Vor fünfunddreißig Jahren, zu einer Zeit, da der Flughafen München-Riem noch das Tor zur Welt war, nahm die thailändische Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI) erstmals die Verbindung von Bangkok nach München auf. Die Erstlandung einer Boeing 747 markierte den Beginn einer Route, welche seither das Königreich Thailand mit Bayern verbindet. Nach einer Unterbrechung von vier Jahren wurde die Strecke am 17. Dezember 1996 am neuen Flughafen im Nordosten Münchens wieder aufgenommen, zunächst mit Maschinen vom Typ McDonnell Douglas DC-10 und einem obligatorischen Zwischenstop in Istanbul auf dem Atatürk-Flughafen.
Seit dem 28. Oktober 1997 bietet Thai Airways diese wichtige Langstrecken-Verbindung nunmehr täglich und nonstop an. Heute wird die Route mit einer A350-900 mit 334 Sitzplätzen bedient. Die Zahl der absolvierten Flüge summiert sich in den vergangenen 35 Jahren auf rund 16.200. In dieser Zeit nutzten etwa 4,4 Millionen Passagiere das Angebot der THAI, wobei über 160.000 Tonnen Fracht zwischen den beiden Metropolen transportiert wurden. Die Fluggesellschaft, welche seit dem Gründungsjahr 1997 zur Star Alliance zählt, bindet damit den Flughafen München an ihr internationales Drehkreuz in Bangkok an.
Die Strecke dient nicht nur dem Personenverkehr, sondern ist auch eine wichtige Achse für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Thailand. Bayerische Unternehmen pflegen enge Handelskontakte, vor allem im Export von Maschinen, Fahrzeugen und technischen Produkten. Überdies ist die Verbindung von essentieller Bedeutung für den Tourismus. Der Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi dient zahlreichen Reisenden als wichtiges Tor zu dem südostasiatischen Land. Über 900.000 Deutsche besuchten im vergangenen Jahr das „Land des Lächelns“, um dort besonders während der europäischen Wintermonate das sommerliche Klima zu genießen. Thailand erfreut sich bei Strand-, Kultur- und Abenteuerreisenden gleichermaßen großer Beliebtheit.