Die taiwanische Billigfluggesellschaft Tigerair Taiwan hat die Beschaffung von 15 Flugzeugen des Typs Airbus A321neo genehmigt. Der Vorstand der Airline, deren Mehrheitseigner die staatliche China Airlines ist, hat für diese Flottenerweiterung ein Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,28 Milliarden US-Dollar freigegeben. Die Bestellung sieht den Kauf von vier Flugzeugen und das Leasing von elf weiteren Maschinen vor, womit Tigerair eine deutliche Kapazitätssteigerung für ihr regionales Netzwerk anstrebt.
Die Auslieferung der bestellten Jets ist zeitlich gestreckt. Die elf geleasten A321neo sollen sukzessive bis zum Jahr 2031 in die Flotte integriert werden. Die vier gekauften Maschinen werden voraussichtlich bis 2035 in Betrieb genommen. Zusätzlich zur festen Bestellung sicherte sich Tigerair eine Option auf den Erwerb von vier weiteren A321neo. Diese strategische Investition markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Airline, die derzeit ausschließlich kleinere Flugzeuge des Typs Airbus A320 betreibt.
Mit der Einführung des A321neo, dem größten Mitglied der Airbus A320neo-Familie, wird Tigerair ihre Kapazität pro Flug signifikant erhöhen. Dies ist besonders relevant für die Bedienung des bestehenden Streckennetzes in Ostasien, das einen starken Fokus auf Verbindungen nach Japan legt. Die größere Kapazität der A321neo ermöglicht es der Billigfluggesellschaft, auf stark nachgefragten Routen mehr Passagiere zu befördern und die Effizienz des Flugbetriebs zu steigern.
Die Entscheidung für die A321neo untermauert die Expansionspläne der von China Airlines kontrollierten Tigerair Taiwan, die im wachsenden asiatischen Low-Cost-Markt eine größere Rolle spielen will. Durch die Mischung aus Kauf und Leasing sichert sich die Airline sowohl langfristige Flottenverfügbarkeit als auch finanzielle Flexibilität. Die neuen Flugzeuge werden die Modernisierung der Flotte vorantreiben und die Position der Airline als wichtiger Anbieter von Niedrigpreistarifen im Nordost- und Südostasien-Verkehr festigen.