Mit Blick auf die bevorstehende Sommerreisezeit, in der viele Wiener ihren Urlaub ausserhalb der Stadt verbringen, informiert das städtische Veterinäramt über die besten Optionen für die Betreuung von Haustieren. Eine Umfrage der Wiener Wirtschaftskammer aus dem Jahre 2024 zeigt, daß jeder dritte Wiener seine gesamten Sommerurlaubstage ausserhalb Wiens verbringt, wobei über die Hälfte der Reisen innerhalb Österreichs stattfinden, der Rest zumeist ins Mittelmeergebiet oder weiter entfernt.
Für Hundebesitzer, die ihren Liebling nicht mit in den Urlaub nehmen können oder wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ruth Jily, die Leiterin des Veterinäramts, betont, Hunde könnten nicht alleine bleiben. Oft übernehmen Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn die Betreuung. Zusätzlich stünden in und um Wien zahlreiche Hundepensionen zur Verfügung. Wer eine Hundepension in Betracht zieht, sollte diese unbedingt vorab besichtigen und auf Freundlichkeit, Fachkunde, Sauberkeit sowie ausreichende Auslauf- und Beschäftigungsprogramme achten. Alle Hundepensionen müssen behördlich genehmigt sein, und jedem Hund sollte ein eigener Rückzugsbereich zur Verfügung stehen. Es wird empfohlen, vertraute Gegenstände wie Decken oder Schlafkoerbe mitzugeben, um dem Tier Geborgenheit zu vermitteln. Ruth Jily mahnt zudem, rechtzeitig den Impfpass des Hundes zu überprüfen und notwendige Impfungen sowie Entwurmungen vor dem Aufenthalt in einer seriösen Hundepension aufzufrischen.
Katzen hingegen bleiben am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause. Hier bieten sich die Betreuung durch Freunde, Nachbarn oder professionelle Katzensitter an. Katzensitter besuchen die Tiere ein- bis zweimal täglich, versorgen sie mit Futter und Wasser, reinigen das Katzenklo, verabreichen bei Bedarf Medikamente und beschäftigen das Tier. Oftmals werden auch Zusatzdienste wie die Leerung des Briefkastens oder das Blumengiessen angeboten, und Tierhalter können auf Wunsch regelmässige Foto-Updates erhalten. Für Halter kleiner Heimtiere wie Ziervögel oder Reptilien gestaltet sich die Betreuung im Urlaub oft einfacher, da diese Tiere mitsamt ihrem Käfig oder Terrarium vorübergehend zu Betreuungspersonen gebracht werden können. Wichtig sei hier, so Ruth Jily, sich vorab zu vergewissern, daß die Betreuungsperson über ausreichende Kenntnisse zur jeweiligen Tierart verfügt, um Krankheitssymptome schnell zu erkennen. Auch ein geeigneter, zugluftfreier und ruhiger Stellplatz mit passenden Lichtverhältnissen für Käfig oder Terrarium ist zu beachten.
Unabhängig von der gewählten Betreuungsart ist es ratsam, alle wichtigen Informationen zum Tier – Futter, Medikamente, Pflegehinweise, die Telefonnummer des Haustierarztes und eine Notfallnummer, unter der der Tierhalter erreichbar ist – schriftlich zu notieren und der Betreuungsperson zu übergeben. Für diejenigen, die ihren Hund oder ihre Katze mit ins Ausland nehmen, insbesondere ausserhalb der Europäischen Union, ist meist ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis erforderlich. Termine hierfür können online beim Veterinäramt vereinbart werden, wobei das Tier sowie alle ausgefüllten Dokumente und Nachweise zum Termin mitzubringen sind. Das Veterinäramt rät, sich frühzeitig bei der Botschaft des Urlaubslandes über die genauen Einreisebestimmungen für Tiere zu informieren.