Die Vereinigten Staaten sind in den letzten Wochen von massiven Störungen im Reiseverkehr heimgesucht worden, die durch widrige Wetterbedingungen verursacht wurden. Am Montag führte eine weitere Welle schwerer Stürme entlang der Ostküste zu weitreichenden Verzögerungen und Annullierungen an wichtigen Flughäfen, darunter dem New York John F. Kennedy International Airport (JFK), New York LaGuardia (LGA) und dem Newark Liberty International Airport (EWR).
Insbesondere die Metropolregion New York war von extremen Bedingungen betroffen, mit Sturzflutwarnungen und stundenlangen Flugunterbrechungen, die bis in den heutigen Tag andauern. Hunderte von Flügen wurden gestrichen oder verspätet, was Tausende von Passagieren für Stunden in den Terminals festsitzen ließ, oft mit begrenzten sofortigen Reisemöglichkeiten.
Flugverkehr an der Ostküste im Griff des Unwetters
Die Ostküste der Vereinigten Staaten sah sich in den vergangenen Tagen mit einer herausfordernden Wettersituation konfrontiert, die den Flugverkehr empfindlich traf. Am Montag, dem 14. Juli 2025, verursachte eine Front von schweren Stürmen, die sich nordwärts entlang der Küste bewegte, erhebliche Beeinträchtigungen. Besonders hart traf es die Flughäfen im Großraum New York, namentlich John F. Kennedy International (JFK), LaGuardia (LGA) und Newark Liberty International (EWR). Hier führten Sturzflutwarnungen und behördlich angeordnete Flugverbote am Boden – sogenannte Ground Stops – zu einem nahezu vollständigen Stillstand des Flugbetriebs.
Nach Angaben von Flightaware wurden am Montag landesweit über 7.800 Flüge verspätet und beinahe 1.500 Flüge annulliert. Fast zwanzig Prozent dieser Störungen entfielen allein auf die New Yorker Metropolregion, wo die Kombination aus Ground Stops und Sturzfluten die Bewegung auf den Start- und Landebahnen sowie in der Luftraumkontrolle erheblich behinderte. Der Flughafen LaGuardia war dabei besonders betroffen, mit fast 200 Annullierungen, was mehr als einem Drittel seines gesamten Tagesflugplans entsprach.
Die Auswirkungen dieser Wetterereignisse waren noch am Dienstag spürbar. Daten von Flightradar24 belegten, daß alle drei großen New Yorker Flughäfen weiterhin mit anhaltenden Störungen zu kämpfen hatten. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung verzeichnete der Newark Airport 112 Annullierungen, LaGuardia 47 und JFK 38. Doch nicht nur New York war betroffen; auch andere wichtige Drehkreuze an der Ostküste, wie der Washington Reagan National Airport und der Philadelphia International Airport, meldeten signifikante Ausfälle mit 56 bzw. 34 annullierten Flügen.
Reaktionen der Airlines und Behörden auf die Wetterkapriolen
Angesichts der sich rapide verschlechternden Wetterbedingungen reagierten zahlreiche Fluggesellschaften mit der Herausgabe von Reisehinweisen für Passagiere, die durch die betroffenen Flughäfen reisen sollten. Viele boten zudem sogenannte Travel Waivers an. Diese ermöglichen es Reisenden, ihre Flugpläne ohne zusätzliche Gebühren oder Tarifdifferenzen zu ändern, sofern die Neubuchung innerhalb eines bestimmten Zeitraums und auf der ursprünglichen Strecke erfolgt. Diese Maßnahmen sollen den Passagieren eine gewisse Flexibilität ermöglichen und den Druck auf die Flughäfen mindern.
Die Federal Aviation Administration (FAA), die zuständige Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten, spielte eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Verkehrs in dieser Krisensituation. Sie verhängte rollierende Ground Stops an über einem Dutzend Flughäfen, die sich von Florida bis in den Nordosten erstreckten. Diese weitreichenden Maßnahmen, die notwendig sind, um die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten und die Überlastung der Flughäfen zu verhindern, führten zu stundenlangen Verspätungen und einer immensen operativen Belastung für das gesamte Luftverkehrssystem. Die Koordination zwischen den Flugsicherungszentren und den Flughäfen ist in solchen Situationen von entscheidender Bedeutung, um eine geordnete Abwicklung des restlichen Verkehrs zu gewährleisten.
Fluggesellschaften unter Druck: United Airlines am stärksten betroffen
Die extremen Wetterbedingungen wirkten sich ungleich auf die verschiedenen Fluggesellschaften aus, wobei jene mit dichtem Flugplan an der Ostküste am stärksten zu leiden hatten. Die regionale Fluggesellschaft Republic Airways, die im Auftrag von United, American und Delta Air Lines operiert, zählte am Montag zu den am härtesten getroffenen Anbietern. Sie verzeichnete 390 Annullierungen und 268 Verspätungen im Laufe des Tages. Dies verdeutlicht die Anfälligkeit regionaler Verbindungen, die oft kürzere Strecken und kleinere Flugzeuge nutzen, für wetterbedingte Störungen.
Aber auch die großen nationalen Fluggesellschaften erlitten erhebliche Einbußen. American Airlines mußte fast 350 Flüge streichen und verzeichnete über 1.400 Verspätungen. United Airlines registrierte 243 Annullierungen und mehr als 1.200 Verspätungen. Die Auswirkungen der Stürme zogen sich bis in den Dienstag hinein. Nach Daten von Flightaware erlebte United Airlines an diesem Tag das höchste Ausmaß an Störungen unter den US-Fluggesellschaften, mit 123 annullierten Flügen und über 325 Verspätungen.
Viele der betroffenen Flüge von United Airlines betrafen Routen von oder nach Newark, einschließlich Verbindungen zu Städten wie Nashville und Orlando. United reagierte mit einem großzügigen Travel Waiver für die betroffenen Passagiere. Dieser erlaubte Änderungen der Reiseroute ohne Gebühren oder Tarifdifferenzen, sofern der neue Flug ein von United durchgeführter Dienst zwischen dem 12. und 18. Juli war, in derselben Reiseklasse und zwischen denselben Städten wie ursprünglich gebucht. Diese Kulanzregelungen sollen die Auswirkungen auf die Reisenden mildern und gleichzeitig die Abwicklung des gestörten Flugplans erleichtern. Auch Republic Airways meldete am Dienstag weitere 121 Annullierungen und 144 Verspätungen, während American Airlines 86 Annullierungen und über 500 verspätete Flüge zu verzeichnen hatte.
Zunehmende Wetterstörungen und ihre Auswirkungen auf den Sommerreiseverkehr
Die Reisebranche der Vereinigten Staaten befindet sich in einer anspruchsvollen Zeit. Die jüngsten Unwetterstörungen ereigneten sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da der Juli traditionell zu den verkehrsreichsten Monaten für Flugreisen in den USA gehört. Nach Angaben des U.S. Department of Transportation hat die Nachfrage nach Flugreisen in diesem Sommer das Niveau vor der Pandemie übertroffen. Diese hohe Auslastung läßt wenig Raum für die schnelle Erholung des Betriebs, wenn Störungen wie extreme Wetterereignisse auftreten. Jeder Ausfall oder jede Verzögerung hat Kaskadeneffekte auf den gesamten Flugplan, da Flugzeuge und Besatzungen nicht rechtzeitig für nachfolgende Flüge zur Verfügung stehen.
Schon vor dieser jüngsten Sturmperiode hatten schwere Wetterereignisse Flughäfen im ganzen Land betroffen und in den vergangenen Wochen zu erheblichen Störungen geführt. Laut Cirium, einem auf Luftfahrtanalysen spezialisierten Unternehmen, verzeichnete Nordamerika im Juni einen Anstieg der Annullierungen um 32 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Schwere Gewitter und Sturzfluten waren für einen Großteil dieser Ausfälle verantwortlich. Dieser Trend deutet darauf hin, daß die Infrastruktur des Luftverkehrs immer häufiger durch extreme Wetterphänomene an ihre Grenzen stößt. Die Herausforderung für Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber besteht darin, resiliente Betriebsabläufe zu entwickeln und die Kommunikationswege mit den Passagieren zu verbessern, um die Auswirkungen solcher unvermeidlicher Ereignisse zu minimieren.
Die anhaltenden Störungen verdeutlichen die Notwendigkeit, in verbesserte Wettervorhersagesysteme, modernisierte Luftraummanagementtechnologien und flexiblere Einsatzpläne für Flugzeuge und Personal zu investieren. Während das Wetter eine unkontrollierbare Variable bleibt, können die Reaktionen und Anpassungen des Luftverkehrssystems dazu beitragen, die Belastung für Reisende zu mindern und die Effizienz des Betriebs zu maximieren.
Die jüngsten schweren Unwetter an der Ostküste der Vereinigten Staaten haben zu massiven Störungen im Flugverkehr geführt, wobei die New Yorker Flughäfen besonders betroffen waren. Tausende von Flügen wurden annulliert oder verspätet, was Reisenden erhebliche Unannehmlichkeiten bereitete. Fluggesellschaften und die FAA reagierten mit Reisehinweisen, Travel Waivers und Ground Stops, um die Sicherheit zu gewährleisten und den Verkehr zu steuern. Die hohe Nachfrage im Sommerreiseverkehr verschärft die Auswirkungen solcher Störungen, die in den letzten Monaten bereits zugenommen haben. Dies unterstreicht die anhaltende Herausforderung für die Luftfahrtindustrie, sich an immer extremere Wetterbedingungen anzupassen und die operative Resilienz zu stärken.