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Urlaubszeit: Haustier-Abgaben steigen dramatisch an

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Bereits Ende Mai hat die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe an Tierhalter appelliert, sie mögen sich bitte rechtzeitig vor der Urlaubszeit um einen vorübergehenden Pflegeplatz für ihr Haustier umschauen. Doch kaum rücken die Ferien näher, häufen sich auch schon die Anfragen an den Tierschutzhof Pfotenhilfe – insbesondere was die Abgabe von Hunden betrifft.

Viele verantwortungslose Tierhalter wollen ihre Familienmitglieder jetzt sofort und dauerhaft loswerden. Denn kurz vor dem Urlaub fällt diesen plötzlich auf, dass mit der Haltung eines Tieres ein gewisses Maß an Verantwortung verbunden ist und dies vor der Anschaffung nicht oder zu wenig bedacht wurde. Und diese Verantwortung ist so manchem dann doch zu viel.

„Mit der steigenden Zahl der Tierhalter steigt auch die Zahl jener stark, die sich Tiere als reines Mittel zum Zweck anschaffen und dadurch auch skrupellos wieder ‚entsorgen‘, wie ein altes Stofftier“, so Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler. „Eine Entwicklung, die wir mit großer Sorge beobachten, weil wir immer weniger wirkliche Tierfreunde finden, die Tiere adoptieren möchten, um diesen eine schönere Zukunft zu bieten. Es ist eine Zwickmühle, denn je strenger wir die Plätze prüfen, desto eher wenden sich die Leute an dubiose Online-Quellen, die praktisch unkontrolliert billige ‚Massenware‘ verscherbeln. Solche Tiere haben oft ein Leben lang massive gesundheitliche Probleme, wenn sie die ersten Monate überhaupt überleben. Auch furchtbar arme, lebenslang schwer leidende Individuen von Qualzuchtrassen finden so illegal den Weg in die heimischen Wohnzimmer!“

Tiersitter oder Tierpension betrauen

Die Pfotenhilfe rät, sich auf jeden Fall schon vor Anschaffung eines Tieres darüber Gedanken zu machen, ob es mitfahren kann oder wer es versorgen kann, wenn einmal ein Urlaub ansteht. Bei Hunden muss auf jeden Fall versucht werden, diese mitzunehmen, ansonsten besteht jedenfalls die Möglichkeit, einen Tiersitter oder eine Tierpension mit der Betreuung zu beauftragen.

Die Abgabe im Tierheim als ersten logischen Schritt zu sehen, nur weil ein Urlaub bevorsteht, löst bei der Tierschützerin entsetztes Kopfschütteln aus. „Vom Aussetzen bis zu Euthanasiedrohungen, wenn wir das Tier nicht aufnehmen, haben wir schon alles erlebt. Im besten Fall landen die Tiere bei uns und wir finden ein neues, besseres Zuhause“, erklärt Stadler. Aktuell besteht bei der Pfotenhilfe allerdings bereits Aufnahmestopp, da das Tierheim aufgrund der vielen Anfragen bereits an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.

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