Und jetzt sind’s null Strecken: Wizz Air sagt Salzburg-Varna ab

Airbus A321 (Foto: Jan Gruber).
Airbus A321 (Foto: Jan Gruber).

Und jetzt sind’s null Strecken: Wizz Air sagt Salzburg-Varna ab

Airbus A321 (Foto: Jan Gruber).
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Eigentlich wollte die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air am Sonntag eine Nonstopverbindung zwischen Varna und Salzburg aufnehmen. Dazu kam es aber nicht, denn der Carrier sagte auch die letzte für den Hochsommer geplante Route ab der Mozartstadt ab.

Im Vorjahr kündigte Wizz Air überraschend einige Routen ab Salzburg an. Nach nur wenigen Flügen stellte der Carrier das Angebot mangels Nachfrage wieder ein. Seither wurde die Wiederaufnahme einzelner Verbindungen in regelmäßigen Abständen nach hinten verschoben. Zuletzt waren nur noch Varna, St. Petersburg und Kiew-Schuljany angekündigt und alle anderen im Vorjahr geplanten Routen wurden gänzlich gestrichen.

Zunächst wurde St. Petersburg in den September 2021 verschoben, nur wenige Tage später folgte Kiew-Schuljany. Die Destination Varna war bis zuletzt auch für den 13. Juni 2021 buchbar. Kurzfristig und ohne nähere Kommunikation hat Wizz Air auch die Route an das Schwarze Meer gestrichen. Zumindest sind für das Jahr 2021 keine Bulgarien-Flüge geplant, jedoch ist die Route bemerkenswerterweise ab 13. Juni 2022 buchbar und somit um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben.

Konzernchef Jozsef Varadi betonte zuletzt in diversen Interviews, dass Salzburg in der Österreich-Strategie eine wichtige Rolle spielen würde. Angesichts dessen, dass bislang nur wenige Flüge durchgeführt wurden und die angekündigten Wiederaufnahmen immer wieder nach hinten terminiert wurden und nun sogar auf die ganz lange Bank verschoben wurden, dürfte die Mozartstadt keine großartige Rolle in den Planungen der Wizz Air Group spielen. Es bleibt daher abzuwarten, ob der Carrier überhaupt nach Salzburg zurückkehren wird.

Auch Verschiebungen und Kürzungen in Wien

A321-Sharklet (Foto: Jan Gruber).

In Wien gibt es erste Anzeichen dafür, dass Wizz Air ein Absatzproblem haben könnte, denn zahlreiche Routen, darunter Köln/Bonn, Dortmund und Lissabon wurden erneut verschoben und zwar diesmal in den August 2021. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der Mitbewerber Ryanair genau auf diesen Strecken sogar Aufstockungen vorgenommen hat.

Ebenso ergibt sich aus dem Reservierungssystem der Wizz Air, dass auf vielen Routen ab Wien-Schwechat die Frequenzen reduziert wurden. Das bedeutet konkret, dass im Sommer 2021 pro Woche weniger Starts und Landungen durchgeführt werden sollen als noch vor rund sechs Wochen geplant. Im Angesicht des Umstands, dass Austrian Airlines und Ryanair stetig mehr Angebot auf den Markt werfen, steigende Ticketpreise zu verspüren sind und besonders Urlaubsstrecken aufgestockt werden, besteht die zumindest nicht unbegründete Vermutung, dass Wizz Air in Wien auf vielen Routen ein Absatzproblem haben könnte und im harten Konkurrenzkampf mit Ryanair zumindest derzeit die Iren die Nase vorn haben könnten.

Weil sich der Markt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie dynamischer denn je entwickelt, handelt es sich um Momentaufnahmen. Binnen weniger Tage kann sich alles ändern und zwar in alle Richtungen. Vieles hängt von Ankündigungen der Politik ab und diese sind nur sehr schwer vorhersehbar.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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