Zapfsäule an einer Tankstelle (Foto: Robert Spohr).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Tankstellenpreise ignorieren Rohöl-Tief: ÖAMTC kritisiert Festigung der Spritpreise

Werbung

Trotz des niedrigsten Rohölpreises des Jahres im Oktober sind die Kraftstoffpreise an den Tankstellen im Inland weitgehend unverändert geblieben. Der Preis für OPEC-Rohöl lag im Oktober bei rund 56 Euro je Barrel – dennoch stagnierten die Durchschnittspreise für Super bei 1,503 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,512 Euro pro Liter. Dies entspricht nahezu dem Niveau des Vormonats September, was die Preise den dritten Monat in Folge auf der Stelle treten lässt.

Der ÖAMTC zeigt sich angesichts dieser Entwicklung verwundert und kritisiert die mangelnde Weitergabe des günstigeren Rohöls an die Konsumenten. Nach Angaben des Mobilitätsclubs waren die Preise im Mai des Jahres bei sogar leicht höheren Rohölnotierungen deutlich günstiger: Super kostete damals knapp 1,4 Cent und Diesel sogar vier Cent weniger als im aktuellen Oktober-Durchschnitt. Auch der ARBÖ unterstützt diese Kritik und betont, dass die Autofahrer angesichts international gesunkener Ölpreise und stabiler nationaler Faktoren wie der CO₂-Bepreisung, die im Jahr 2025 bei etwa 15 Cent pro Liter Benzin liegt, zu viel bezahlen.

Unabhängig von den Monatsdurchschnittswerten zeigte die Analyse des ÖAMTC erneut die hohe Preisschwankung im Wochenverlauf. Am Wochenende – insbesondere Samstags und Sonntags – lagen die Durchschnittspreise für Kraftstoffe tendenziell unter 1,50 Euro pro Liter, während sie unter der Woche meist darüber lagen. Die Preisgestaltung wird durch die gesetzliche Regelung beeinflusst, dass Preise zwar jederzeit gesenkt, jedoch nur einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden dürfen. Tankstellen nutzen dies oft, um den Mittagspreis höher anzusetzen und sich so Spielraum für spätere Preissenkungen am Nachmittag und Abend zu schaffen. Der ÖAMTC rät Autofahrern daher, möglichst knapp vor 12 Uhr zu tanken, um die Hochpreisphase nach Mittag zu vermeiden.

Die Festigung der Preise trotz der gesunkenen Rohölkosten verstärkt die Forderungen der Autofahrerclubs nach einer genaueren Beobachtung der Preisentwicklung durch die zuständigen Behörden, um eine faire Preisgestaltung im Inland zu gewährleisten.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung