United-Schriftzug (Foto: Christian Lambert/Unsplash).
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United Airlines-Chef Scott Kirby lobt neuen CEO Kelly Ortberg

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Scott Kirby, CEO von United Airlines, zeigt sich optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Boeing, dem führenden Flugzeughersteller, dessen Ruf in den letzten Jahren durch zahlreiche Probleme erheblich gelitten hat.

In einem LinkedIn-Post nach einem Treffen mit dem neuen Boeing-CEO Kelly Ortberg äußerte Kirby die Überzeugung, dass sich Boeing schneller von den Herausforderungen erholen wird, als allgemein erwartet wird. Diese positive Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Boeing dringend auf eine Wende hofft, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren erhebliche Rückschläge hinnehmen musste.

Boeing war in den letzten Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Besonders hervorzuheben ist das Problem mit dem Boeing 737 Max, das 2019 in den Fokus der Weltöffentlichkeit geriet, als zwei verheerende Abstürze in kurzer Folge die Sicherheitsstandards des Modells infrage stellten. Dies führte zu einem weltweiten Flugverbot für das Modell, das erst im November 2020 wieder für den kommerziellen Betrieb zugelassen wurde. Der damit verbundene Schaden und die regulatorischen Hürden belasteten das Unternehmen schwer und führten zu einem Vertrauensverlust bei vielen Kunden und Investoren.

Die Probleme wurden durch das kürzliche vorübergehende Flugverbot für die 737 Max 9 im Januar 2024 weiter verschärft. Dieses Verbot, das mehr als 170 Jets betraf, führte zu einem erheblichen finanziellen Verlust für United Airlines, die durch das Flugverbot im ersten Quartal einen Schaden von 200 Millionen US-Dollar (rund 182 Millionen Euro) erlitt. Der damalige CEO von Boeing, Dave Calhoun, sah sich gezwungen, sich bei Scott Kirby von United Airlines zu entschuldigen, was die angespannte Beziehung zwischen dem Flugzeughersteller und seinem Kunden widerspiegelte.

Die Hoffnung auf einen Neuanfang unter Kelly Ortberg

Die Ernennung von Kelly Ortberg zum CEO von Boeing im vergangenen Monat markiert einen entscheidenden Schritt in den Bemühungen des Unternehmens, sich von den Problemen der letzten Jahre zu erholen. Ortberg, ein erfahrener Luftfahrtindustrie-Veteran, bringt einen reichen Erfahrungshorizont in die neue Rolle mit. Vor seiner Ernennung zu Boeings CEO leitete Ortberg die Entwicklungsprogramme bei Rockwell Collins, darunter bedeutende Projekte wie den Airbus A350 XWB, die Boeing 787 und die Bombardier C-Series.

Scott Kirby lobte Ortbergs technische Expertise und sein Verständnis für notwendige kulturelle Veränderungen innerhalb des Unternehmens. In seinem LinkedIn-Beitrag bezeichnete Kirby Ortbergs Erfahrung bei Rockwell Collins als „gewinnbringende Kombination“ und hob hervor, dass Ortberg „die kulturellen Veränderungen versteht, die notwendig sind, um die Dinge umzukrempeln“. Kirby äußerte sich zuversichtlich, dass Ortbergs Führung und sein Engagement, sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden zuzuhören, Boeing auf den Weg der Erholung bringen werden.

Die Herausforderungen, die vor Boeing liegen

Trotz der positiven Einschätzungen von Kirby bleibt die Situation für Boeing angespannt. Das Unternehmen steht vor der Aufgabe, nicht nur technische und regulatorische Hürden zu überwinden, sondern auch das Vertrauen der Kunden und Investoren zurückzugewinnen. Die Umstrukturierung und der Umgang mit den kulturellen Herausforderungen innerhalb des Unternehmens sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Boeing muss zudem seine Produktions- und Qualitätskontrollen verbessern, um künftige Probleme zu vermeiden. Der Druck auf das Unternehmen ist enorm, da es sich nicht nur mit den unmittelbaren Herausforderungen auseinandersetzen muss, sondern auch langfristige Strategien entwickeln muss, um seine Marktposition zu sichern und auszubauen.

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