Dezember 5, 2025

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Dezember 5, 2025

Französische Corsair verzeichnet deutlichen Gewinnsprung

Die französische Langstreckenfluggesellschaft Corsair International hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem signifikanten Anstieg des Reingewinns abgeschlossen. Das Unternehmen meldete einen Nettogewinn von 15,2 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresgewinn von gut einer Million Euro darstellt. Auch der operative Gewinn stieg auf 26,4 Millionen Euro, während der Umsatz die Marke von 700 Millionen Euro überschritt und bei 712 Millionen Euro lag. Diese Ergebnisse bestätigen laut Corsair die seit 2020 verfolgte Erneuerungsstrategie der Airline, die sich auf die Modernisierung der Flotte und die Optimierung des Netzwerks konzentriert hat. Obwohl Corsair im Berichtszeitraum sechs Prozent weniger Flüge durchführte, gelang es dem Unternehmen, den Sitzladefaktor um 2,4 Prozentpunkte zu verbessern. Die Reduzierung der Flüge war unter anderem auf die Einstellung der Strecke Paris-Montreal sowie auf betriebliche Herausforderungen durch Unruhen in den französischen Überseegebieten und wetterbedingte Ereignisse wie den Zyklon Chido zurückzuführen. Trotz dieser Beeinträchtigungen stützten höhere Durchschnittserlöse, ein robustes Geschäft in der Premiumklasse und ein starker Frachtumsatz das positive Finanzergebnis. Das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres wird von der Airline als besonders erfolgreich bewertet. Die Strategie von Corsair International, die nach einer Umstrukturierung und dem Einstieg neuer Eigentümer Ende 2020 neu ausgerichtet wurde, scheint sich auszuzahlen. Im Fokus der Erneuerung stand unter anderem die Flottenumstellung auf moderne, einheitliche Flugzeuge des Typs Airbus A330neo, um die Effizienz zu steigern. Die Airline konzentriert sich auf profitable Langstreckenverbindungen, insbesondere zu den französischen Überseedepartements in der Karibik und im Indischen Ozean sowie nach Westafrika. Diese Spezialisierung auf das touristische Geschäft und die Anbindung der französischen Überseegebiete

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Defektes Bauteil löst Triebwerksabschaltung bei Air New Zealand A320neo aus

Ein defektes Bauteil in einem Feuerlösch-Bedienfeld führte zu einer ungeplanten Triebwerksabschaltung (uncommanded engine shutdown) an Bord eines Airbus A320neo der Air New Zealand im Dezember 2024. Zu diesem Ergebnis kam die neuseeländische Untersuchungsbehörde für Transportunfälle (TAIC) in ihrem Zwischenbericht. Der Vorfall, bei dem Flug NZ249 über der Tasmanischen See auf dem Weg von Wellington nach Sydney in eine Notlage geriet und sicher nach Auckland umgeleitet wurde, hat weitreichende Konsequenzen: Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat daraufhin eine Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive) erlassen, die die Inspektion und gegebenenfalls den Austausch der betroffenen Feuerlöschanlagen in der weltweiten A320-Flotte vorschreibt. Die Ursache des Defekts wurde auf einen bereits vor der Installation verbogenen Haltestift im Steuerschalter zurückgeführt, was auf unsachgemäße Handhabung durch Zulieferer zurückzuführen ist. Der Vorfall beleuchtet die kritische Bedeutung der Komponentenqualität und -prüfung in der Luftfahrtlogistik. Der Beinahe-Zwischenfall: Ungeplante Notlage über der Tasmanischen See Der Vorfall ereignete sich am 1. Dezember 2024, als der Airbus A320neo (Registrierung ZK-NHA) der Air New Zealand, der planmäßig den Passagierflug NZ249 von Wellington nach Sydney durchführte, etwa 40 Minuten nach dem Start ein kritisches Problem meldete. Eines der beiden Pratt & Whitney PW1127GA-JM Triebwerke schaltete sich unvermittelt ab, ohne dass die Piloten eine Eingabe getätigt hatten. Die Besatzung erklärte umgehend den Notfall und leitete das Flugzeug nach Auckland um, wo es sicher landen konnte; es gab keine Verletzten unter den Passagieren und der Crew. Die nach der Landung durchgeführte Untersuchung durch Airline-Ingenieure brachte die unmittelbare Ursache ans Licht: Der Druckknopfschalter zur Aktivierung der Triebwerksfeuerlöschanlage befand sich in der

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Sternekoch Glenn Verhasselt übernimmt für Brussels Airlines

Brussels Airlines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa, hat den renommierten Koch Glenn Verhasselt zum neuen Star Chef der Airline ernannt. Verhasselt, der das Zwei-Sterne-Restaurant Sir Kwinten in Lennik, Flandern, führt, wird ab Januar 2026 exklusive Menüs für die Business Class auf Langstreckenflügen kreieren. Er tritt damit die Nachfolge von Arabelle Meirlaen an. Verhasselt ist der sechzehnte Sternekoch in diesem Programm, das die Fluggesellschaft bereits seit 2013 etabliert hat, um belgische Spitzenküche hoch über den Wolken zu präsentieren. Der neue Star Chef ist in der belgischen Gastronomieszene eine feste Größe. Sein Restaurant Sir Kwinten wurde 2024 mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet und Verhasselt selbst wurde 2025 vom Gault&Millau zum „Koch des Jahres“ gekürt. Seine Küchenphilosophie basiert auf Reinheit, Authentizität und absoluter Produktqualität, wobei er traditionelle Techniken mit einer zeitgenössischen Vision verbindet und dabei oft Produkte aus seiner Heimatregion Pajottenland in den Fokus rückt. Verhasselt hat bereits durchblicken lassen, dass die Gerichte für die Airline seine Handschrift tragen sollen und für die besonderen Bedingungen an Bord konzipiert sind, um den Passagieren einen Eindruck der belgischen Haute Cuisine zu vermitteln. Das kulinarische Konzept von Brussels Airlines umfasst auf Langstreckenflügen in der Business Class ein Drei-Gänge-Menü, ergänzt durch eine Auswahl an Käse und einem Dessert. Ein Blick auf die bereits veröffentlichten Pläne für Verhasselts Menü verrät Gerichte wie Grünkohl-Cannelloni mit Austernpilzen und Geflügel als Hauptspeise oder Frühlingsrollen mit geräuchertem Aal als Vorspeise. Begleitet werden die Kreationen von einer sorgfältig ausgewählten Wein- und Bierauswahl, die unter anderem von einem Master of Wine und einem Biersommelier zusammengestellt

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Lufthansa erhöht Distribution Cost Charge für Amadeus und Sabre

Die Netzwerk-Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe passen ihre Vertriebsstrategie weiter an und erhöhen zum 1. Januar 2026 die sogenannte Distribution Cost Charge (DCC) für Flugtickets, die über die globalen Distributionssysteme (GDS) von Amadeus und Sabre gebucht werden. Die Zusatzgebühr, die bei der Einführung vor über zehn Jahren für erhebliche Kontroversen in der Reisebranche sorgte, steigt um 50 Cent pro Ticket. Dieser Schritt wird vom Konzern mit der Notwendigkeit begründet, die GDS-Kosten verursachungsgerecht an die Vertriebspartner weiterzugeben und Währungsschwankungen auszugleichen. Die Gebührenerhöhung gilt für die Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Swiss und Air Dolomiti. Die Anpassung signalisiert die anhaltende Bestrebung der Airline-Gruppe, die Kontrolle über ihre Vertriebskanäle zu stärken und gleichzeitig die Kosten für die Nutzung der teureren Altsysteme teilweise auf die buchenden Partner abzuwälzen. Die Entwicklung der Distribution Cost Charge (DCC) Die Einführung der Distribution Cost Charge durch die Lufthansa-Gruppe markierte im September 2015 einen Wendepunkt in der globalen Airline-Distribution. Ziel dieser Gebühr war es, die hohen Kosten zu kompensieren, die den Fluggesellschaften für die Nutzung der GDS – der zentralen Buchungssysteme für Reisebüros und Online-Reiseagenturen – entstehen. Die GDS-Anbieter Amadeus, Sabre und Travelport verlangen von den Airlines für jede Buchung und jede Transaktion eine Gebühr, die traditionell einen erheblichen Kostenfaktor für die Fluggesellschaften darstellt. Die Lufthansa-Gruppe argumentierte von Anfang an, dass diese Kostenstrukturen veraltet und nicht effizient seien. Mit der jetzigen Anpassung zum 1. Januar 2026 (maßgeblich ist das Datum der Ticketausstellung) erhöht sich die DCC für Amadeus-Buchungen auf 18 Euro pro Ticket und für Sabre-Buchungen auf 22,50 Euro. Die

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Flybondi ordert 25 neue Flugzeuge von Airbus und Boeing

Die argentinische Billigfluggesellschaft Flybondi hat umfangreiche Flugzeugbestellungen bei den Herstellern Airbus und Boeing bekannt gegeben. Das Gesamtvolumen der Investition beläuft sich auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar. Die Bestellung umfasst 15 Maschinen des Typs Airbus A220-300 sowie zehn Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 10. Für beide Flugzeugmodelle wurden zudem Optionen für jeweils weitere fünf Jets vereinbart. Diese strategische Flottenerweiterung soll das Wachstum der Airline sowohl auf dem Heimatmarkt Argentinien als auch in neuen Zielgebieten in Lateinamerika und der Karibik vorantreiben. Die Auslieferung der bestellten Flugzeuge ist für den Zeitraum zwischen 2027 und 2030 vorgesehen. Die Airbus A220-300 sollen von 2027 bis 2029 in die Flotte integriert werden, während die Boeing 737 Max 10 zwischen 2027 und 2030 folgen. Ein bemerkenswerter Aspekt der Bestellung ist die Entscheidung für den Airbus A220-300, der Flybondi zur ersten Betreiberin dieses Typs in Lateinamerika macht. Der A220-300 ist bekannt für seine Effizienz im Regionalverkehr und tritt in direkte Konkurrenz zu Modellen des brasilianischen Herstellers Embraer. Die aktuell aus 14 Jets des Typs Boeing 737-800 bestehende Flotte der Airline wird durch diese neuen, modernen Flugzeuge signifikant erweitert und erneuert. Die Finanzierung dieser Großbestellung wird durch COC Global Enterprise, den Hauptinvestor von Flybondi, gesichert. Die Entscheidung für eine Mischflotte aus Airbus und Boeing spiegelt die Strategie der Airline wider, Flexibilität bei der Streckenplanung und Kapazitätsanpassung zu gewährleisten. Die Boeing 737 Max 10 ist das größte Modell der 737 Max-Familie und bietet eine höhere Passagierkapazität für stark frequentierte Routen, während der Airbus A220-300 optimal für die Erschließung neuer,

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Flughafen Kopenhagen verzeichnet passagierstärksten November

Der Flughafen Kopenhagen (CPH) hat im abgelaufenen November einen neuen Passagierrekord aufgestellt und damit seine Position als führendes Drehkreuz in der nordischen Region gefestigt. Insgesamt wurden 2,42 Millionen Reisende abgefertigt, was einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Verantwortlich für diesen Zuwachs war primär ein deutlicher Anstieg des Umsteige- und Inlandsverkehrs. Die Fluggesellschaften bieten in diesem Winter den größten Flugplan in der Geschichte des Flughafens an, was sich in den Passagierzahlen widerspiegelt. Besonders herausragend war das Wachstum im Transferverkehr, der im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent zunahm. Mittlerweile nutzt jeder vierte Passagier Kopenhagen als Umsteigeflughafen. Dieses starke Transferwachstum fördert die globale Erreichbarkeit Dänemarks und trägt zur Unterstützung ausländischer Investitionen bei. Der kommerzielle Direktor des Flughafens, Peter Krogsgaard, betonte, dass der Umsteigetrend die Verbindungen nach Europa sowie die Interkontinentalstrecken nach Nordamerika und Asien stärke und somit zur Aufrechterhaltung von Routen beitrage, die allein mit lokaler Nachfrage nicht tragfähig wären. Die meisten Umsteiger kommen aus Dänemark, Schweden und Norwegen, aber auch Reisende aus Deutschland, Italien und Polen nehmen vermehrt den Weg über CPH. Auch der Inlandsverkehr erlebte einen bedeutenden Aufschwung, mit einem Plus von 23 Prozent im November im Vergleich zum Vorjahr. Die Attraktivität des Flughafens wird durch erweiterte Langstreckenoptionen im Winterflugplan gesteigert. So wurden die Verbindungen nach Asien ausgebaut: Shanghai ist zurück im Streckennetz, die Nachfrage für Japan wächst, und neue Direktflüge nach Mumbai und Seoul wurden etabliert. Zusätzlich wird Mitte Dezember eine historische Verbindung eröffnet, wenn Vietnam Airlines die erste direkte Flugroute zwischen Dänemark und Vietnam mit

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Hi Fly landet erstmals Airbus A330 in der Antarktis: Ein Meilenstein in der Polarluftfahrt

Die portugiesische Charterfluggesellschaft Hi Fly hat ein neues Kapitel in ihren Antarktis-Operationen aufgeschlagen und einen weiteren Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte gesetzt: Am 1. Dezember 2025 gelang erstmals die sichere Landung eines Airbus A330 auf der Wolf’s Fang Runway in der Antarktis. Dieser Erfolg folgt nur einen Monat, nachdem die Airline fünf Jahre kontinuierlicher Antarktis-Operationen feierte. Die erfolgreiche Einführung des zweistrahligen Großraumflugzeugs unterstreicht das Engagement von Hi Fly für operationelle Exzellenz und die Weiterentwicklung der Polarluftfahrt unter extremen Bedingungen. Die Landung wurde von Kapitän Carlos Mirpuri, dem Vize-Vorsitzenden von Hi Fly, persönlich durchgeführt und markiert eine wichtige technologische und logistische Entwicklung, die durch verbesserte Bodenausrüstung vor Ort ermöglicht wurde. Die neue Einsatzfähigkeit des A330 eröffnet in der laufenden Saison 2025/2026 im Rahmen der Partnerschaft mit dem Logistikunternehmen White Desert neue, effizientere Transportmöglichkeiten zum entlegensten Kontinent der Welt. Die Erstlandung des A330 auf der „Blau-Eis-Landebahn“ Die historische Landung fand am 1. Dezember 2025 um 23:59 Uhr Ortszeit statt. Die eingesetzte Maschine war der Airbus A330-302 mit der Registrierung 9H-HFI, ausgestattet mit General Electric-Triebwerken. Der Flug startete, wie alle Antarktis-Missionen von Hi Fly, in Kapstadt, Südafrika. Als Landepunkt diente die sogenannte Wolf’s Fang Runway, eine Landebahn, die direkt auf einer dicken Schicht aus „blauem Eis“ präpariert wurde. Diese Art von Landebahn, die auf festem Gletschereis liegt, stellt extrem hohe Anforderungen an die Piloten und die Flugzeugsysteme, da die Oberfläche weniger nachgiebig und die Bremsbedingungen unvorhersehbarer sind als auf herkömmlichem Beton oder Asphalt. Kapitän Carlos Mirpuri, der das Flugzeug auf dem Antarktischen Kontinent sicher

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ITA Airways startet Direktverbindung zwischen Rom und Houston

ITA Airways, die italienische nationale Fluggesellschaft, nimmt ab Mai 2026 eine neue Interkontinentalstrecke in ihr Programm auf. Die Verbindung wird Rom-Fiumicino (FCO) und Houston (IAH) erstmals direkt miteinander verknüpfen und stellt eine wichtige Ergänzung des Langstreckenprogramms für den Sommer 2026 dar. Zunächst sind ab dem 1. Mai 2026 drei wöchentliche Flüge geplant, die Frequenz wird jedoch ab Juni bis Ende Oktober auf fünf wöchentliche Umläufe erhöht. Diese Expansion unterstreicht die wachsende Bedeutung des nordamerikanischen Marktes für ITA Airways. Zum Einsatz auf der neuen Route kommt der Airbus A330-900, das modernste Langstreckenmuster der Flotte. Die Fluggesellschaft betont die fortschrittliche Technologie und das Kabinendesign im italienischen Stil. Mit Houston erweitert ITA Airways ihr nordamerikanisches Netzwerk auf insgesamt neun Ziele. Zuvor wurden bereits New York, Boston, Miami, Los Angeles, San Francisco und Washington D.C. angeflogen, ergänzt durch saisonale Verbindungen nach Chicago und Toronto. Diese Strategie zur Stärkung der Präsenz in den USA gilt als entscheidend für die Ertragskraft der Airline. Der Start der Verbindung nach Houston wurde von offizieller Seite in den USA begrüßt. Bürgermeister John Whitmire betonte, der direkte Link nach Rom werde die kommerziellen, diplomatischen und kulturellen Beziehungen mit Italien vertiefen. Auch Jim Szczesniak, der Leiter des Luftfahrtressorts in Houston, bezeichnete die Eröffnung als entscheidenden Moment, der neue Investitionen und Tourismus ankurbeln werde. Passagiere, die über Rom reisen, profitieren von umfangreichen Anschlussmöglichkeiten innerhalb Italiens, da ITA Airways von Fiumicino aus 16 Ziele und von Mailand-Linate aus weitere zwölf Destinationen bedient. ITA-CEO Joerg Eberhart hob hervor, dass die Langstreckenoperationen essenziell für die

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Frankreich bestätigt indisches Interesse an 114 Rafale-Jets

Das französische Ministerium der Streitkräfte hat unbeabsichtigt die weitreichenden Beschaffungspläne Indiens für das Kampfflugzeug Rafale offengelegt. In einer Analyse, die kurz nach der Veröffentlichung aus dem öffentlichen Zugriff entfernt wurde, bestätigte das Ministerium das indische Interesse an der Übernahme von 90 Rafale F4-Kampfjets sowie einer zusätzlichen Option auf 24 Exemplare der zukünftigen Version Rafale F5. Obwohl noch kein endgültiger Vertrag unterzeichnet wurde, stellt diese Äußerung die bislang expliziteste offizielle Bestätigung des Umfangs und der technologischen Tiefe des geplanten Rüstungsgeschäfts dar. Die beabsichtigte Beschaffung von insgesamt 114 Flugzeugen erfolgt im Rahmen des indischen Multi-Role Fighter Aircraft (MRFA)-Programms und wird durch den jüngsten Konflikt mit Pakistan, die sogenannte Operation Sindoor, und den daraus resultierenden Druck auf die indische Geschwaderstärke beschleunigt. Der geplante Kauf stärkt nicht nur die strategische Partnerschaft zwischen Paris und Neu-Delhi, sondern positioniert Indien auch als einen der ersten internationalen Abnehmer für die Rafale F5, eine Kampfplattform der nächsten Generation mit Fokus auf vernetzten Operationen. Die französische Bestätigung und der Kontext der Desinformation Die überraschende Bestätigung der indischen Beschaffungsabsichten durch das französische Ministerium der Streitkräfte erfolgte in einem ungewöhnlichen Kontext. Das Ministerium reagierte mit seiner Analyse auf eine koordinierte Desinformationskampagne, die China und Pakistan nach dem Verlust eines indischen Rafale-Jets während der Operation Sindoor im Mai 2025 lanciert hatten. Ziel dieser Kampagne war es, die Leistungsfähigkeit der französischen Flugzeuge in Zweifel zu ziehen und chinesische Waffensysteme als überlegen darzustellen. Dabei wurden in staatsnahen chinesischen und pakistanischen Kanälen gefälschte Bilder, mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Visualisierungen und sogar Videospiel-Screenshots verbreitet, die angebliche

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Pilotenmangel bei IndiGo führt zu hunderten Flugausfällen in Indien

Die größte indische Fluggesellschaft IndiGo sah sich am Mittwoch mit weitreichenden Betriebsstörungen konfrontiert, die zur Streichung von mindestens 150 Flügen und zahlreichen Verspätungen führten. Auslöser für die massiven Einschränkungen war ein Mangel an verfügbarem Flugpersonal, ausgelöst durch neue, staatlich verordnete Ruhezeitregelungen für Piloten. Tausende Passagiere waren an den wichtigsten Drehkreuzen des Landes, darunter Neu-Delhi, Mumbai, Hyderabad und Bengaluru, von den Ausfällen betroffen. Berichten von Flughafenquellen zufolge herrschten an den IndiGo-Schaltern chaotische Zustände, da frustrierte Reisende mit sich ständig ändernden Abflugzeiten und wiederholten Gate-Wechseln zu kämpfen hatten. Mehrere Flughafenvertreter und ein IndiGo-Pilot bestätigten, dass die Airline nach der Einführung neuer Vorschriften zur Minderung der Pilotenermüdung unter Crew-Engpässen leide. Diese neuen Arbeitszeit- und Ruhezeitbeschränkungen, die von der indischen Regierung am 1. Juli und 1. November umgesetzt wurden, verlängern die zwingend vorgeschriebenen Ruhezeiten. Dies erschwert die Einsatzplanung erheblich, insbesondere da IndiGo täglich über 2.200 Flüge durchführt und ihre internationale Expansion fortsetzt. In einer Stellungnahme räumte IndiGo ein, dass der Flugbetrieb in den letzten zwei Tagen „erheblich gestört“ gewesen sei. Das Unternehmen nannte eine Kombination aus widrigen Wetterbedingungen, Überlastung der Flughäfen und der Umsetzung der neuen Dienstplanregeln als Ursachen. Diese hätten einen „negativen, sich verstärkenden Effekt“ gehabt, der nicht vorhersehbar gewesen sei. Allein am Flughafen Bengaluru wurden am Mittwoch 62 IndiGo-Flüge gestrichen. Die Pünktlichkeit der Airline stürzte am Dienstag auf nur noch 35 Prozent, den schlechtesten Wert unter indischen Fluggesellschaften, im Vergleich zu den üblichen Werten von über 80 Prozent. Die aktuellen Turbulenzen ereignen sich zu einem Zeitpunkt, an dem Indien bestrebt ist, seinen

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