Der österreichische Tourismus verzeichnete im Jahr 2024 einen neuen Beschäftigungsrekord. Laut Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher zeigt dies, wie wichtig die Branche für die heimische Wirtschaft ist, insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Im November 2024 lag die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Tourismus bei 200.542, was einem Plus von 3 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Der Tourismus bleibt damit ein stabiler Wirtschaftsfaktor und bietet zahlreiche Chancen für Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen.
Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler betonte, dass der Erfolg des Sektors auf zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beruhe. Eine Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich bestätigte, dass 93 Prozent der Beschäftigten den Tourismus als attraktiven Arbeitgeber ansehen. Auch 72 Prozent würden sich wieder bei ihrem aktuellen Betrieb bewerben. Neben verbesserten Arbeitsbedingungen wie zusätzlichen Incentives und besseren Sozialleistungen trägt auch der neue Kollektivvertrag, der ab Mai 2025 ein Mindestgehalt von 2.000 Euro für ungelernte Hilfskräfte festlegt, zur höheren Mitarbeiterzufriedenheit bei.
Ein weiterer Faktor, der die steigenden Beschäftigungszahlen erklärt, ist der Trend zu personalintensiverem Qualitätstourismus. Insbesondere in der Hochsaison kann dieser Bedarf nicht allein mit inländischen Arbeitskräften gedeckt werden. Bereits rund 58 Prozent der Beschäftigten im österreichischen Tourismus stammen aus dem Ausland, wobei ein großer Teil aus EU-Mitgliedstaaten kommt. In Reaktion auf diese Entwicklung wurden im Jahr 2024 bereits deutlich mehr Rot-Weiß-Rot-Karten ausgestellt, um Beschäftigte aus Drittstaaten zu gewinnen. Zudem wurde das Saisonkontingent aufgestockt, um saisonale Spitzen besser abfedern zu können.