Der Reisekonzern Tui hat erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Millionen Euro am Markt platziert. Die Erlöse aus dieser Emission sollen dazu dienen, Flugzeug-Leasingverträge vorzeitig abzulösen und die entsprechenden Vermögenswerte in das Eigentum des Konzerns zu überführen. Dies ist ein Schritt zur Optimierung der Unternehmensfinanzen und zur Erhöhung der operativen Flexibilität.
Die platzierte Emission umfaßt fest und variabel verzinsliche Tranchen mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit des Darlehens beträgt 3,6 Jahre, bei einer Verzinsung von rund vier Prozent. Tui erklärte, mit den Erlösen eine Senkung der Finanzierungskosten, eine Steigerung der operativen Effizienz und eine Verbesserung des Cashflows anzustreben. Die Transaktion sei zudem Nettoschulden-neutral, was bedeutet, daß sich die Gesamtverschuldung des Unternehmens durch diese Maßnahme nicht erhöht.
Die letzte Schuldscheinemission von Tui erfolgte im Jahre 2018. Von dieser Emission stehen aktuell noch 32,5 Millionen Euro aus, die bis zum Jahre 2028 fällig werden. Die Wahl eines Schuldscheindarlehens als Finanzierungsinstrument unterstreicht das Vertrauen des Marktes in Tui und seine Geschäftsstrategie. Derartige Darlehen sind eine bewährte Form der Unternehmensfinanzierung, die eine Alternative zu klassischen Bankkrediten oder Anleihen darstellt und oft von institutionellen Anlegern gezeichnet wird.
Der Börsenkurs des Unternehmens, der innerhalb eines Jahres um knapp ein Drittel zulegen konnte, zeigte am Donnerstag kaum Veränderungen und lag am späten Nachmittag bei 7,98 Euro pro Aktie. Dies deutet darauf hin, daß die Nachricht über die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens vom Kapitalmarkt positiv aufgenommen oder bereits eingepreist wurde.