Dezember 5, 2025

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Dezember 5, 2025

Australisches Verteidigungsministerium prüft Übergabe von Airbus Tiger Kampfhubschraubern an Kiew

Die australische Regierung erwägt die Lieferung von ausgemusterten Airbus Tiger Kampfhubschraubern an die Ukraine. Dies geht aus einem Bericht der Australian Broadcasting Corporation (ABC) vom 3. Dezember 2025 hervor. Die Beratungen erfolgen parallel zur Ankündigung eines neuen Militärhilfepakets in Höhe von 95 Millionen australischen Dollar (etwa 64 Millionen US-Dollar) und zusätzlichen Sanktionen gegen Russland. Kiew hat Canberra demnach direkt um die Überstellung eines Teils der Tiger-Flotte gebeten, da die australische Armee in Kürze mit der Umstellung auf den moderneren Boeing AH-64E Apache Guardian beginnt. Eine Entscheidung über die Helikopter wird voraussichtlich separat von den jüngsten finanziellen Zusagen behandelt. Sollte die Übergabe beschlossen werden, würde sie einen signifikanten Beitrag zur Stärkung der Luftkampfkapazitäten der ukrainischen Streitkräfte leisten. Strategische Optionen in Canberra: Die Prüfung der Hubschrauber-Übertragung Australien betreibt derzeit 22 Exemplare des Airbus Tiger, die Mitte der 2000er Jahre in Dienst gestellt wurden. Die ursprünglich in der Version ARH (Armed Reconnaissance Helicopter) beschafften Maschinen sind planmäßig für die Außerdienststellung im Jahr 2028 vorgesehen. Die ABC berichtete jedoch, dass dieser Zeitplan beschleunigt werden könnte, um den Übergang zur Apache-Flotte reibungsloser zu gestalten. Die Prüfung der möglichen Überstellung der Tiger an die Ukraine reiht sich in eine Reihe von Entscheidungen westlicher Staaten ein, die älteres, aber noch funktionsfähiges militärisches Gerät aus den eigenen Beständen an Kiew liefern, um dessen Verteidigungsfähigkeit zu stützen. Im Gegensatz zu direkten finanziellen Hilfen oder dem Transport von bereits zugesagter Munition und Ausrüstung stellt die potenzielle Lieferung von Angriffshubschraubern eine höherwertige, wenngleich logistisch anspruchsvollere Form der Unterstützung dar. Die australische

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Polen beschafft Airbus A330 Tankflugzeuge mit EU-Mitteln

Polen hat nach fast zehnjähriger Verzögerung die Beschaffung von Airbus A330 Multi-Role Tanker Transport (MRTT) Flugzeugen eingeleitet. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gab bekannt, dass der Kauf über das neue EU-Programm Security Action for Europe (SAFE) finanziert werden soll. Im Rahmen dieses Programms ist Warschau berechtigt, zinsgünstige Darlehen in Höhe von rund 44 Milliarden Euro für Verteidigungsinvestitionen zu erhalten. Mit dieser Entscheidung unterstreicht die polnische Regierung ihren Willen, eine entscheidende Fähigkeitslücke in der Luftwaffe zu schließen. Die Notwendigkeit zur Luftbetankung war kürzlich durch einen Vorfall unterstrichen worden, als russische Drohnen in den polnischen Luftraum eindrangen. Dabei mussten polnische F-16 Kampfjets lange Strecken zur Ostgrenze zurücklegen und waren auf die Betankung durch einen NATO-Tanker in der Luft angewiesen. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz bezeichnete die Fähigkeit zur Luftbetankung als Schlüsselkapazität für die polnische Luftwaffe. Die Beschaffung von drei bis vier Tankflugzeugen stand bereits Ende 2023 unter der Regierung von Premierminister Donald Tusk zur Debatte und wird nun konkretisiert. Die Plattform des Airbus A330 MRTT zeichnet sich durch ihre hohe Vielseitigkeit aus. Abgesehen von der reinen Tankerfunktion mit einer Kapazität von rund 110 Tonnen Treibstoff und einer Reichweite von nahezu 15.000 Kilometern kann das Flugzeug flexibel eingesetzt werden. Je nach Konfiguration ist es in der Lage, etwa 45 Tonnen Fracht oder bis zu 300 Passagiere zu transportieren. Offizielle Stellen betonen, dass diese Flexibilität für die Evakuierung von Bürgern aus Krisengebieten oder zur Unterstützung anderer Langstreckenmissionen von entscheidender Bedeutung ist. Polen hatte sich im Jahr 2016 aus einer gemeinsamen europäischen Initiative zur Etablierung einer multinationalen MRTT-Flotte zurückgezogen und

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Der Thron in Neonlicht: Maria Theresia als Kaiserin der Popkultur im Ronacher

Die Vereinigten Bühnen Wien wagen sich mit „Maria Theresia – Das Musical“ an eine der komplexesten und prägendsten Figuren der österreichischen Geschichte. Das im Ronacher uraufgeführte Werk stellt sich nicht nur dem historischen Gewicht der ersten weiblichen Monarchin der Habsburgermonarchie, sondern auch dem unvermeidlichen Vergleich mit früheren VBW-Erfolgen, insbesondere dem Kultmusical Elisabeth. Intendant Christian Struppeck und sein Kreativteam präsentieren eine moderne Inszenierung, die bewusst mit den Konventionen des Historienmusicals bricht, um eine „Kaiserin der Popkultur“ zu erschaffen. Das Ergebnis ist ein bildgewaltiges, fast dreistündiges Spektakel, das technische Opulenz und einen modernen Soundmix aus Rap, Pop und klassischen Musicalsounds vereint. Die Produktion ist ein ambitioniertes Unterfangen, das sich zwischen der tiefen historischen Erzählung von Macht, Liebe und Reform und dem Wunsch nach einem zeitgemäßen, dynamischen Bühnenerlebnis bewegt. Wo das Stück an visueller Kraft und darstellerischer Intensität überzeugt, lässt es in der musikalischen Profilierung und der psychologischen Durchdringung der Hauptfigur gelegentlich Wünsche offen. Es ist ein glänzendes, bisweilen überfrachtetes Denkmal für eine Frau, die in einer von Männern dominierten Welt ihren eigenen Weg ging – und die Frage aufwirft, wie viel Authentizität für die Inszenierung einer Ikone geopfert werden darf. Ein historisches Erbe im zeitgenössischen Gewand Das Musical widmet sich der zentralen Herausforderung Maria Theresias: der Übernahme eines maroden Reiches im Angesicht europäischer Mächte, die ihre Herrschaft von Anfang an infrage stellten. Die historische Maria Theresia (1717–1780) war bekannt für ihren strategischen Weitblick, ihre weitreichenden Reformen und ihre Rolle als liebende Ehefrau und Mutter von sechzehn Kindern. Das Buch des Musicals, dessen

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AJet erweitert Flotte um zehn Boeing 737 Max 8

Die türkische Billigfluggesellschaft AJet, eine Tochtergesellschaft von Turkish Airlines, hat einen Leasingvertrag über zehn zusätzliche Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 abgeschlossen. Der Vertrag mit dem Leasinggeber DAE Capital (Dubai Aerospace Enterprise) umfasst fabrikneue Maschinen, deren Auslieferung für die Jahre 2026 und 2027 geplant ist. Mit dieser signifikanten Erweiterung treibt AJet ihre Flottenmodernisierung und Kapazitätssteigerung voran, um ihre Position als wachsender Akteur im Low-Cost-Segment weiter zu festigen. Die Bestellung der neuen Boeing 737 Max 8 stellt eine Fortsetzung der bisherigen Flottenstrategie von AJet dar, die bereits auf dieses Muster setzt. Aktuell betreibt die Airline zehn eigene 737 Max 8. Zusätzlich sind sieben weitere Maschinen dieses Typs im Einsatz, die noch unter dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) der Muttergesellschaft Turkish Airlines geführt werden. Die 737 Max 8 gilt als wichtiges Arbeitspferd im Kurz- und Mittelstreckensegment und wird von der Airline genutzt, um ihr dichtes Netzwerk vom Heimatflughafen Istanbul Sabiha Gökçen (SAW) aus zu bedienen. Der Abschluss des Leasingvertrags mit DAE Capital, einem der weltweit größten Flugzeug-Leasinggeber, unterstreicht das internationale Vertrauen in die Wachstumspläne von AJet. DAE Capital ist ein wichtiger Partner der globalen Luftfahrtindustrie und stellt sicher, dass AJet die notwendige Finanzierung für die Flottenerweiterung erhält. Die neuen Flugzeuge werden eine wichtige Rolle bei der Expansion der Fluggesellschaft in der Türkei und über die Landesgrenzen hinaus spielen, insbesondere im Hinblick auf die steigende Nachfrage im touristischen Verkehr der Region. AJet, die Anfang 2024 aus der früheren Turkish Airlines Marke AnadoluJet hervorgegangen ist, hat den Übergang zu einem unabhängigen, auf das Low-Cost-Geschäftsmodell ausgerichteten

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Hohe Parkgebühren: Air India entdeckt stillgelegten Boeing 737 nach 13 Jahren auf Rollfeld wieder

Ein ungewöhnlicher Fall von institutioneller Amnesie hat die indische Luftfahrtbehörde und Air India beschäftigt: Die Fluggesellschaft hat auf dem Flughafen Kolkata (Kalkutta) einen seit 13 Jahren vergessenen Boeing 737-200 Jet wiederentdeckt. Das Flugzeug, registriert unter VT-EHH, war 2012 stillgelegt und auf einem entlegenen Rollfeld abgestellt worden. Aufgrund administrativer Versäumnisse, Personalwechsel und lückenhafter Aufzeichnungen geriet das Flugzeug im Laufe der Jahre vollständig aus dem internen Bestandsregister von Air India. Erst als die Flughafenverwaltung von Kolkata die Fluggesellschaft zur Entfernung des Flugzeugs aufforderte, wurde das kuriose Verschwinden und Wiederauftauchen des Jets öffentlich. Die späte Entdeckung hatte erhebliche finanzielle Folgen, da Air India für die gesamte Dauer der Stilllegung mit Parkgebühren in Höhe von fast einer Million Rupien (etwa 120.000 US-Dollar) zur Kasse gebeten wurde. Die Causa VT-EHH: Ein Flugzeug gerät in Vergessenheit Die Geschichte der Boeing 737-200 mit der Registrierung VT-EHH ist bemerkenswert. Der 43 Jahre alte Jet, der ursprünglich 1982 ausgeliefert wurde, blickt auf eine ungewöhnlich lange und vielseitige Dienstzeit zurück. Er flog zunächst für Indian Airlines, wurde ab 1998 an Alliance Air verleast und kehrte 2007 für Frachtoperationen zurück. Zuletzt diente er der indischen Post als Frachter, bevor er 2012 außer Dienst gestellt und auf dem Flughafen Kolkata abgestellt wurde. Das Problem des Vergessens begann mit dem Stillstand. Berichten der indischen Presse zufolge führten eine Reihe von administrativen Lücken dazu, dass das Flugzeug aus den internen Aufzeichnungen der Fluggesellschaft verschwand. Die Verwirrung wurde offenbar durch frühere Fusionen, an denen Indian Airlines und Air India beteiligt waren, sowie durch die spezifische

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Kanadische Luftfahrtaufsicht verschärft Wartungsvorschriften für Airbus A220

Die kanadische Luftfahrtaufsichtsbehörde Transport Canada hat ihre Wartungsvorgaben für den Flugzeugtyp Airbus A220 signifikant verschärft. Hintergrund ist ein seit längerem bekanntes Korrosionsproblem an den sogenannten Vorflügelschienen („Slat Tracks“), dessen bisherige Korrekturmaßnahmen als „unzureichend“ eingestuft wurden. Die aktuelle Lufttüchtigkeitsanweisung reagiert auf die Gefahr, die von einem potenziellen Versagen der Schienen ausgeht, und verpflichtet Betreiber zu strengeren Inspektionszyklen und -verfahren. Das Problem des übermäßigen Verschleißes und der Korrosion an den Vorflügelschienen des A220 begleitet die Betreiber bereits seit 2021. Damals hatte Transport Canada in einer Lufttüchtigkeitsanweisung erstmals auf die Mängel hingewiesen. Als ursprüngliche Ursachen wurden eine „unzureichende Schmierung“ der Mechanik bereits während der Produktion sowie ein zu großzügig bemessenes Nachfettungsintervall des Herstellers Airbus Canada identifiziert. Obwohl der Hersteller mit einem Service Bulletin gegensteuerte, hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Rostprobleme dadurch nicht dauerhaft behoben wurden. Die kanadische Aufsichtsbehörde begründet die erneute Verschärfung damit, dass nicht-invasive Testprotokolle und eine „mehrdeutige“ Formulierung des ursprünglichen Service Bulletins dazu geführt hätten, dass Wartungen ohne den vollständigen Ausbau der betroffenen Schienen durchgeführt wurden. In der Folge blieben Defektstellen unentdeckt. Transport Canada warnt eindringlich vor den potenziellen Konsequenzen: Ein korrosions- oder verschleißbedingter Abbruch der Vorflügel oder deren Führungsschienen könnte zu „katastrophalen Strukturschäden an den Tragflächen oder anderen Teilen des Flugzeugs“ führen. Die nun erlassenen, verbindlichen neuen Wartungsanweisungen verpflichten A220-Betreiber zur regelmäßigen Überprüfung der Mechanik auf Korrosionsschäden. Konkret müssen die Vorflügelschienen entfettet und nachgeschmiert werden. Diese Inspektionen sind nun alle 2.550 Flugstunden, mindestens aber einmal innerhalb von zwölf Monaten durchzuführen. Die Maßnahme soll die Sicherheit des in

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