Dezember 5, 2025

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Dezember 5, 2025

Führungswechsel am Flughafen Hamburg: Drei neue Bereichsleiter berufen

Am Hamburg Airport kommt es zu wesentlichen Veränderungen in der Leitungsebene. Der Flughafen hat zum Jahresende 2025 drei erfahrene Führungskräfte in neue Verantwortungspositionen berufen. Diese personellen Umstrukturierungen betreffen die Schlüsselbereiche Aviation, Real Estate Management und Unternehmensentwicklung und sollen die Führungsstruktur des norddeutschen Drehkreuzes für die kommenden Jahre stärken. Die Ernennungen unterstreichen das Bestreben des Flughafens, auf interne Expertise und umfassende Branchenkenntnis zu setzen. Zum 1. Dezember 2025 hat David Liebert die Leitung des Geschäftsbereichs Aviation von Dirk Behrens übernommen. Liebert, der vor über 20 Jahren seine Karriere mit einem dualen Studium am Hamburg Airport begann, bringt ein tiefes Verständnis für die betrieblichen Abläufe mit. Er war zuletzt zehn Jahre lang als Bereichsleiter für das Real Estate Management verantwortlich. Seine Nachfolge in dieser Funktion tritt André Wegmann ebenfalls zum 1. Dezember an. Wegmann war am Hamburger Flughafen zuvor sechs Jahre lang Abteilungsleiter Hochbau und verantwortete in dieser Position unter anderem umfangreiche Großprojekte. Er verfügt über 14 Jahre Erfahrung in Ingenieurbüros und war bereits in dieser Zeit an Bauvorhaben auf dem Flughafengelände beteiligt. Bereits einen Monat früher, zum 1. November 2025, hat Johannes Weidisch die Bereichsleitung Unternehmensentwicklung von Petra Wulff übernommen. Weidisch ist ein selbstständiger Berater für Organisations- und Marktentwicklung und war zuvor zwei Jahrzehnte lang für die Lufthansa Technik AG in Hamburg tätig. Dort leitete er große Transformationsprogramme, die sich auf Organisationsentwicklung, Kulturwandel und Prozessdigitalisierung konzentrierten. Diese Expertise in strategischer Neuausrichtung soll nun der Weiterentwicklung des Hamburger Flughafens zugutekommen, einem der wichtigsten Flughäfen Deutschlands mit einem Passagieraufkommen von rund 17 Millionen

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Lufthansa Group inspiziert A320-Flugzeuge wegen fehlerhafter Rumpfverkleidungen

Die Lufthansa Group hat umgehend Inspektionen an elf kürzlich ausgelieferten Flugzeugen der Airbus A320-Familie angeordnet, nachdem der Hersteller Airbus vor Mängeln an den Rumpfverkleidungen gewarnt hatte. Weltweit sind insgesamt 628 Maschinen des beliebten Kurz- und Mittelstreckenjets von dieser Überprüfung betroffen. Die Lufthansa-Sprecherin bestätigte, dass der Konzern die vom Hersteller empfohlenen Prüfungen unverzüglich durchführen werde. Die Mängel an den Metallverkleidungen stammen von einem externen Zulieferer und wurden von Airbus Anfang dieser Woche kommuniziert. Betroffen sind bei der Lufthansa Group elf Maschinen, die sich bereits im Betrieb befinden, sowie zwei weitere Produktionsflugzeuge, die noch in dieser Woche nach erfolgreicher Überprüfung ausgeliefert werden sollen. Airbus hat mitgeteilt, die Ursache des Problems identifiziert und eingedämmt zu haben, und versicherte, dass alle neu gefertigten Bauteile den geforderten Standards entsprechen. Nach einer Präsentation von Airbus an Fluggesellschaften müssen weltweit 628 Jets der A320-Familie auf fehlerhafte Rumpfverkleidungen untersucht werden. Von dieser Gesamtzahl sind 168 Flugzeuge bereits bei Airlines im Einsatz, 245 befinden sich in den Endmontagelinien und 215 in früheren Produktionsphasen. Branchenquellen zufolge sind rund 100 der sich in der Montage befindenden Jets für eine Auslieferung noch in diesem Jahr vorgesehen. Die betroffenen Bauteile weisen eine falsche Dicke auf, die auf einen fehlerhaften Streck- und Fräsprozess beim spanischen Zulieferer Sofitec Aero in Sevilla zurückzuführen ist. Obwohl die Zahl der potenziell betroffenen Flugzeuge hoch ist, betonte eine Airbus-Sprecherin gegenüber der Presse, dass dies nicht bedeute, dass alle Maschinen tatsächlich Mängel aufwiesen. Die Lufthansa Group, die eine große A320-Flotte betreibt und regelmäßig neue Maschinen erhält, muss nun sicherstellen, dass

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Porter Airlines prüft Beitritt zur Luftfahrtallianz Oneworld

Die kanadische Fluggesellschaft Porter Airlines erwägt einen strategischen Schritt zur Stärkung ihrer internationalen Positionierung und prüft einen möglichen Beitritt zur globalen Luftfahrtallianz Oneworld. Dies bestätigte Präsident Kevin Jackson gegenüber dem Fachportal Skift, betonte jedoch, dass eine endgültige Entscheidung noch ausstehe. Die Airline evaluiere derzeit sowohl klassische bilaterale Partnerschaften als auch die Vorteile einer vollwertigen Allianzmitgliedschaft. Porter Airlines, die in den letzten Jahren ihre Flotte signifikant modernisiert und ihr Streckennetz über die Kernmärkte Kanadas hinaus erweitert hat, unterhält bereits enge Kooperationen mit mehreren Mitgliedern der Oneworld-Allianz. Dazu zählen namhafte Gesellschaften wie Alaska Airlines, American Airlines, Qatar Airways und British Airways. Eine offizielle Allianzmitgliedschaft würde diese bestehenden Partnerschaften vertiefen und den Passagieren von Porter Airlines ein global erweitertes Streckennetz sowie durchgängige Reiseerlebnisse bieten. Präsident Kevin Jackson hob hervor, dass Oneworld bislang keinen kanadischen Partner in ihren Reihen habe. Angesichts der aktuellen Expansion und der Positionierung von Porter Airlines in Kanada, wäre die Gesellschaft nach seiner Einschätzung „eine offensichtliche Wahl“ für die Allianz. Dies würde Oneworld helfen, ihre Abdeckung im wichtigen nordamerikanischen Markt zu verbessern. Allerdings merkte Jackson an, dass ein formeller Allianzbeitritt mit höheren Kosten verbunden wäre als die derzeitigen bilateralen Abkommen. Der potenzielle Schritt in eine Allianz wie Oneworld spiegelt die Ambitionen von Porter Airlines wider, die über die regionale Rolle hinauswachsen wollen. Die Gesellschaft, die kürzlich den Betrieb von Turboprops auf moderne Embraer E2-Jets umgestellt hat, um Strecken in die USA und in die Karibik zu bedienen, positioniert sich zunehmend als wichtiger Wettbewerber zu den etablierten kanadischen Fluggesellschaften. Ein Beitritt

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Lufthansa führt Sunflower-Programm für Reisende mit unsichtbaren Behinderungen ein

Die Lufthansa ist mit Wirkung zum 1. Dezember 2025 dem internationalen Hidden-Disabilities-Sunflower-Programm beigetreten. Ziel dieser Initiative ist es, Reisenden mit nicht sichtbaren Behinderungen die Möglichkeit zu geben, diskret auf ihre besonderen Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Als Erkennungszeichen dient das gelb-grüne Sonnenblumen-Lanyard, das die Airline ihren Gästen anbietet. Mit dem Beitritt zum Programm möchte die Lufthansa die Sensibilität und das Bewusstsein entlang der gesamten Reisekette stärken. Als Vorbereitung auf die Einführung wurden die Boden- und Kabinencrews der Lufthansa entsprechend geschult, um die Zeichen richtig zu deuten und adäquat reagieren zu können. Das Programm wird auch an den Heimatflughäfen der Lufthansa umgesetzt: Am Flughafen München ist die Initiative sofort verfügbar, während die Einführung am Flughafen Frankfurt ab Januar 2026 erfolgen soll. Die Sonnenblumen-Lanyards sind an den Informations- und Special-Services-Schaltern der Flughäfen sowie direkt bei Lufthansa erhältlich. Es wird betont, dass das Symbol zwar keine formellen Assistenzleistungen ersetzt, aber eine zusätzliche Ebene der Kommunikation und Rücksichtnahme schaffen soll. Die Lufthansa Group plant, das Programm in den kommenden Jahren konzernweit auszurollen. Bis Ende 2026 sollen alle Konzerngesellschaften in das Sunflower-Programm integriert werden. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Parallel dazu arbeitet der Konzern in einem neu eingerichteten Beirat, dem „Accessibility Customer Advisory Committee“, an Verbesserungen für Reisende mit sichtbaren und unsichtbaren Einschränkungen. Der Fokus liegt dabei auf der Gestaltung einer inklusiveren Reiseerfahrung, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Das Hidden-Disabilities-Sunflower-Programm ist international etabliert und wird bereits an zahlreichen Flughäfen, Bahnhöfen und touristischen Einrichtungen weltweit genutzt. Mit der Implementierung durch

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Taiwanische Tigerair erweitert Flotte mit Airbus A321neo

Die taiwanische Billigfluggesellschaft Tigerair Taiwan hat die Beschaffung von 15 Flugzeugen des Typs Airbus A321neo genehmigt. Der Vorstand der Airline, deren Mehrheitseigner die staatliche China Airlines ist, hat für diese Flottenerweiterung ein Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,28 Milliarden US-Dollar freigegeben. Die Bestellung sieht den Kauf von vier Flugzeugen und das Leasing von elf weiteren Maschinen vor, womit Tigerair eine deutliche Kapazitätssteigerung für ihr regionales Netzwerk anstrebt. Die Auslieferung der bestellten Jets ist zeitlich gestreckt. Die elf geleasten A321neo sollen sukzessive bis zum Jahr 2031 in die Flotte integriert werden. Die vier gekauften Maschinen werden voraussichtlich bis 2035 in Betrieb genommen. Zusätzlich zur festen Bestellung sicherte sich Tigerair eine Option auf den Erwerb von vier weiteren A321neo. Diese strategische Investition markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Airline, die derzeit ausschließlich kleinere Flugzeuge des Typs Airbus A320 betreibt. Mit der Einführung des A321neo, dem größten Mitglied der Airbus A320neo-Familie, wird Tigerair ihre Kapazität pro Flug signifikant erhöhen. Dies ist besonders relevant für die Bedienung des bestehenden Streckennetzes in Ostasien, das einen starken Fokus auf Verbindungen nach Japan legt. Die größere Kapazität der A321neo ermöglicht es der Billigfluggesellschaft, auf stark nachgefragten Routen mehr Passagiere zu befördern und die Effizienz des Flugbetriebs zu steigern. Die Entscheidung für die A321neo untermauert die Expansionspläne der von China Airlines kontrollierten Tigerair Taiwan, die im wachsenden asiatischen Low-Cost-Markt eine größere Rolle spielen will. Durch die Mischung aus Kauf und Leasing sichert sich die Airline sowohl langfristige Flottenverfügbarkeit als auch finanzielle Flexibilität. Die neuen Flugzeuge werden die

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DDSG: Der „Brunch auf Donauwellen“ zwischen Wiener Skyline und kulinarischer Tradition

Der „Brunch auf Donauwellen“ der Reederei DDSG Blue Danube zählt zu den etablierten Sonntagshighlights im Wiener Ausflugsangebot. Er verspricht die harmonische Verbindung eines opulenten Brunchbuffets mit einer entspannten Schifffahrt entlang der Donaulandschaften Wiens, begleitet von dezenter Livemusik. An Bord von Schiffen wie der MS Admiral Tegetthoff oder der MS Kaiserin Elisabeth begeben sich die Gäste von der Schiffsstation Reichsbrücke aus auf eine dreistündige Rundfahrt, die sowohl urbane Architekturhighlights wie den Donauturm und den DC Tower als auch die naturbelassenen Abschnitte der Donau-Auen passiert. Die DDSG Blue Danube positioniert diesen Brunch als genussvollen Sonntagsausflug, der gleichermaßen Touristen wie Wienerinnen und Wiener anspricht, die dem Trubel der Stadt für einige Stunden entfliehen möchten. Die journalistische Auseinandersetzung mit diesem Angebot zeigt jedoch, dass das Erlebnis stark von der Balance zwischen der landschaftlichen Attraktivität der Route, der Qualität des Buffets und der durchgehenden Serviceleistung abhängt, was in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer polarisierten Rezeption führt. Während das Konzept der Entspannung auf dem Wasser als gelungen gilt, stehen die Route durch den Donaukanal und die gastronomische Umsetzung im Fokus kritischer Betrachtung. Die Kulisse: Wien und die Donau als fließendes Panorama Die Route des „Brunch auf Donauwellen“ in Wien ist ein zentraler Bestandteil des Erlebnisses und markiert eine wichtige Unterscheidung zu ähnlichen Fahrten, etwa dem Wachau-Brunch. Die Schifffahrt, die zumeist drei Stunden dauert (Einstieg ab 10:00 Uhr, Fahrt 11:00 bis 14:00 Uhr), startet in der Regel bei der Reichsbrücke. Von dort aus führt die Fahrt entlang der sogenannten großen Donau, stromabwärts in Richtung der Schleuse Freudenau

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Flughafen Zürich rüstet Sicherheitskontrolle mit CT-Scannern auf

Der Flughafen Zürich (ZRH), der größte Flughafen der Schweiz, nimmt Anfang Dezember nach einer intensiven Testphase das erste modernisierte Geschoss seiner Sicherheitskontrolle in Betrieb. Die Kernstücke der neuen Infrastruktur sind moderne CT-Scanner und Körperscanner. Diese technologische Aufrüstung zielt darauf ab, den Prozess für Passagiere komfortabler und gleichzeitig effizienter zu gestalten. Die Investition ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, um den Passagierfluss zu optimieren und die Kontrollstandards zu erhöhen. Für Reisende am Flughafen Zürich bedeutet die neue Technologie eine wesentliche Erleichterung beim Check-in des Handgepäcks. Dank der Leistungsfähigkeit der neuen CT-Scanner ist es Passagieren zukünftig erlaubt, Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets im Handgepäck zu belassen. Die bisher notwendige Entnahme dieser Gegenstände entfällt damit, was eine deutliche Beschleunigung des Kontrollvorgangs bewirken soll. Die CT-Technologie liefert detaillierte dreidimensionale Bilder des Handgepäcks, was eine präzisere und schnellere Analyse des Inhalts durch das Sicherheitspersonal ermöglicht. Die Modernisierung der Sicherheitskontrolle im größten der drei Check-in-Bereiche des Flughafens ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Durch die optimierte Infrastruktur wird erwartet, dass die Wartezeiten an den Kontrollstellen verkürzt werden können, insbesondere zu Stoßzeiten. Diese Maßnahme folgt internationalen Beispielen, bei denen große Flughäfen wie London-City oder Helsinki bereits ähnliche CT-Scanner erfolgreich im Einsatz haben, um den Passagierkomfort zu steigern und gleichzeitig die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Die vollständige Modernisierung der Sicherheitskontrollstelle wird in den kommenden Monaten in mehreren Phasen erfolgen. Mit der jetzigen Inbetriebnahme des ersten modernisierten Geschosses beginnt die Umsetzung des Gesamtprojekts. Der Flughafen Zürich reagiert damit auf die steigenden Passagierzahlen und die Notwendigkeit, moderne,

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Juristische Aufarbeitung des MD-11-Absturzes: Familien klagen UPS, Boeing und GE Aerospace wegen fahrlässiger Tötung

Nach dem verheerenden Absturz eines MD-11-Frachtflugzeugs von UPS Airlines im vergangenen Monat bereiten die Familien der Opfer die Einreichung von Klagen wegen fahrlässiger Tötung (wrongful death lawsuit) gegen mehrere verantwortliche Parteien vor. Die Klagen richten sich Berichten zufolge gegen UPS Airlines selbst, den Triebwerkshersteller GE Aerospace sowie den Flugzeughersteller Boeing, als Rechtsnachfolger von McDonnell Douglas, dem ursprünglichen Hersteller der MD-11. Bei dem tragischen Unfall waren 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter die dreiköpfige Crew und elf Personen am Boden, nachdem das linke Triebwerk des Frachters unmittelbar nach dem Start abriss und das Flugzeug in ein Industriegebiet stürzte. Der Zwischenbericht der National Transportation Safety Board (NTSB) enthüllte bereits Hinweise auf Materialermüdung am Flugzeug. Die juristischen Schritte unterstreichen die kritische Debatte über die Sicherheit und das Lebensende älterer Frachtflugzeuge und stellen die Frage, ob die Rentabilität über die Sicherheit der Öffentlichkeit gestellt wurde. Die Anklagepunkte: Fahrlässigkeit gegen Fluggesellschaft und Hersteller Die ersten Klagen wegen fahrlässiger Tötung werden von Anwaltskanzleien eingereicht, die die Familien von zwei Opfern des Absturzes vom 4. November vertreten. Konkret vertreten Clifford Law Offices aus Chicago und Sam Aguiar aus Louisville die Familien von Angela Anderson, einer 45-jährigen Mutter und Kundin eines getroffenen Unternehmens, sowie von Trina Chavez, einer 37-jährigen Mutter und Angestellten bei Grade A Auto Parts. Die Klageschrift erhebt den Vorwurf der Fahrlässigkeit gegen UPS und UPS Air. Darüber hinaus werden GE Aerospace als Hersteller des CFM 6-Triebwerks und Boeing als Nachfolger von McDonnell Douglas, dem ursprünglichen Konstrukteur der MD-11, in die Verantwortung genommen. Ein weiterer Beteiligter

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Air Baltic wirbt gezielt um Personal des Konkurrenten Smart Lynx

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic veranstaltet am 10. Dezember 2025 einen virtuellen Informationstag, der sich gezielt an die Mitarbeiter des Konkurrenten Smart Lynx Airlines richtet. Bei diesem sogenannten Online-Open-Day haben Luftfahrtprofis die Möglichkeit, sich direkt mit dem Personalmanagement (HR-Team) von Air Baltic auszutauschen und detaillierte Informationen über aktuelle Stellenangebote sowie den Bewerbungsprozess zu erhalten. Diese ungewöhnliche, direkte Ansprache des Personals eines anderen Unternehmens unterstreicht den hohen Bedarf an qualifiziertem Personal in der Luftfahrtbranche. Die Initiative von Air Baltic zielt darauf ab, Mitarbeiter aus einem breiten Spektrum von Smart Lynx abzuwerben. Vorgestellt werden offene Positionen in nahezu allen Geschäftsbereichen der Airline. Dazu gehören klassische luftfahrtspezifische Bereiche wie Cockpit, Kabine, Technik und Operations. Darüber hinaus sucht Air Baltic auch qualifiziertes Personal für verschiedene Büropositionen in Schlüsselabteilungen wie IT, E-Commerce, Revenue Management, Personalwesen (HR) und Finanzen. Das Unternehmen baut seine Kapazitäten seit einiger Zeit signifikant aus und benötigt entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Air Baltic verfolgt ambitionierte Wachstumspläne, die eine deutliche Erweiterung ihrer Flotte und die Erschließung neuer Strecken vorsehen. Dieser Wachstumskurs wird maßgeblich durch die Verfügbarkeit von geschultem Personal bestimmt, was den Wettbewerb um Fachkräfte im baltischen Raum verschärft. Smart Lynx Airlines, ebenfalls eine in Lettland ansässige Fluggesellschaft, ist primär im Charter- und Wet-Lease-Geschäft tätig und verfügt über erfahrenes Personal, das für Air Baltic eine attraktive Zielgruppe darstellt, um den eigenen Personalbedarf schnell und effizient zu decken. Derartige gezielte Rekrutierungsmaßnahmen in der Luftfahrt sind ein Indikator für den anhaltenden Fachkräftemangel. Die Durchführung des Online-Open-Day erlaubt es Air Baltic, Mitarbeiter von Smart Lynx diskret und

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FAA ordnet Zwangskontrollen für Boeing 717 an: Landegestellsicherungen müssen wegen Rissbildung geprüft werden

Die Federal Aviation Administration (FAA), die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika, hat eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive, AD) für die Boeing 717 erlassen. Die Anweisung schreibt zwingend wiederholte Inspektionen der oberen Verriegelungsbaugruppe des Bugfahrwerks (upper lock link assembly) auf Rissbildung vor. Auslöser für diese Maßnahme war die Untersuchung eines schweren Zwischenfalls im Juni 2023, bei dem eine Boeing 717 von Delta Air Lines ohne ausgefahrenes Bugfahrwerk landen musste. Die AD betrifft knapp 100 aktive Boeing 717 in den Flotten von Delta Air Lines und Hawaiian Airlines. Angesichts des hohen Alters der Maschinen und der intensiven Nutzung auf Kurzstreckenrouten stellt die zusätzliche Wartungsbelastung für die Fluggesellschaften einen signifikanten Kostenfaktor dar, der die bereits diskutierte Ausmusterung der Flugzeugmodelle beschleunigen könnte. Die AD tritt am 2. Januar 2026 in Kraft. Der Notfall, der zur Inspektion führte Der Vorfall, der die FAA-Anweisung auslöste, ereignete sich am 28. Juni 2023, als eine Delta Boeing 717 den Anflug auf den Charlotte Douglas International Airport absolvierte. Das Bugfahrwerk ließ sich nicht ausfahren. Nach vergeblichen Versuchen der Piloten, das Fahrwerk manuell auszufahren, landete das Flugzeug letztendlich nur auf dem Hauptfahrwerk, wobei die Flugzeugnase ungestützt auf dem Boden aufsetzte. Dank der professionellen Flugführung gab es unter den 104 Personen an Bord keine Verletzten. Die Passagiere wurden nach dem Aufsetzen sicher über Notrutschen evakuiert. Der abschließende Bericht des National Transportation Safety Board (NTSB) identifizierte die Ursache des Vorfalls als einen Ermüdungsriss in der oberen Verriegelungsbaugruppe des Fahrwerks. Dieser Riss verhinderte das ordnungsgemäße Ausfahren des Fahrwerks. Die Untersuchung ergab, dass

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