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Tödliches Unglück am Flughafen Hongkong: Fracht-Jumbo schießt über Landebahn und tötet Bodenpersonal

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Ein schweres Unglück hat den Hong Kong International Airport in den frühen Morgenstunden des 20. Oktober 2025 erschüttert. Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 747-481F schoss bei der Landung über die nördliche Landebahn hinaus, kollidierte mit einem Patrouillenfahrzeug des Flughafenpersonals und schleuderte dieses ins Meer. Bei dem Vorfall kamen zwei Mitarbeiter des Bodenpersonals ums Leben. Das Unglück wirft ein Schlaglicht auf die kritische Phase der Landung von Großraumflugzeugen und führt zu einer sofortigen und umfassenden Untersuchung der Unfallursache.

Der betroffene Emirates-Flug EK9788, der im Auftrag von Emirates SkyCargo von Dubai (DWC) nach Hongkong (HKG) unterwegs war und von der türkischen Frachtfluggesellschaft Air ACT betrieben wurde, kam gegen 03:50 Uhr Ortszeit von der Piste ab. Das Flugzeug durchbrach dabei Sicherheitsbarrieren und traf das Fahrzeug, in dem sich die beiden Angestellten befanden, mit voller Wucht. Die beiden Arbeiter wurden zwar aus dem Wasser gerettet, erlagen jedoch später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Alle vier Besatzungsmitglieder des Frachters überlebten den Unfall unverletzt und wurden lediglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Unfallhergang und Rettungsmaßnahmen

Die Katastrophe ereignete sich während des Landevorgangs auf der Nordpiste (vermutlich 07L, basierend auf Medienberichten), die eine Länge von 3800 Metern aufweist. Unbestätigten Berichten zufolge verlor die Boeing 747-481F nach dem Aufsetzen die Kontrolle, geriet nach links von der Piste ab und stieß mit dem Patrouillenfahrzeug zusammen, das sich nach Aussagen von Flughafenvertretern außerhalb der eigentlichen Rollfläche befand. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass sowohl Teile des Flugzeugs als auch das Bodenfahrzeug ins angrenzende Meer geschleudert wurden. Das Flugzeug selbst kam teilweise im Wasser zum Liegen, wobei das Heck abbrach.

Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen waren umfangreich. Die Hong Kong Government Flying Service setzte Hubschrauber ein, während die Feuerwehr und die Wasserpolizei mit mehreren Schiffen und Tauchern an der Suche nach den ins Meer gestürzten Mitarbeitern beteiligt waren. Die Bergung der beiden Arbeiter gestaltete sich als schwierig, da diese in ihrem Fahrzeug eingeklemmt waren. Der gesamte Einsatz, der sich über Stunden hinzog, unterstrich die Dringlichkeit der Situation, auch wenn für die Flugzeugbesatzung keine akute Gefahr bestand.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb und Frachtverkehr

Als unmittelbare Folge des Unglücks musste die betroffene nördliche Landebahn des Hong Kong International Airport geschlossen werden. Obwohl der Flughafen über zwei weitere Start- und Landebahnen verfügt, um einen vollständigen Kollaps des Flugverkehrs zu verhindern, kam es zu deutlichen Einschränkungen, insbesondere im Frachtbereich. Hongkong ist einer der verkehrsreichsten Frachtflughäfen der Welt.

Die Airport Authority meldete die Annullierung von mindestens elf für den 20. Oktober 2025 geplanten Frachtflügen. Die Betriebsstörung dürfte erhebliche Verzögerungen in den globalen Lieferketten nach sich ziehen, da die Kapazität auf die verbleibenden Pisten verlagert werden musste. Die Wiedereröffnung der Nordbahn ist für die kommenden Tage nicht zu erwarten, da neben der Bergung der massiven Flugzeugtrümmer auch umfangreiche Reparaturen an der Pistenoberfläche und den Sicherheitseinrichtungen durchgeführt werden müssen.

Die beteiligten Akteure und das Untersuchungsverfahren

Bei dem verunglückten Flugzeug handelte es sich um eine 32 Jahre alte Boeing 747-481F mit dem Kennzeichen TC-ACF, die im sogenannten Wet-Lease-Verfahren von der türkischen Frachtfluggesellschaft Air ACT (früher als ACT Airlines oder myCargo Airlines bekannt) für Emirates SkyCargo betrieben wurde. Bei einem Wet-Lease stellt der Eigentümer des Flugzeugs nicht nur die Maschine, sondern auch die Besatzung, Wartung und Versicherung. Die Untersuchung bestätigte, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls keine Fracht an Bord befand.

Air ACT betreibt laut Firmenangaben eine Flotte von vier Boeing 747 Frachtflugzeugen. Durch den Verlust der Maschine in Hongkong reduziert sich die Flotte des Unternehmens auf drei Einheiten. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits einen schweren Zwischenfall zu verzeichnen, als im Jahr 2017 eine ebenfalls im Wet-Lease betriebene Boeing 747 der Gesellschaft in Kirgisistan verunglückte, was die Aufmerksamkeit auf die Sicherheitsbilanz des Betreibers lenken könnte.

Die Air Accident Investigation Authority der Regierung von Hongkong hat umgehend eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Die Ermittler werden alle relevanten Faktoren prüfen, die zu dem Kontrollverlust auf der Landebahn geführt haben könnten. Dazu gehören die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt der Landung, der Zustand der Piste (insbesondere mögliche Nässe oder Kontamination), die Funktionstüchtigkeit der Flugzeugsysteme (etwa Bremsen und Schubumkehr) sowie die Entscheidungen und Handlungen der vierköpfigen Besatzung. Der Unfall wird als einer der schwerwiegendsten Vorfälle in der Geschichte des Hong Kong International Airport seit seiner Eröffnung im Jahr 1998 eingestuft und stellt eine große Herausforderung für die dortigen Sicherheitsstandards dar.

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