Juli 31, 2025

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Juli 31, 2025

Europäischer Luftverkehr wächst, Deutschland hinkt hinterher

Der europäische Luftverkehr zeigt im zweiten Halbjahr 2025 ein robustes Wachstum beim Sitzplatzangebot. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wird ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartet, womit das Gesamtniveau sieben Prozent über dem von 2019 liegt. Dieser Anstieg wird maßgeblich von europäischen Punkt-zu-Punkt-Airlines wie Ryanair und Easyjet getragen, die ihr Angebot gegenüber der Zeit vor der Corona-Krise um 25 Prozent steigerten und nun einen Marktanteil von 40 Prozent halten. Auch touristische Fluggesellschaften wie Condor und Sun Express sowie außereuropäische Netzwerk-Airlines verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Deutschland kann mit dieser positiven Entwicklung nicht Schritt halten. Obwohl das Angebot hierzulande ebenfalls um sechs Prozent wächst, erreicht es lediglich 93 Prozent des Vorkrisenniveaus. Besonders auffällig ist der Rückstand bei den Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, deren Marktanteil mit 27 Prozent deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt und nur eine Erholung von 86 Prozent aufweist. Im Gegensatz dazu zeigt der touristische Verkehr im deutschen Markt Wachstum und übertrifft das Sitzplatzangebot von 2019 deutlich um 35 Prozent. Der innerdeutsche Markt bleibt weiterhin schwach. Das Sitzplatzangebot stagniert bei lediglich 52 Prozent des Wertes von 2019. Noch gravierender ist die Situation im dezentralen Verkehr abseits der großen Drehkreuze Frankfurt und München, wo das Angebot nur noch 20 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht – ein Rückgang um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beiden Drehkreuze Frankfurt und München zeigen sich hingegen stabiler und erreichen jeweils 91 Prozent des 2019er-Niveaus, mit einem Wachstum von fünf bzw. sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Kurz- und Mittelstrecke liegt das Angebot aus

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Tui sichert sich 250 Millionen Euro über Schuldscheindarlehen

Der Reisekonzern Tui hat erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Millionen Euro am Markt platziert. Die Erlöse aus dieser Emission sollen dazu dienen, Flugzeug-Leasingverträge vorzeitig abzulösen und die entsprechenden Vermögenswerte in das Eigentum des Konzerns zu überführen. Dies ist ein Schritt zur Optimierung der Unternehmensfinanzen und zur Erhöhung der operativen Flexibilität. Die platzierte Emission umfaßt fest und variabel verzinsliche Tranchen mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit des Darlehens beträgt 3,6 Jahre, bei einer Verzinsung von rund vier Prozent. Tui erklärte, mit den Erlösen eine Senkung der Finanzierungskosten, eine Steigerung der operativen Effizienz und eine Verbesserung des Cashflows anzustreben. Die Transaktion sei zudem Nettoschulden-neutral, was bedeutet, daß sich die Gesamtverschuldung des Unternehmens durch diese Maßnahme nicht erhöht. Die letzte Schuldscheinemission von Tui erfolgte im Jahre 2018. Von dieser Emission stehen aktuell noch 32,5 Millionen Euro aus, die bis zum Jahre 2028 fällig werden. Die Wahl eines Schuldscheindarlehens als Finanzierungsinstrument unterstreicht das Vertrauen des Marktes in Tui und seine Geschäftsstrategie. Derartige Darlehen sind eine bewährte Form der Unternehmensfinanzierung, die eine Alternative zu klassischen Bankkrediten oder Anleihen darstellt und oft von institutionellen Anlegern gezeichnet wird. Der Börsenkurs des Unternehmens, der innerhalb eines Jahres um knapp ein Drittel zulegen konnte, zeigte am Donnerstag kaum Veränderungen und lag am späten Nachmittag bei 7,98 Euro pro Aktie. Dies deutet darauf hin, daß die Nachricht über die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens vom Kapitalmarkt positiv aufgenommen oder bereits eingepreist wurde.

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Wizz Air will deutlich weniger A321XLR

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air sieht sich nach einem rasanten Wachstumskurs zu einer strategischen Neuausrichtung gezwungen. Betriebsbedingte Schwierigkeiten und ein erheblicher Gewinneinbruch haben das Unternehmen dazu veranlaßt, die Expansion zu verlangsamen und sich auf Kernmärkte zu konzentrieren. Der Betriebsgewinn der Airline brach im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März endete, um 62 Prozent auf 167,5 Millionen Euro ein. Dies spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der derzeit auf Tiefstständen notiert. Wesentlicher Grund für die Schwierigkeiten ist laut Medienberichten der sogenannte GTF-Rückruf, der die Triebwerke betrifft und dazu führte, daß Wizz Air zuletzt 42 Airbus A320neo Maschinen nicht nutzen konnte. Dies hatte einen Anstieg der Stückkosten um 20 Prozent zur Folge. Als Reaktion darauf zieht das Management die Notbremse: In den nächsten zwei bis drei Jahren plant Wizz Air, den Angebotsausbau auf 10 bis 12 Prozent pro Jahr zu begrenzen. Zuvor hatte die Fluggesellschaft eine jährliche Kapazitätssteigerung von rund 20 Prozent angestrebt. Im Zuge dieser Neuausrichtung wird Wizz Air auch ihren Außenposten in Abu Dhabi mit eigenem AOC (Air Operator Certificate) aufgeben. Das Unternehmen erklärte, man werde sich verstärkt auf die mittel- und osteuropäischen Kernmärkte sowie auf ausgewählte westeuropäische Länder wie Österreich, Italien und Großbritannien konzentrieren. Da zwölf Flugzeuge aus Abu Dhabi abgezogen werden und das Wachstumstempo insgesamt gedrosselt wird, benötigt die Airline absehbar weniger neue Flugzeuge. Entsprechend plant Wizz Air, Neuauslieferungen von Airbus bis 2030 um bis zu zwei Jahre zu strecken. Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg kündigte Wizz Air CEO József Váradi zudem Nachjustierungen an der Flottenstrategie an. Die Fluggesellschaft

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Kroatiens lebendiges Erbe: Eine Reise durch die Tiefen traditionellen Handwerks

Jenseits der sonnenverwöhnten Küsten und der historischen Städte verbirgt sich in Kroatien ein reiches Geflecht kultureller Traditionen, das über Generationen hinweg sorgfältig bewahrt und weitergegeben wurde. Dieses immaterielle Kulturerbe entfaltet ein beeindruckendes Spektrum an handwerklichem Können, das tief in der Geschichte und im alltäglichen Leben des Landes verwurzelt ist. Von der filigranen Nadelarbeit der Pager Spitze über das farbenfrohe Holzspielzeug aus Hrvatsko Zagorje bis hin zu den kunstvoll verzierten Lebkuchenherzen und der uralten Kunst des Trockenmauerbaus – diese Ausdrucksformen regionaler Identität und kreativer Vielfalt sind nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten, sondern lebendige Bestandteile der kroatischen Gegenwart. Viele dieser Traditionen haben internationale Anerkennung gefunden und wurden von der UNESCO als besonders schützenswert in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie bieten Besuchern einzigartige Einblicke in die Seele Kroatiens und die Bedeutung, die diesem kulturellen Reichtum bis heute beigemessen wird. Kunstvolle Handarbeit: Die geschätzte Spitzenherstellung Die Spitzenherstellung in Kroatien ist ein immaterielles Kulturerbe, das seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen des Landes gepflegt wird. Diese feine Handarbeit ist ein Symbol für Geduld, Präzision und künstlerisches Geschick. Besonders hervorzuheben sind die Spitzen aus drei spezifischen Orten: Pag, Lepoglava und Hvar. Jede dieser Regionen hat ihre eigene, überlieferte Technik und verwendet unterschiedliche Materialien, was die Vielfalt dieses Handwerks unterstreicht. Die Pager Spitze, deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, wird in einer äußerst filigranen Nadeltechnik gefertigt. Sie zeichnet sich durch ihre feine Struktur und ihre komplexen Muster aus, die oft von der Natur inspiriert sind. Die hohe Qualität dieser Spitze war einst sogar

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Warnung an Touristen: Systematische Abzocke am Flughafen Hurghada

Reisende, die am Internationalen Flughafen Hurghada in Ägypten ankommen, werden mit einer Vielzahl von systematischen Betrugsmaschen konfrontiert, die den Urlaub bereits kurz nach der Landung trüben können. Der Flughafen, ein wichtiges Einfallstor für Touristen zum Badeort am Roten Meer, scheint ein Hotspot für dubiose Praktiken zu sein, die von den lokalen Behörden und dem Flughafenbetreiber geduldet werden. Eine der bekanntesten Maschen ist der „hilfsbereite“ Mann vor den Toiletten, der sich als Reinigungskraft ausgibt und Trinkgelder für saubere Sanitäreinrichtungen erwartet, obwohl er in Wahrheit ein Café-Angestellter ist. Noch dreister geht es beim Visumantrag zu: In einer dafür vorgesehenen Halle lauern Männer, die sich als Mitarbeiter großer Reiseveranstalter wie Alltours, Coral Travel oder Schauinsland Reisen ausgeben. Sie fordern für das Visum 35 US-Dollar, obwohl der offizielle Preis nur 25 US-Dollar beträgt und der tatsächliche Visumschalter unauffällig platziert ist. Diese Taktiken sind darauf ausgelegt, erschöpfte Touristen zu täuschen, die schnellstmöglich zu ihren Unterkünften gelangen möchten. Auch ein angebotener VIP-Service zur schnelleren Passkontrolle entpuppt sich als Falle; er beschleunigt die Wartezeit auf das Gepäck nicht. Berichte in Online-Foren von Reisenden schildern zudem aufdringliche Händler, fehlerhafte SIM-Karten, Ablenkungsmanöver durch uniformierte Personen, um Handgepäck zu durchsuchen und Wertgegenstände zu entwenden, sowie betrügerische Taxifahrer, die absichtlich am falschen Terminal absetzen oder erfundene Flughafengebühren kassieren. Es wird kritisiert, daß deutsche Reiseanbieter ihre Gäste nicht ausreichend vor diesen Praktiken warnen. Trotz der Probleme am Flughafen ist Hurghada weiterhin ein äußerst beliebtes Reiseziel und lockt über eine Million Urlauber pro Jahr an. Dies liegt vor allem an den zahlreichen All-Inclusive-Resorts,

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Nachtzüge: Eine kritische Betrachtung der Energiebilanz und ihrer Auswirkungen

Die Wiederauferstehung der Nachtzüge wird oft als Triumph der Schiene über andere Reisemittel gefeiert, insbesondere im Lichte angeblicher geringerer Belastung für unsere Umwelt. Während die Romantik des Reisens im Schlaf und die Bequemlichkeit, ausgeruht am Ziel anzukommen, unbestreitbar sind, lohnt sich eine nüchterne und faktenbasierte Analyse der Energiebilanz und der tatsächlichen Auswirkungen von Nachtzügen. Entgegen weitverbreiteter Annahmen und den Behauptungen interessierter Kreise offenbaren sich bei genauerer Betrachtung erhebliche Mängel in der Argumentation der vermeintlichen Umweltfreundlichkeit. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge des Bahnstroms, die Rolle von Diesel in europäischen Schienennetzen und die ungelösten Probleme atomarer Energieerzeugung, um ein umfassendes Bild der wahren Belastungen durch Nachtzüge zu zeichnen. Der elektrische Strom: Eine verborgene Belastung Die vermeintliche Umweltfreundlichkeit des elektrischen Bahnverkehrs beruht auf der Annahme, daß der Strom emissionsfrei erzeugt wird. Diese Annahme ist jedoch in vielen europäischen Ländern weit von der Realität entfernt. Der Bahnstrom, der die elektrischen Lokomotiven antreibt, stammt keineswegs ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. In zahlreichen europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, wird ein erheblicher Anteil des Stroms, der ins Netz eingespeist wird und somit auch den Bahnstromspeisern zugute kommt, nach wie vor in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Verbrennung von Kohle, insbesondere Braunkohle, ist mit einem massiven Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verbunden, einem Haupttreiber des Klimawandels. Zudem werden bei der Kohleverbrennung Schwefeldioxide, Stickoxide und Feinstaub freigesetzt, welche die Luftqualität erheblich beeinträchtigen und zu saurem Regen und Atemwegserkrankungen führen können. Selbst wenn eine Bahnstromtrasse direkt mit erneuerbaren Energien versorgt wird, muß bedacht werden, daß dies oft zu einer Verlagerung der Stromerzeugung führt,

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Porter Airlines erweitert Pilotenausbildung mit neuem Simulator in Montréal

Die kanadische Fluggesellschaft Porter Airlines hat in Zusammenarbeit mit Embraer CAE Training Services (ECTS) ihre Pilotenausbildung erweitert. Ein hochmoderner Embraer E195-E2 Full-Flight Simulator (FFS) wurde im Trainingszentrum von CAE in Montréal in Betrieb genommen. Die Ausbildung an diesem Simulator begann bereits im Mai 2025 und wird von ECTS unterstützt, einem Gemeinschaftsunternehmen von Embraer und CAE. Der neue Simulator ist ein Modell der neuesten 7000XR-Serie und ist mit dem fortschrittlichen CAE Prodigy Visual System ausgestattet. Dieses wurde von CAE selbst in Montréal entwickelt und gefertigt. Die strategische Bereitstellung dieses Simulators ermöglicht es mehr Piloten von Porter Airlines, näher an ihrem Heimatort zu trainieren, was das schnelle Wachstum der Fluggesellschaft unterstützt und zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze in der Luftfahrtbranche Kanadas beiträgt. In Montréal werden nun umfassende Erst- und Wiederholungsschulungen für die E2-Piloten angeboten. Der Simulator wird das E2-Pilotenausbildungsprogramm von Porter Airlines erheblich verbessern und die Kapazitäten erhöhen, um dem Bedarf der expandierenden Flotte gerecht zu werden. Aktuell wurden bereits 46 Flugzeuge ausgeliefert, wobei eine Gesamtzahl von bis zu 100 Maschinen erwartet wird. Kent Woodside, Executive Vice President und Chief Operating Officer bei Porter Airlines, betonte: „Diese Partnerschaft mit ECTS bringt drei führende Luftfahrtorganisationen zusammen.“ Er hob hervor, daß CAEs Expertise in Training und Simulationstechnologie sicherstelle, daß die Piloten höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards für den Betrieb des Embraer E195-E2 Modells erhalten. Der neue E2 FFS ist mit dem CAE Prodigy Image Generator (IG) ausgestattet, der die Unreal Engine von Epic Games nutzt, um ein besonders realistisches und effektives Training zu ermöglichen. CAE Prodigy

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Österreichs Weinwelt im Fokus: Der neue Weißwein Guide Austria 2025 präsentiert die Spitzenweine des Landes

Die österreichische Weinlandschaft hat Grund zum Feiern: Gestern Abend wurde im festlichen Rahmen des Wiener Schlossquadrates – im Restaurant Gergely´s – der mit Spannung erwartete „Weißwein Guide Austria 2025“ präsentiert. Das 308 Seiten starke Kompendium, herausgegeben vom medianet Verlag, gilt seit Jahren als unverzichtbares Standardwerk für Gastronomen, Weinhändler und private Liebhaber gleichermaßen. Es bietet fundierte Informationen, professionelle Bewertungen und redaktionell aufbereitete Empfehlungen zu insgesamt 498 eingereichten Weinen, die das breite Spektrum der österreichischen Weinproduktion abdecken – von klassischen Weißweinen über Rosé- und Orange-Weine bis hin zu edlen Schaumweinen. Unter der Leitung des renommierten Weinakademikers Johannes Fiala und einer hochkarätig besetzten Jury, zu der auch Sommelier-Ikone Adi Schmid zählte, wurden die Weine verdeckt und nach dem international anerkannten 100-Punkte-System verkostet und bewertet. Ein umfassendes Werk für Kenner und Genießer Der „Weißwein Guide Austria“ hat sich über die Jahre als maßgebliche Publikation etabliert, die Orientierung in der vielfältigen Welt des österreichischen Weins bietet. Das diesjährige Handbuch zeichnet sich, wie bereits in den Vorjahren, durch seine akribische Aufbereitung und die hohe Fachkompetenz seiner Macher aus. Die Entscheidung, nicht nur reine Weißweine, sondern auch Rosé-, Orange- und Schaumweine in die Bewertung miteinzubeziehen, spiegelt die wachsende Diversität und Innovationskraft der österreichischen Weinwirtschaft wider. Roséweine erleben seit geraumer Zeit eine Renaissance und erfreuen sich steigender Beliebtheit, während Orange Wines, hergestellt durch längeren Kontakt des Mostes mit den Beerenschalen bei Weißweinsorten, eine Nische für Liebhaber experimenteller Weine bilden. Auch der Bereich der Schaumweine hat in Österreich in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, mit einer steigenden Anzahl

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Sonderregelung für Flugbetrieb am Flughafen Zürich am 1. August

Am Abend des schweizer Nationalfeiertages, dem 1. August, wird es am Flughafen Zürich zu einer Abweichung von den üblichen Betriebsregeln kommen. Aufgrund der erwarteten Feuerwerke werden, wie bereits in den Vorjahren, die abendlichen Beschränkungen für An- und Abflüge durch den deutschen Luftraum aufgehoben. Dies ermöglicht eine Anpassung der Pistenbenutzung, die sonst durch deutsche Verordnungen eingeschränkt ist. Normalerweise müßte der Flugbetrieb am Flughafen Zürich ab 21:00 Uhr von Osten her auf der Piste 28 landen. Nach Rücksprache mit den zuständigen deutschen Behörden wird am 1. August auf diese Regelung verzichtet. Statt dessen erfolgen die Landungen ab 21:00 Uhr bis zum Ende des Flugbetriebs von Norden her auf den Pisten 14 oder 16. Gestartet wird bis 22:00 Uhr weiterhin nach Westen und Süden; ab 22:00 Uhr erfolgen die Starts ebenfalls nach Norden. Diese Sonderregelung dient dazu, Lärmemissionen über dicht besiedelten Gebieten, die von den üblichen Nachtflugrouten betroffen wären, zu minimieren und gleichzeitig den Flugbetrieb angesichts der Feierlichkeiten zu ermöglichen. Der Zürcher Flughafen ist ein wichtiger internationaler Knotenpunkt und seine Betriebsregelungen, insbesondere bezüglich der Nacht- und Anflugrouten, sind oft Gegenstand regionaler und grenzüberschreitender Diskussionen. Die Anpassungen am Schweizer Nationalfeiertag sind ein Beispiel für die Flexibilität im Luftverkehrsmanagement, um auf besondere Ereignisse oder Rahmenbedingungen zu reagieren. Es ist jedoch zu beachten, daß kurzfristige wetterbedingte Abweichungen von diesen Sonderregelungen jederzeit möglich sind und Reisende sich entsprechend informieren sollten. Solche Ausnahmen von den regulären Betriebszeiten und Routen sind im europäischen Luftraum nicht unüblich, insbesondere bei Großveranstaltungen oder nationalen Feiertagen, die mit erhöhtem Flugaufkommen oder besonderen Rücksichten

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Im Sog des Aufbruchs: Die Geschichte der Rheintalflug

Die europäische Regionalfliegerei der späten Neunzigerjahre war eine Zeit des Umbruchs und neuer Möglichkeiten, geprägt von der Liberalisierung des Luftverkehrs und dem Aufkommen spezialisierter Anbieter. In diesem Kontext entstand auch die österreichische Fluggesellschaft Rheintalflug. Mit einem klaren regionalen Fokus und dem Anspruch, die Bodenseeregion besser an wichtige Drehkreuze anzubinden, startete sie mit großen Ambitionen. Rheintalflug etablierte sich als wichtiger Akteur im Regionalverkehr, doch ihre Geschichte ist untrennbar mit der Gründung und dem Aufstieg einer anderen Airline, InterSky, verbunden. Der Werdegang von Rheintalflug ist ein faszinierendes Beispiel für die Dynamik im Luftfahrtgeschäft, in der aus einem Unternehmen ein neues, größeres entsteht. Diese Reportage beleuchtet die Firmengeschichte, die Besonderheiten und letztlich den Übergang der Rheintalflug in ein neues Kapitel der österreichischen Luftfahrt, wobei auch ein tragischer Flugunfall nicht unerwähnt bleiben darf, der die Geschichte der Airline prägte. Die Geburt einer regionalen Vision: Firmengeschichte und Hintergründe Die Rheintalflug wurde im Jahre 1973 von Rolf Seewald, einem erfahrenen Piloten und Unternehmer, zunächst als Lufttaxi-Unternehmen in Hohenems, Vorarlberg, gegründet. Anfänglich konzentrierte sich das Unternehmen auf Charterflüge und Geschäftsreiseverkehr mit kleinerem Fluggerät. Ab Mai 1984 bediente die Firma regelmäßig die Strecke Hohenems–Wien. Die ursprüngliche Idee war, einen Bedarf an flexiblen und schnellen Flugverbindungen für die prosperierende Wirtschaftsregion rund um den Bodensee zu decken. Schnell wurde der Wunsch deutlich, auch Linienflüge anzubieten. Der Heimatflughafen und das operative Zentrum der Rheintalflug für den Linienverkehr war der Flughafen Friedrichshafen in Deutschland, der strategisch günstig am Bodensee gelegen ist und als Tor zur Region dient. Dies war eine pragmatische Entscheidung,

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