Die südkoreanische Fluggesellschaft Trinity Airways, die bis September 2026 unter dem Namen T’way Air firmierte, stellt ihre Direktverbindung zwischen dem Drehkreuz Seoul-Incheon und dem Flughafen Frankfurt am Main für die anstehende Winterflugplanperiode 2026/2027 vollständig ein.
Nach aktuellen Daten internationaler Flugplanportale sind für die gesamte Wintersaison keine Flüge mehr auf dieser Trasse buchbar. Die Maßnahme beendet vorläufig eine Streckenanbindung, die die Fluggesellschaft im Jahr 2024 im Zuge der auflagenbedingten Slots-Abgabe bei der Verflechtung von Korean Air und Asiana Airlines übernommen hatte.
Bereits in den Frühlings- und Sommermonaten 2026 hatte das Unternehmen sein Angebot auf der Route schrittweise reduziert. Während die Verbindung ursprünglich täglich bedient werden sollte, schrumpfte die Frequenz ab Juli 2026 auf überwiegend vier wöchentliche Umläufe, die mit Flugzeugen des Typs Airbus A330-200 durchgeführt wurden. In einzelnen Wochen sank das Flugangebot sogar auf lediglich drei wöchentliche Abflüge. Ob die Route im Sommerflugplan 2027 reaktiviert wird oder eine dauerhafte Einstellung erfolgt, bleibt seitens der Airline-Führung offen.
Der Rückzug aus Frankfurt fällt zusammen mit einer umfassenden betrieblichen und Marken-Neuausrichtung der Fluggesellschaft unter der Regie der Muttergesellschaft Daemyung Sono Group. Neben der Umbenennung in Trinity Airways leidet das Unternehmen unter anhaltenden operativen Verlusten und hohen Restrukturierungskosten im Langstreckensegment. Während Strecken wie Frankfurt und Zagreb ausgesetzt wurden, konzentriert der Carrier seine europäischen Restkapazitäten vorerst auf Verbindungen nach Paris, Rom und Barcelona. Branchenanalysten bewerten die Streckeneinstellung als Indiz für die verfahrenstechnischen Herausforderungen, denen sich Billigfluggesellschaften beim Einstieg in den interkontinentalen Langstreckenverkehr gegenübersehen. Der Ausfall der Verbindung führt zu einer weiteren Konzentration des Sitzplatzangebots zwischen Deutschland und Südkorea auf etablierte Netzwerk-Fluggesellschaften, was bei verringertem Wettbewerb Auswirkungen auf die Preisgestaltung im Fernost-Reiseverkehr haben kann.