Landesflagge von Niederösterreich (Foto: Jan Gruber).
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Trotz Schneearmut erfolgreich: Niederösterreich setzt auf Ganzjahrestourismus und Wintervielfalt

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Die Tourismusverantwortlichen in Niederösterreich blicken optimistisch auf die kommende Wintersaison 2025/2026. Trotz des relativ milden und schneearmen Vorjahres verzeichnete das Bundesland einen Anstieg der Nächtigungen um 2,1 Prozent auf über 2,8 Millionen. Bei einer Pressekonferenz in St. Pölten betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dass der Winterurlaub in Niederösterreich längst nicht mehr allein von der Schneehöhe abhänge, sondern von der Vielfalt der ganzjährigen Angebote.

Niederösterreich positioniert sich verstärkt als Ganzjahresdestination und setzt auf eine Entzerrung der klassischen Urlaubssaisonen. Wie Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, erklärte, liege das Ziel in der Sicherung einer gleichmäßigen Auslastung, höherer Wertschöpfung und stabiler Arbeitsplätze. Das vielfältige Angebot umfasst neben Wintersport auch Wellness- und Wohlfühltage, das reiche Kulturleben mit über 300 Festivals sowie die gezielte Bewerbung winterlicher Städtetrips in Städten wie Baden, Krems und St. Pölten. Diese Kampagne wurde für die neue Wintersaison mit attraktiven Sujets und neuen regionalen Markenbotschaftern aktualisiert.

Ein großer Erfolg im Wintersportbereich war der „NÖ Bergerlebnispass“. In seiner ersten Saison 2024/2025 wurde er rund 10.000-mal ausgegeben und im Durchschnitt für elf Skitage genutzt. Im Super-Vorverkauf für die aktuelle Saison wurden bereits 13.000 Pässe geordert. Besonders die Nachwuchsförderung ist stark: Pässe für über 4.900 Kinder und Jugendliche wurden kostenlos ausgegeben, was einem Gegenwert von 1,425 Millionen Euro und einer Steigerung von 47 Prozent entspricht. Der Wintersport setzt auf flexible, nachfrageorientierte Preise und Frühbuchervorteile, wobei eine Tageskarte online bereits ab 32,9 Euro erhältlich ist. Die Skigebiete, die als „Nahversorger für Ostösterreich“ fungieren, führen zudem den „Bus zum Schnee“ von Wien auf das Hochkar ein, um die Anreise zu erleichtern und Parkraumprobleme zu mindern.

Die Adventszeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, mit stimmungsvollen Weihnachtsmärkten an einzigartigen Orten wie der Burgruine Aggstein, in historischen Kellergassen oder auf Schlössern wie Grafenegg und Hof. Ergänzend dazu bieten die Niederösterreich Bahnen mit Nostalgiezügen wie der Wachaubahn und der Mariazellerbahn spezielle Nikolaus- und Christkindlzüge an. Der Erfolg des vergangenen Winters, insbesondere der Zuwachs bei ausländischen Gästen aus Deutschland, Ungarn und Tschechien, sowie die steigende Nachfrage im Wirtschafts- und Gesundheitstourismus belegen die funktionierende Diversifizierungsstrategie Niederösterreichs.

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