Testpflicht: Niedersachsen will Mallorca-Urlaube versalzen

Teströhre (Foto: Pixabay).
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Testpflicht: Niedersachsen will Mallorca-Urlaube versalzen

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Den deutschen Landesregierungen sowie der Bundesregierung scheint es offenbar gar nicht in den Kram zu passen, dass die Aufhebung der Reisewarnung für die Balearen zu einem regelrechten Buchungsboom für die Osterferien geführt hat. Ein Regierungssprecher versuchte am Montag auf das Verzichten zu appellieren.

Offensichtlich ist aber, dass auch die deutsche Bevölkerung von den Coronamaßnahmen gepaart mit dem Impfdebakel, das obendrein unter Oberverantwortung der CSU-Politikerin Ursula von der Leyen in ihrer Funktion als EU-Kommissionspräsidentin, eingebrockt wurde, die Schnauze gestrichen voll haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte noch vor wenigen Wochen mit ihrer Drohung ihren Lockdown bis Ostern durchzuziehen regelrecht Angst. Nun legte sie nochmals nach und spricht sogar schon von Verlängerungen bis Ende Juni 2021.

Dass Deutschland noch immer nicht die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigten Gratis-Schnelltests umgesetzt hat, weil man zuvor noch eine Task Force unter der Führung von Mautminister Andreas Scheuer (CSU) bilden muss, ist kombiniert mit dem Maskenskandal ein Aufreger in der Bundesrepublik.

Anlassgesetzgebung – Die DDR lässt grüßen!

Dem Appell des Regierungssprechers werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nur wenige Menschen Folge leisten. Es gilt allerdings zu bedenken, dass Spanien bei der Einreise die Vorlage eines negativen PCR-Tests verlangt. Genau das will die Landesregierung Niedersachsens ebenfalls einführen. Damit würde man die bisherigen Reiseregeln ad absurdum treiben, denn eine Testpflicht ist momentan für Gebiete mit niedrigen Infektionszahlen nicht vorgesehen.

Das hindert Niedersachsen aber nicht daran an die Bundesregierung heranzutreten und verpflichtende Tests für Mallorca-Rückkehrer an den Flughäfen zu fordern. Freilich wird nicht gesagt, ob diese kostenlos oder selbst zu bezahlen sein werden. Weiters behauptet man, dass niemand in den Urlaub fliegen müsse und man sich „sehenden Auges ein richtiges Problem ins Land“ holen würde.

Kann sich besagtes deutsches Bundesland mit dieser Forderung durchsetzen, so würde es abermals zeigen, dass kein nennenswertes Interesse am Überleben der Reisebranche besteht. Noch dazu befindet sich in Hannover der Hauptsitz der Tui AG, die vom Staat mit mehreren Milliarden Euro gerettet werden musste. Es bleibt also abzuwarten, ob Deutschland nun eine „Anlassgesetzgebung“ macht und damit die Reiseregeln ad absurdum bringt. Es bleibt das „Gschmäckle“, dass man sich wohl mit den harten Reiserestriktionen der ehemaligen DDR gut hätte anfreunden können.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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