Airbus A321neo (Foto: Fabian Joy/Unsplash).
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Tarifkonflikt zwischen Swiss und Pilotengewerkschaft Aeropers spitzt sich zu

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Die Tarifverhandlungen zwischen der Schweizer Fluggesellschaft Swiss und dem Pilotenverband Aeropers über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) stehen vor erheblichen Hürden.

Nachdem die Mitglieder der Gewerkschaft den derzeitigen Vertrag GAV2023 im November 2025 gekündigt hatten, liefen im April die offiziellen Gespräche für eine Neuregelung an. Da der aktuelle Vertrag Ende 2026 ausläuft, streben beide Seiten rechtzeitige Vereinbarungen an. Das Ziel, vor Ablauf der Frist eine Nachfolgevereinbarung zu erzielen, erscheint derzeit jedoch gefährdet.

Die Vertretung des Cockpitpersonals wirft der Unternehmensleitung vor, Verhandlungen zu erschweren und bestehende Abmachungen zu untergraben. Laut Aeropers-Präsident Janos Fazekas orientiert sich das Management von Swiss zunehmend an den Methoden des Mutterkonzerns Lufthansa. Dies führe zu Alleingängen und einer Missachtung bewährter Schweizer Verhandlungstraditionen. Die Arbeitnehmerseite warnt vor Zuständen wie bei der deutschen Muttergesellschaft, wo Arbeitskämpfe im Cockpitbereich in der Vergangenheit zu wiederholten Flugstreichungen und operativen Störungen führten.

Ein zentraler Streitpunkt im laufenden Konflikt ist die Arbeitsbelastung und die mangelnde Planbarkeit der Dienstpläne für die Piloten. Das Cockpitpersonal leidet unter einer hohen Einsatzdichte, während in der gesamten Branche ein Mangel an qualifiziertem Flugpersonal herrscht. Um den Flugplan aufrechtzuerhalten, muss Swiss Strecken an externe Wet-Lease-Partner auslagern oder Flüge streichen. Die Gewerkschaft fordert daher spürbare Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, um den Berufsstand attraktiv zu halten und den Nachwuchs für die Flotte zu sichern.

Das Management von Swiss steht vor der Aufgabe, die Personalkosten im Wettbewerb der europäischen Netzcarrier unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig die betriebliche Stabilität zu gewährleisten. Die Auslagerung von Flugleistungen an Drittanbieter und der Rückgriff auf temporäre Kapazitäten stoßen beim festgestellten Personal auf Kritik. Ein anhaltender Dissens zwischen den Verhandlungsparteien erhöht das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen im Jahr 2026, was die Verlässlichkeit des Flugbetriebs am Drehkreuz Zürich beeinträchtigen könnte.

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