reiseveranstalter Alltours hat die Frist für seine aktuelle Tarifaktion verlängert und bietet den sogenannten Flextarif für Neubuchungen bis zum 30. April 2026 kostenfrei an. Diese Regelung gilt für klassische Pauschalreisen der Marken Alltours und byebye. Kunden haben dadurch die Möglichkeit, ihre Reise bis zu 15 Tage vor dem geplanten Abflug ohne Angabe von Gründen gebührenfrei umzubuchen oder zu stornieren. Die Aktion deckt sämtliche Zielgebiete im Programm ab und bezieht sich auf Reisezeiträume bis zum 31. Oktober 2026. Damit reagiert das Unternehmen auf das Bedürfnis der Verbraucher nach erhöhter Planungssicherheit in einem volatilen Marktumfeld. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Reaktion auf die aktuelle geopolitische Lage und die wirtschaftlichen Unsicherheiten, die das Buchungsverhalten der Urlauber beeinflussen. Während Flex-Optionen in der Reisebranche nach der Pandemie meist gegen Aufpreis angeboten wurden, nutzen große Veranstalter diese nun verstärkt als Instrument zur Absatzförderung. Durch den Wegfall der Zusatzkosten für die Stornierungsoption versucht Alltours, Frühbucher zu binden, die angesichts schwankender Kerosinpreise oder politischer Spannungen zögern. Der Verzicht auf die Gebühr, die normalerweise gestaffelt nach dem Reisepreis erhoben wird, stellt einen direkten finanziellen Anreiz für den Endkunden dar. Die Verlängerung der Aktion erfolgt vor dem Hintergrund eines intensiven Wettbewerbs innerhalb der europäischen Touristikbranche. Konkurrenten wie TUI oder DERTOUR haben in der Vergangenheit ähnliche Modelle implementiert, um die Auslastung ihrer Kontingente in den Kernzielgebieten wie Spanien, Griechenland und der Türkei zu sichern. Für den Veranstalter Alltours bedeutet die kostenlose Bereitstellung des Flextarifs zwar ein erhöhtes unternehmerisches Risiko durch kurzfristige Stornierungen, sichert jedoch gleichzeitig den Cashflow durch frühzeitige Buchungseingänge.

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