American Airlines am Flughafen Chicago O'Hare (Foto: Unsplashed/Miguel Ángel Sanz).
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Technische Panne legt American Airlines vorübergehend lahm

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Am Morgen des 24. Dezember 2024 kam es bei American Airlines, der weltweit größten Fluggesellschaft, zu einem technischen Problem, das den Flugverkehr in den gesamten Vereinigten Staaten beeinträchtigte. Gegen 6:30 Uhr Ortszeit ordnete die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) auf Ersuchen der Airline einen landesweiten Flugstopp an. Dieser wurde nach etwa einer Stunde wieder aufgehoben, und der Flugbetrieb konnte schrittweise fortgesetzt werden.

Passagiere berichteten in Online-Foren, dass eine Softwarepanne die Ursache des Problems gewesen sei, wodurch Bordkarten beim Einstieg nicht korrekt gescannt werden konnten. American Airlines bestätigte später, dass ein technisches Problem vorlag, das durch einen externen Technologieanbieter verursacht wurde. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden und betonte, dass die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität habe.

Die Störung ereignete sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da der 24. Dezember traditionell als „Christmas Eve“ in den USA begangen wird und viele Menschen auf dem Weg zu ihren Familien sind. Zudem fiel in diesem Jahr der Beginn des jüdischen Lichterfests Hanukkah auf den Abend des 25. Dezember, was das Reiseaufkommen weiter erhöhte. American Airlines hatte für diesen Tag allein 3.300 Inlandsflüge geplant.

Trotz der schnellen Reaktion des Unternehmens kam es zu erheblichen Verzögerungen im Flugplan. Laut dem Luftfahrtdatendienst Cirium starteten am Dienstag nur 37 Prozent der American-Flüge pünktlich, wobei 93 Prozent innerhalb eines Zwei-Stunden-Fensters nach der geplanten Abflugzeit abhoben. Größere Ausfälle blieben jedoch aus.

Dieses Ereignis reiht sich in eine Serie technischer Probleme bei Fluggesellschaften während der Feiertage ein. Bereits in der Vergangenheit kam es zu ähnlichen Vorfällen, die den Reiseverkehr erheblich beeinträchtigten. So erlebte Southwest Airlines vor zwei Jahren während der Feiertage eine Systempanne, die zur Annullierung von 16.900 Flügen und zur Beeinträchtigung von zwei Millionen Passagieren führte.

Die genaue Ursache des aktuellen Problems bei American Airlines wird derzeit untersucht. Es ist jedoch bekannt, daß die Störung auf eine Netzwerkhardware zurückzuführen ist, die von DXC Technology verwaltet wird. Die schnelle Umstellung auf ein Backup-System verhinderte eine längere Unterbrechung des Flugbetriebs.

Die FAA wies darauf hin, daß neben dem technischen Problem auch widrige Wetterbedingungen, insbesondere am Drehkreuz Dallas-Fort Worth, zu weiteren Verzögerungen führten. Die Transportation Security Administration (TSA) rechnete während der Feiertage mit einem Rekord von 40 Millionen Passagieren, was die Bedeutung eines reibungslosen Flugbetriebs unterstreicht.

Insgesamt zeigt dieser Vorfall die Anfälligkeit moderner Fluggesellschaften für technische Störungen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Reiseverkehr, insbesondere während der Hauptreisezeiten. Die schnelle Reaktion von American Airlines und die Zusammenarbeit mit der FAA verhinderten jedoch eine größere Krise, sodass die meisten Passagiere ihre Reise mit nur geringen Verzögerungen fortsetzen konnten.

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