Airbus A330 (Foto: Steffen Lorenz).
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Turkish Airlines verzeichnet deutlichen Umsatzanstieg trotz gestiegener Treibstoffkosten

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Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg ihres Gesamtumsatzes um 20,5 Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt.

Das Frachtgeschäft der Sparte Turkish Cargo wuchs durch gestiegene Kapazitätsnachfragen besonders stark und verzeichnete bei einem Frachtaufkommen von plus 11,3 Prozent einen Umsatzzuwachs von 58 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden US-Dollar. Die Flotte der Gesellschaft wuchs im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf insgesamt 552 Flugzeuge. Das konsolidierte Gesamtvermögen der Unternehmensgruppe belief sich zum Ende des Halbjahres auf 51 Milliarden US-Dollar bei mehr als 101.000 Beschäftigten.

Die Passagierauslastung stieg dank einer stabilen Nachfrage auf Strecken nach Europa, Asien und Afrika um 1,8 Prozentpunkte auf 84,0 Prozent. Trotz eines inflations- und krisenbedingten Anstiegs der Treibstoffpreise sowie geopolitischer Spannungen im Nahen Osten lag die operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Mieten (EBITDAR) mit 12,6 Prozent über der vorherigen Prognose des Unternehmens von 8,0 Prozent. Der ausgewiesene Nettogewinn für das Quartal betrug 197 Millionen US-Dollar. In den ersten sechs Monaten des Jahres tätigte das Unternehmen Investitionen in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar.

Trotz der positiven Umsatzzahlen verweisen Luftfahrtanalysten auf anhaltende operative und finanzielle Risiken für die Fluggesellschaft. Der Anstieg der Kerosinpreise belastet die Ertragslage zeitversetzt, während globale Engpässe in der Flugzeugproduktion und bei der Ersatzteilversorgung die Wartungs- und Expansionspläne beeinträchtigen. Die angestrebte EBITDAR-Marge von 20 bis 25 Prozent für das dritte Quartal 2026 ist stark von der weiteren Entwicklung der Treibstoffkosten und der Stabilität im internationalen Reiseverkehr abhängig.

Für die künftige Flottenentwicklung bleiben zudem die Auslieferungsverzögerungen bei den großen Flugzeugherstellern ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Um das geplante Wachstum im internationalen Passagier- und Frachtverkehr aufrechterhalten zu können, setzt das Unternehmen auf eine Weiterführung der bisherigen Kapazitätsplanung. Die Abhängigkeit vom Drehkreuz Istanbul erfordert zudem eine kontinuierliche Anpassung an schwankende internationale Marktbedingungen.

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