Flughafen East Midlands (Foto: Stephen McKay).
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UK: Grenzschutzbehörde und Amadeus starten stufenweise Einführung kontaktloser Schleusen an 13 Flughäfen

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Das Vereinigtes Königreich hat im Oktober 2026 mit der praktischen Umsetzung kontaktloser Grenzkontrollen an seinen internationalen Verkehrsflughäfen begonnen. Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem britischen Innenministerium (Home Office), der Grenzschutzbehörde UK Border Force und dem Spanischen Reise- und Logistiktechnologiekonzern Amadeus werden bestehende automatisierte Grenzkontrollschleusen (eGates) schrittweise auf biometrische Verfahren umgestellt.

Die technische Lösung mit der Bezeichnung Amadeus Seamless Gates erlaubt es berechtigten Fluggästen, die Grenzkontrolle ohne physisches Auflegen oder Scannen des Reisepasses zu passieren. Das Pilotprojekt startete am 6. Oktober 2026 am East Midlands Airport für britische Staatsangehörige. Bis Anfang 2027 soll das System an insgesamt 13 britischen Flughäfen vollumfänglich einsatzbereit sein und schrittweise auch für berechtigte Reisende aus Drittstaaten freigeschaltet werden.

Funktionsweise der biometrischen Identifikation und Ablauf an den eGates

Das umgestellte Abfertigungsverfahren basiert auf der Verknüpfung von Live-Aufnahmen an der Kontrollschleuse mit vorab gespeicherten Pass- und Visadatenbanken. Nähert sich eine Person der Schleuse, erfasst eine integrierte Kamera das Gesicht des Passagiers. Diese biometrischen Daten werden in Echtzeit mit den im System hinterlegten Einreise- und Passinformationen abgeglichen. Bei einer Übereinstimmung öffnet sich die Sperre automatisch, ohne dass das physische Reisedokument an das Lesegerät gehalten werden muss.

Sollten die biometrischen Daten nicht eindeutig zugeordnet werden können oder zusätzliche behördliche Überprüfungen erforderlich sein, fordert das System den Reisenden auf, das Dokument auf das Lesegerät zu legen oder sich an das Personal der UK Border Force zu wenden. Nach behördlichen Testreihen verkürzt das kontaktlose Verfahren die Abfertigungszeit pro Passagier um bis zu 25 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Passscannen. Ungeachtet des vereinfachten Passierens bleibt die Pflicht für Reisende bestehen, während der gesamten Reise ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen.

Netzabdeckung an 13 Flughäfen und schrittweiser Zeitplan

Die technische Umstellung erfolgt über Software-Updates und Anpassungen an der Sensorik der bestehenden eGate-Infrastruktur, sodass keine baulichen Neuinvestitionen an den Terminals erforderlich sind. Der Rollout erstreckt sich auf insgesamt 13 Flughäfen im Vereinigten Königreich:

In England wird die Technologie an den Flughäfen Birmingham, Bristol, East Midlands, London Gatwick, London Heathrow, London City, London Luton, Manchester, Newcastle und London Stansted implementiert. In Schottland gehören die Standorte Edinburgh und Glasgow zum Projektumfang, während in Wales der Flughafen Cardiff an das System angeschlossen wird.

Nach dem Auftakt am East Midlands Airport am 6. Oktober 2026 schließt sich im weiteren Verlauf des Herbstes 2026 die Ausweitung auf den Flughafen Birmingham an. Die schrittweise Freischaltung für ausländische Staatsangehörige, die bereits für die Nutzung der regulären eGates zugelassen sind – etwa aus den Staaten der Europäischen Union, den USA sowie weiteren Partnerländern mit Elektronischer Reisegenehmigung (ETA) –, erfolgt fortlaufend bis zum Erreichen der vollständigen Betriebsbereitschaft Anfang 2027.

Verwaltungstechnischer Kontext und digitale Transformation der britischen Grenzen

Die Einführung der Amadeus Seamless Gates ordnet sich ein in das Gesamtprogramm des britischen Innenministeriums zur Digitalisierung des Grenzmanagements. Phil Douglas, Director General der UK Border Force, verwies darauf, dass das kontaktlose Passieren an die Anhebung der Altersgrenzen im Sommer 2026 anknüpft. Seit Juli 2026 ist die Nutzung der eGates auch für Kinder ab einem Alter von acht Jahren in Begleitung Erwachsener gestattet.

Aus Sicht des Anbieters Amadeus zeigt das Projekt, wie digitale Identitätsdaten und Interoperabilität zur Steigerung der Durchsatzkapazitäten an hoch frequentierten Drehkreuzen beitragen können, ohne die nationalen Sicherheitsanforderungen zu lockern. Für Fluggäste aus dem Ausland bleibt das System eng an die digitale Erfassung über das britische ETA-System sowie das bestehende eVisa-Netzwerk gekoppelt, in dem Passdaten vor Reiseantritt elektronisch bei den Behörden hinterlegt werden.

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