
Verschärfung der Gruppenkonditionen: Lufthansa Group legt sich mit kleinen Reiseveranstaltern an
Die Lufthansa-Gruppe hat weitreichende Änderungen ihrer Geschäftsbedingungen für das Gruppenreise-Segment angekündigt, die ab dem 5. Mai 2026 in Kraft treten sollen. Im Kern der Neuregelungen steht eine deutliche Vorverlagerung der Fristen für Stornogebühren im Buchungsportal Book-a-Group. Während bisher eine moderate Pauschalgebühr bis zwei Monate vor Reiseantritt galt, sieht das neue Modell bereits sechs Monate vor Abflug finanzielle Belastungen für die Reiseveranstalter vor. Diese Maßnahme hat eine Welle des Protests bei kleinen und mittleren Studien- und Gruppenreiseanbietern ausgelöst. Viele Branchenvertreter warnen vor massiven wirtschaftlichen Risiken und sehen das traditionelle Geschäftsmodell von Ad-hoc-Gruppenreisen gefährdet. Die Lufthansa verteidigt den Schritt als notwendige Risikoteilung und verweist auf die weiterhin bestehende Planungssicherheit, zeigt sich jedoch gesprächsbereit gegenüber den Verbänden. Die Auseinandersetzung verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen der Ertragssteuerung einer global agierenden Airline und den operativen Realitäten mittelständischer Reiseveranstalter. Die neuen Konditionen im Detail Das Herzstück der Kritik bildet das sogenannte Commercial Cover der Lufthansa. Ab dem Stichtag im Mai wird bei einer vollständigen Stornierung einer Gruppe bereits bis zu 180 Tage vor dem geplanten Abflug eine pauschale Gebühr von 200 Euro fällig. Die eigentliche Verschärfung greift jedoch unmittelbar nach diesem Zeitpunkt: Wird eine Gruppe innerhalb des Zeitraums von weniger als 180 Tagen vor Abflug abgesagt, berechnet die Fluggesellschaft eine Reservation Fee in Höhe von fünf Prozent des Flugpreises inklusive der Treibstoffzuschläge. Zwar ist diese Gebühr auf einen Maximalbetrag von 2.000 Euro pro Gruppe gedeckelt, doch für viele spezialisierte Anbieter stellt bereits dieser Betrag eine erhebliche Belastung dar. Vergleicht man dies mit der bisherigen Praxis, wird die








