Zentrale der Tui AG in Hannover (Foto: Tui Group).
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Tui-Chef kritisiert „randvolle Kasse“ des DRSF und Stillstand bei Gebührenaussetzung

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Der Deutsche Reisepreissicherungsfonds (DRSF) sitzt auf prall gefüllten Kassen, was nach Ansicht von Tui-Chef Sebastian Ebel zu einer Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen Reiseformen führt. Auf Linkedin forderte Ebel die Aussetzung neuer Entgelte, da der Fonds sein Zielvermögen längst erreicht habe.

Er kritisierte einen „sieben Monate[n] Stillstand“ nach dem Bruch der Ampelkoalition, in dem die Verantwortung zwischen dem DRSF und dem Bundesjustizministerium (BMJ) hin- und hergeschoben worden sei. Dieser Zustand treffe jeden einzelnen Urlauber und binde Gelder, die Unternehmen für Investitionen fehlten.

Ebel bemängelte, daß DRSF und BMJ weiterhin zögerten, die Entgelte zu stoppen, zuletzt sei auf einen neuen Minister oder eine neue Ministerin gewartet worden. Er warf die Frage auf, ob dies an mangelnder Entscheidungsfreude beim DRSF, unklaren Zuständigkeiten oder einer Rechtsaufsicht liege, die sich zu sehr in die Geschäftsführung einmische. Unabhängig von der im Koalitionsvertrag angekündigten Überprüfung des DRSF müsse jetzt eine Senkung der Beiträge erfolgen. Auch die Organisation und Gesellschafterstruktur des DRSF gehörten auf den Prüfstand, so Ebel.

Der Vorstoß Ebels erhielt in Kommentaren Unterstützung aus der Branche, unter anderem von der Chefin des Verbands unabhängiger selbständiger Reiseberater (VUSR), Marija Linnhoff, und dem Chef der Dertour Group, Christoph Debus, der eine zügige Revision und Neugestaltung des DRSF forderte. Der DRSF sichert Pauschalreisende gegen die Insolvenz von Reiseveranstaltern ab. Die Kritik zielt darauf ab, daß die weiterhin erhobenen Beiträge den Preis von Pauschalreisen unnötig erhöhten, da der Fonds bereits über ausreichend Mittel verfüge.

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