ATR72-600 (Foto: ATR).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Technische Überprüfungen bei Air Corsica: Ausfall von Turboprop-Maschinen führt zu Ersatzkapazitäten

Werbung

Die französische Regionalfluggesellschaft Air Corsica hat mehrere Flugzeuge des Typs ATR 72-600 vorsorglich aus dem aktiven Flugbetrieb genommen.

Anlass für die Maßnahme sind technische Unregelmäßigkeiten im Bereich der Klimatisierungssysteme. Das Unternehmen hat gemeinsam mit dem Flugzeughersteller ATR sowie den beteiligten Triebwerks- und Systemlieferanten Untersuchungen zur genauen Ursache eingeleitet. Während lokale Medienberichte von bis zu fünf betroffenen Maschinen der insgesamt sieben Flugzeuge umfassenden ATR-Teilflotte sprechen, macht die Fluggesellschaft selbst keine genauen Angaben zur exakten Zahl der stillgelegten Turboprop-Flugzeuge.

Um den Flugplan auf den Inselverbindungen zwischen Korsika und dem französischen Festland aufrechtzuerhalten, nutzt Air Corsica kurzfristig angemietete Ersatzkapazitäten im Rahmen von Wet-Lease-Vereinbarungen. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Airbus A319 der Fluggesellschaft Amelia, eine ATR 72 der Regionalgesellschaft Chalair sowie zeitweise ein Großraumflugzeug vom Typ Airbus A350 der Fluggesellschaft Air Caraïbes. Zusammen mit den konzerneigenen Airbus-A320-Maschinen sollen bis Ende Oktober mehr als 100 Ersatzflüge absolviert werden, um Kapazitätsengpässe abzufangen.

Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass der Einsatz von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A350 auf Kurzstreckenverbindungen ungewöhnlich ist und mit hohen betrieblichen Kosten einhergeht. Zwar lassen sich dadurch Engpässe bei der Sitzplatzkapazität rasch ausgleichen, die Abwicklung solcher Einsätze stellt die Flughafeninfrastruktur und die Bodenabfertigung auf kleineren Regionalflughäfen jedoch vor organisatorische Herausforderungen. Zudem belasten die kurzfristigen Charterverträge die operative Marge der Fluggesellschaft.

Die Ausfälle verdeutlichen die Verwundbarkeit regionaler Streckennetze, wenn ein erheblicher Teil der Flotte von gleichartigen technischen Störungen betroffen ist. Die Dauer der Sondermaßnahmen hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Ursachenanalyse der Klimatisierungskomponenten abgeschlossen werden kann und ob technische Modifikationen oder Ersatzteilbeschaffungen an den betroffenen ATR-Maschinen erforderlich werden.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung