Die Fluggesellschaft Easyjet rechnet mit einem Abschluss der geplanten Übernahme durch die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management Anfang des Jahres 2027.
Wie der Vorstandsvorsitzende Kenton Jarvis am 8. Oktober 2026 am Rande des Treffens des Branchenverbands Airlines for Europe in Brüssel mitteilte, bietet die Aktionärsstruktur derzeit keine nennenswerten Hürden für das Vorhaben. Die Transaktion hat ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 5,7 Milliarden Britischen Pfund (etwa 6,8 Milliarden Euro) und folgt auf den Rückzug des Konkurrenzbieters Castlelake im August 2026.
Nach der Übernahme soll die Fluggesellschaft ihren bisherigen Markennamen unverändert fortführen. Der Gründer Stelios Haji-Ioannou, dessen Familie einen Anteil von 15,3 Prozent hält, wird nach Vollzug der Transaktion einen Sitz im Verwaltungsrat einnehmen. Da es sich bei Apollo um ein von US-Kapital gesteuertes Unternehmen handelt, muss die Transaktionsstruktur modifiziert werden, um die strengen Eigentums- und Kontrollvorgaben der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs für europäische Fluggesellschaften einzuhalten. Die detaillierte Dokumentation des Übernahmeangebots wird am 15. Oktober 2026 veröffentlicht.
Parallel zum Eigentümerwechsel sieht sich Easyjet mit betriebswirtschaftlichen Herausforderungen im laufenden Flugbetrieb konfrontiert. Aufgrund steigender Kerosinpreise kündigte das Management eine Reduzierung der Flugkapazitäten um bis zu 700.000 Sitzplätze im Winterhalbjahr an. Unternehmenschef Jarvis warnte davor, dass anhaltend hohe Treibstoffkosten zu Anstiegen der Ticketpreise im europäischen Luftverkehrsmarkt führen werden.