Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat am frühen Mittwochmorgen alle Flüge in den Vereinigten Staaten und Kanada für etwa 30 Minuten unterbrochen. Grund für den sogenannten „Ground Stop“, der auf Antrag der Fluggesellschaft verhängt wurde, war nach Unternehmensangaben ein „Konnektivitätsproblem“. Der Flugstopp betraf das gesamte Netz von United Airlines in Nordamerika und führte zu zahlreichen Störungen im Betriebsablauf.
Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hob den Flugstopp um 01:30 Uhr (Ortszeit) wieder auf, und United Airlines bestätigte, daß der Flugbetrieb rasch wieder aufgenommen werden konnte. Dennoch kam es zu spürbaren Auswirkungen: Rund 40 Flüge verzeichneten Verspätungen, und einige wenige Flüge mußten annulliert werden. Laut Berichten war der internationale Flughafen von Los Angeles am stärksten betroffen. Solche Vorkommnisse können erhebliche finanzielle Schäden verursachen und das Passagieraufkommen an den Flughäfen stark beeinträchtigen.
Der jüngste Zwischenfall reiht sich in eine Kette von technischen Problemen ein, die die Fluggesellschaft in den letzten Monaten betroffen haben. Bereits im August hatte eine ähnliche IT-Panne zu größeren Verspätungen und Ausfällen an mehreren Drehkreuzen geführt. Der Vorfall unterstreicht die Abhängigkeit der modernen Luftfahrt von komplexen IT-Systemen und die Anfälligkeit für technische Störungen. United Airlines ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die in jüngster Zeit mit solchen Problemen zu kämpfen hat; auch andere große US-Fluglinien wie Southwest Airlines und American Airlines hatten in der Vergangenheit mit IT-Ausfällen zu kämpfen.
Die Ursache des Konnektivitätsproblems wird derzeit intern untersucht, um künftige Störungen zu vermeiden. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den betroffenen Passagieren für die Unannehmlichkeiten.