Ein Langstreckenflug der niederländischen Fluggesellschaft Tuifly Netherlands hat am Montag, dem 22. Juni 2026, eine außerplanmäßige Sicherheitslandung auf dem internationalen Flughafen der griechischen Insel Rhodos durchgeführt.
Die betroffene Boeing 787-8 Dreamliner befand sich mit der Flugnummer OR191 auf dem regulären Weg vom kenianischen Mombasa zum Zielflughafen Amsterdam Schiphol. Während des Überflugs des östlichen Mittelmeerraums meldete die Cockpit-Besatzung Anzeichen für ein potenzielles technisches Problem. Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Besatzung für eine sofortige Kursänderung und leitete den Sinkflug auf den nächstgelegenen geeigneten Ausweichflughafen ein.
Die Maschine mit der Registrierung PH-TFM setzte ohne weitere Zwischenfälle sicher auf der Landebahn in Rhodos auf. Nach Angaben der griechischen Flughafenbehörden wurde bei dem Vorfall niemand der an Bord befindlichen Passagiere oder Besatzungsmitglieder verletzt. Wie bei ungeplanten Sicherheitslandungen im internationalen Luftverkehr üblich, wurden die lokalen Rettungsdienste und die Flughafenfeuerwehr vorsorglich in Alarmbereitschaft versetzt. Die Einsatzfahrzeuge erwarteten das zweistrahlige Großraumflugzeug direkt nach dem Touchdown auf der Runway. Anschließend wurde der Dreamliner auf eine isolierte Parkposition abseits des Hauptterminals geleitet.
Die genaue Ursache der technischen Unregelmäßigkeit wurde von der Fluggesellschaft bislang nicht im Detail kommuniziert. Das Flugzeug verblieb auch 24 Stunden nach der Zwischenlandung für eingehende technische Inspektionen und unter der Aufsicht der zuständigen Techniker sowie Luftfahrtbehörden auf der griechischen Insel. Für die betroffenen Fluggäste bedeutete der Vorfall eine erhebliche Verzögerung bei der Rückreise nach Europa. Bei solchen unvorhergesehenen Stopps auf Langstreckenverbindungen leitet das Stationsmanagement vor Ort üblicherweise die Unterbringung der Fluggäste in Hotels ein oder organisiert ein Ersatzflugzeug für den Weitertransport.
Der Einsatz moderner Großraumflugzeuge erfordert bei technischen Abweichungen eine strikte Einhaltung der Herstellervorgaben und behördlichen Sicherheitsbestimmungen vor dem nächsten Start. Da die Flotte von Tuifly Netherlands eng in das logistische Netzwerk des TUI-Konzerns eingebunden ist, erfolgen die Reparatur- und Prüfprozesse in enger Abstimmung mit der Hauptbasis am Flughafen Amsterdam Schiphol. Eine finale Freigabe der Maschine für den Rückflug in die Niederlande wird erst nach dem erfolgreichen Abschluss aller Systemtests und der offiziellen Freigabe durch die Prüfingenieure erwartet.