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Trump-Zölle schicken Luftfahrtaktien in den Sinkflug

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Die internationalen Finanzmärkte erleben derzeit erhebliche Turbulenzen, ausgelöst durch die jüngsten Zollmaßnahmen der Vereinigten Staaten. Diese Entwicklung hat zu einem massiven Einbruch der Aktienkurse weltweit geführt und betrifft zahlreiche Branchen und Regionen.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) verzeichnete zum Handelsauftakt einen Rückgang von über 2.100 Punkten auf 18.489 Punkte, was einem Minus von rund zehn Prozent entspricht. Zuvor waren bereits die asiatischen Märkte stark betroffen: In Tokio schloss der Nikkei-Index mit einem Minus von 7,83 Prozent bei 31.136,58 Punkten, nachdem er im frühen Handel zeitweise um fast neun Prozent gefallen war. Auch der Hang-Seng-Index in Hongkong brach um 13,22 Prozent ein, was den größten Tagesverlust seit 1997 darstellt.

Auswirkungen auf die Luftfahrt- und Tourismusbranche

Die Aktien großer Luftfahrtunternehmen gerieten ebenfalls unter Druck. Lufthansa-Aktien verbilligten sich um sechs Prozent, während Airbus-Papiere ein Minus von neun Prozent verzeichneten. Der Reiseveranstalter TUI musste einen Kursrückgang von sieben Prozent hinnehmen. Diese Entwicklungen spiegeln die Besorgnis der Investoren über die potenziellen Auswirkungen der US-Handelspolitik auf den internationalen Reise- und Tourismussektor wider.

Parallel zu den Aktienmärkten gerieten auch die Rohstoffmärkte unter Druck. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni notierte bei knapp über 63 US-Dollar, was einem Rückgang von fast 14 Prozent innerhalb einer Woche entspricht. Dieser Preisverfall wird auf die Befürchtung zurückgeführt, dass die verschärften Handelskonflikte das globale Wirtschaftswachstum und damit die Ölnachfrage dämpfen könnten.

Reaktionen der Europäischen Union

Angesichts der eskalierenden Handelsspannungen berieten die Handelsminister der EU-Staaten in Luxemburg über mögliche Gegenmaßnahmen und Strategien, um US-Präsident Donald Trump zum Einlenken zu bewegen. Trump hatte zwar Gesprächsbereitschaft signalisiert, jedoch unter bestimmten Bedingungen, die von den europäischen Partnern als problematisch angesehen werden. Sein Handelsminister Howard Lutnick kündigte an, dass die US-Regierung ihren Kurs mit hohen Einfuhrgebühren auf Waren aus fast allen Staaten fortsetzen wolle.

Analysten ziehen Parallelen zu früheren Börsencrashs und warnen vor den möglichen langfristigen Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen. Einige Experten befürchten, dass die derzeitige Situation zu einer globalen Rezession führen könnte, falls keine diplomatische Lösung gefunden wird. Billionär und Investor Bill Ackman bezeichnete die aktuelle Lage als „wirtschaftlichen Nuklearkrieg“ und äußerte erhebliche Bedenken hinsichtlich der Stabilität der globalen Wirtschaft.

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