Der Reisekonzern Tui Österreich verzeichnet für die bevorstehenden Schulherbstferien Ende Oktober 2026 eine starke Auslastung auf den angebotenen Mittel- und Fernstrecken.
Nach Angaben des Reiseveranstalters im aktuellen Trendcheck sind die bereitgestellten Flugkontingente ab den Heimatflughäfen Wien und Salzburg weitgehend ausgebucht, während Restplätze nur noch vereinzelt zur Verfügung stehen. Das Reiseverhalten der österreichischen Urlaubsgäste konzentriert sich dabei im Mittelstreckenbereich vor allem auf Zielgebiete im östlichen Mittelmeerraum, Ägypten und die Kanarischen Inseln. Im Segment der Fernreisen führen Destinationen im Indischen Ozean die Buchungsstatistiken an.
Die Auswertung des Reiseveranstalters weist Antalya an der türkischen Riviera als am stärksten nachgefragte Destination auf der Mittelstrecke aus, gefolgt vom Vorjahressieger Hurghada sowie den Inseln Kreta, Larnaca und Gran Canaria. Fast die Hälfte aller Gäste von Tui Österreich im Herbstzeitraum entfällt auf das Familienreisesegment, wobei sich mehr als 50 Prozent der Kunden für All-Inclusive-Verpflegungspakete entscheiden. Die durchschnittlichen Reiseausgaben pro Person im Mittelstreckensegment verharren mit knapp 1.250 Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Fernreisen verzeichnen die Malediven und Mauritius die höchsten Buchungseingänge, ergänzt durch Dubai, die Dominikanische Republik und New York.
Die hohe Auslastung im Herbst unterstreicht die gewachsene Bedeutung dieses Saisonfensters für die Auslastung der Charter- und Linienkapazitäten ab österreichischen Flughäfen. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter stimmen ihre Flugpläne zunehmend auf die schulfreien Tage Ende Oktober ab, um die Lücke zwischen der Sommersaison und dem Beginn des Wintertourismus zu schließen. Gleichzeitig führt die Konzentration der Nachfrage auf wenige Reisetage zu kapazitätsbedingten Engpässen bei Direktflügen zu beliebten Warmwasserzielen.
Reisebranchenanalysten weisen darauf hin, dass die Stabilität der Ausgaben auf Vorjahresniveau bei gleichzeitig hoher Auslastung auf eine veränderte Preisakzeptanz im Markt hindeutet. Für die Reiseveranstalter steigen jedoch die operativen Risiken durch krisenbedingte Nachfrageschwankungen in einzelnen Zielregionen des Roten Meeres und des Nahen Ostens. Die Sicherung ausreichender Sitzplatzkontingente bei Partnerfluggesellschaften bleibt für Anbieter wie Tui Österreich eine zentrale Voraussetzung, um den Ertrag pro Sitzplatz in verkehrsstarken Spitzenzeiten aufrechtzuerhalten.