ATR42-300 (Foto: Alexander Johmann).
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Tansania: Precision Air auf Erholungskurs

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Precision Air, eine führende Regionalfluggesellschaft Tansanias, zeigt Anzeichen einer finanziellen Erholung nach den erheblichen Herausforderungen der vergangenen Jahre. Durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Betriebsoptimierung, Flottenmanagement und Markterweiterung strebt das Unternehmen eine nachhaltige Stabilisierung an.

Im Jahr 2023 verzeichnete Precision Air einen Betriebsverlust von 2,9 Milliarden Tansania-Schilling (ca. 1,1 Millionen US-Dollar), was eine deutliche Reduktion gegenüber dem Verlust von 28,9 Milliarden Schilling im Jahr 2020 darstellt. Diese positive Entwicklung wird auf Verbesserungen in der betrieblichen Effizienz, Kostenoptimierung und einem verstärkten Fokus auf den Kundenservice zurückgeführt. Die Passagierzahlen stiegen von 470.624 im Jahr 2018 auf 481.981 im Jahr 2023, wobei die Auslastung von 53 % auf 65 % zunahm. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 38 % von 97,9 Milliarden auf 134,7 Milliarden Schilling.

Flottenstrategie und technologische Investitionen

Die aktuelle Flotte von Precision Air umfasst fünf ATR 72-500, drei ATR 42-500 und eine ATR 42-600. Das Unternehmen plant, die Flottennutzung zu maximieren und in Zukunft Jets für spezifische Routen einzuführen, um die betriebliche Effizienz weiter zu steigern. Zudem wird in technologische Lösungen investiert, um Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu erhöhen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Expansion in unterversorgte Märkte, wie die kürzlich eingeführte Route nach Iringa zeigt. Diese Strategie zielt darauf ab, die Marktpräsenz zu erhöhen und neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Unterstützung durch staatliche Infrastrukturprojekte spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Herausforderungen und Zukunftsausblick

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die finanzielle Situation von Precision Air angespannt. Im Jahr 2023 wurde ein Nettoverlust von 57,38 Milliarden Schilling (ca. 21,66 Millionen US-Dollar) verzeichnet, und die Gesamtverbindlichkeiten übersteigen die Gesamtaktiva, was zu einem negativen Eigenkapital von 491,2 Milliarden Schilling führte. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung.

Im Vergleich dazu meldete Air Tanzania für das Finanzjahr 2023/24 einen Verlust von 91,8 Milliarden Schilling, was einen Anstieg von 62 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Diese Zahlen unterstreichen die Herausforderungen, mit denen die tansanische Luftfahrtbranche insgesamt konfrontiert ist.

CEO Patrick Mwanri zeigt sich dennoch optimistisch und erwartet, dass Precision Air bis 2026 operativ die Gewinnschwelle erreicht. Bereits jetzt weisen einige Monate auf eine positive Entwicklung hin. Durch die Umsetzung der genannten Strategien und die Fokussierung auf operative Exzellenz strebt das Unternehmen eine nachhaltige Rückkehr zu profitablem Wachstum an.

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