Urlaub: So wird das Smartphone nicht zur Kostenfalle

Fluggast mit Smartphone an Bord eines Flugzeugs (Foto: Reshot / Lelia Milaya).
Fluggast mit Smartphone an Bord eines Flugzeugs (Foto: Reshot / Lelia Milaya).

Urlaub: So wird das Smartphone nicht zur Kostenfalle

Fluggast mit Smartphone an Bord eines Flugzeugs (Foto: Reshot / Lelia Milaya).
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Das Smartphone ist mittlerweile bei den meisten Menschen ein alltäglicher Begleiter, der auch im Urlaub nicht fehlen darf, denn mit Fotos vom Stand sollen Freunde und Verwandte ein bisschen eifersüchtig gemacht werden. Es gibt allerdings auch Kostenfallen, die insbesondere außerhalb der Europäischen Union zuschlagen können.

Während es innerhalb der EU eine klare Verordnung für das Roaming gibt und in den meisten Fällen sowohl für Daten als auch für Telefonie und SMS die gleichen Preise wie zu Hause gelten, können die Mobilfunkbetreiber außerhalb der Union fast alles verlangen was sie wollen. Innerhalb der EU sollte ausdrücklich vor dem Reiseantritt geprüft werden wie viele Gigabyte im EU-Gebiet genutzt werden können. Gelegentlich kann es eine Begrenzung geben.

Außerhalb der EU kann sich sogar der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte lohnen, denn Preise von drei Euro pro Minute oder fünf Euro pro Megabyte können im Extremfall anfallen. Es ist daher sehr ratsam sich vor der Abreise mit den Roamingpreisen zu befassen und gegebenenfalls nach Alternativen zu suchen oder Pauschalen zu buchen.

Irrtum 1: Wenn der Angerufene im Ausland ist, dann zahlt der Anrufer mehr

Dieser Unsinn ist leider sehr weit verbreitet und noch immer sind viele der Meinung, dass wenn sie jemanden anrufen, der gerade im Ausland im Roaming ist, dass dann der Anrufer mehr bezahlen muss. Stimmt einfach nicht. Für den Angerufenen kann es aber außerhalb der Europäischen Union richtig teuer werden, denn es fallen so genannte Passivgebühren an. Sprich: Auch wenn man angerufen wird, zahlt man pro Minute eine Gebühr. Diese kann sehr happig sein.

Irrtum 2: Wenn die Mobilbox abhebt, dann kostet es nix

Genau das ist eine gefährliche Kostenfalle außerhalb der EU. Technisch gesehen läuft es so: Wenn man nicht abhebt wird der Anruf an eine andere Nummer, jene der Mobilbox, weitergeleitet. Für diese „Dienstleistung“ fallen außerhalb der EU Roaminggebühren an und zwar auch dann, wenn gar nichts auf den Anrufbeantworter besprochen wird. Tipp: Mobilbox vor dem Abflug ins EU-Ausland einfach ausschalten.

Irrtum 3: Mein Datenvolumen gilt auch im Urlaub

Sofern man sich in der Europäischen Union aufhält ist das richtig, jedoch kann die Anzahl der Gigabytes beschränkt sein. Außerhalb der EU haben die meisten Mobilfunkverträge kein Datenvolumen inkludiert und es kann so richtig teuer werden. Wenn 60 Euro erreicht sind, müssen die Operators die Datenverbindung kappen und nur bei aktiver Zustimmung des Kundens darf reaktiviert werden. Tipp: Oftmals sind lokale Prepaid-Karten deutlich billiger und schützen vor Kostenrisiko. Am Smartphone mit der heimischen Karte sollte man vor dem Abflug sicherstellen, dass Datenroaming deaktiviert ist. Kostenlose WLAN-Netzwerke gibt es zum Beispiel in Hotels und an vielen Flughäfen.

Irrtum 4: Alle eingespeicherten Nummern können angerufen werden

Wenn man Mutter, Vater, Chef oder wen auch immer ohne internationale Vorwahl eingespeichert hat, so kann es im Ausland zur Überraschung kommen, dass eine andere Person den Anruf entgegennimmt. Im Roaming telefoniert man im lokalen Netz. Um ins Heimatland telefonieren zu können, braucht man die internationale Vorwahl (z.B. +43 für Österreich oder +49 für Deutschland). Tipp: Einfach konsequent alle Nummern im internationalen Format mit Vorwahl speichern, dann hat man dieses Problem nicht.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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