Besondere Abendstimmung über dem Port Hercule (Foto: BVergely).
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Tourismus im Fürstentum: Monaco setzt verstärkt auf das Segment der Frauenreisen

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Das Fremdenverkehrsamt des Fürstentums Monaco baut die Vermarktung spezifischer Urlaubssegmente aus und richtet das Augenmerk verstärkt auf Reisegruppen von Frauen.

Die Marketinginitiative stellt die räumliche Dichte von Luxusboutiquen, Wellness-Einrichtungen und Gastronomieangeboten auf dem zwei Quadratkilometer großen Staatsgebiet in den Mittelpunkt. Ziel dieser Kampagne ist es, die Auslastung der Beherbergungsbetriebe auch außerhalb der Hauptsaison und abseits großer Motorsport- oder Sportveranstaltungen zu stabilisieren.

Das touristische Konzept bündelt Angebote in Kernvierteln wie Monte-Carlo und Larvotto. Im Einkaufsviertel Carré d’Or sowie im Metropole Shopping Monte-Carlo konzentrieren die Betreiber gehobene Handelskette und Juweliere, während im Viertel La Condamine rund um die Rue Caroline und den Port Hercule kleinere Einzelhandelsgeschäfte und Wochenmärkte dominieren. Die Verbindung von städtischem Kurzurlaub, Strandabschnitten am Larvotto und Groß-Spas in Luxushotels wie dem Monte-Carlo Bay Hotel & Resort oder dem Hôtel Métropole stellt das fundamentale Verkaufsargument dar.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismussektors für den Stadtstaat ist erheblich. Nach Angaben des Monagassischen Instituts für Statistik und Wirtschaftsforschung (IMSEE) trägt die Hotellerie und Gastronomie maßgeblich zur lokalen Wertschöpfung bei. Durch die Fokussierung auf hochpreisige Nischensegmente versucht das Fürstentum, den durchschnittlichen Ertrag pro verfuegbarem Zimmer (RevPAR) auf hohem Niveau zu halten. Zudem zielt die Strategie darauf ab, die Abhängigkeit von der reinen Sommersaison zu verringern und Ganzjahresgäste mit hoher Kaufkraft anzusprechen.

Branchenbeobachter merken jedoch an, dass Monaco im Wettbewerb um kaufkräftige Städtereisende in direkter Konkurrenz zu benachbarten Destinationen an der Côte d’Azur wie Nizza oder Cannes steht. Das Preisniveau für Unterkünfte, Gastronomie und Dienstleistungen im Fürstentum schränkt den Zielgruppenkreis stark ein und richtet sich primär an einkommensstarke Haushalte. Zudem führt die hohe Verdichtung des urbanen Raums während der Spitzenzeiten zu Kapazitätsgrenzen in der Infrastruktur und im Nahverkehr der Region.

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