
Stabilität im Konsumverhalten der Bundesbürger trotz konjunktureller Unsicherheit
Der deutsche Reisemarkt zeigt sich im Jahr 2026 als bemerkenswert resilient gegenüber den allgemeinen wirtschaftlichen Schwankungen. Die aktuelle Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) unterstreicht, dass Urlaub für die breite Bevölkerung weiterhin ein prioritäres Konsumgut darstellt. Im zurückliegenden Jahr 2025 unternahmen rund 57 Millionen Menschen mindestens eine Urlaubsreise mit einer Dauer von fünf Tagen oder mehr. Während das reine Volumen der Reisen mit 67,7 Millionen moderat sank, erreichten die Gesamtausgaben mit 91,7 Milliarden Euro einen neuen historischen Höchststand. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Reiseintensität von 80,5 Prozent beteiligte sich der Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung am touristischen Geschehen. Besonders auffällig ist die deutliche Präferenz für Auslandsziele, die inzwischen 78 Prozent des Marktes ausmachen, während der Inlandstourismus leichte Einbußen hinnehmen musste. Trotz einer eher skeptischen Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage blicken die Marktforscher optimistisch auf das laufende Jahr, da drei Viertel der Bevölkerung bereits feste Reiseabsichten für 2026 äußern. Wirtschaftliche Kennzahlen und Ausgabeverhalten Die finanzielle Dimension des deutschen Reisemarktes hat im Jahr 2025 eine neue Qualität erreicht. Trotz inflationsbedingter Anpassungen und einer insgesamt durchwachsenen konjunkturellen Stimmung in der Bundesrepublik investierten die Bürger massiv in ihre Erholung. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Person und Reise stiegen auf 1.354 Euro. Dieser Anstieg ist einerseits auf gestiegene Preise bei Transport- und Beherbergungsleistungen zurückzuführen, spiegelt andererseits aber auch den Trend zu qualitativ hochwertigeren Urlaubsformen und längeren Aufenthalten wider. Die Reisebranche profitiert hierbei von einer stabilen Beschäftigungslage, die es vielen Haushalten ermöglicht, das Budget für den Jahresurlaub trotz








