Der tragische Absturz einer Embraer E190 der Aserbaidschan Airlines in Kasachstan, bei dem 38 Menschen ums Leben kamen, könnte durch den Beschuss einer russischen Flugabwehrrakete verursacht worden sein. Erste Berichte aus Aserbaidschan und aus russischen Quellen deuteten darauf hin, dass das Flugzeug auf seinem Anflug auf Grosny im Nordkaukasus von einer Rakete des Typs Panzir S getroffen wurde. Medienberichten zufolge seien ukrainische Drohnen in der gleichen Zeit in der Region abgewehrt worden.
Nach dem Treffer der Rakete sollen die Piloten der Embraer um eine Notlandung in nahegelegene russische Flughäfen gebeten haben, was jedoch abgelehnt wurde. Stattdessen versuchte die Crew, das Flugzeug über das Kaspische Meer nach Kasachstan zu steuern, wo es bei einem Landeversuch abstürzte. Die kasachischen Behörden fanden am folgenden Tag die Flugschreiber der Maschine. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Schäden an der Maschine mit den Einschlägen von Flugabwehrwaffen übereinstimmen.
Die Ermittlungen dauern an, wobei internationale und russische Behörden sich mit der Klärung der genauen Ursache befassen. Der Vorfall hat in der Region für Aufsehen gesorgt, da Aserbaidschan und Kasachstan im Hinblick auf ihre Beziehungen zu Russland unterschiedliche politische Positionen vertreten. Die Regierung in Baku äußerte sich bereits zu dem Vorfall, während die kasachischen Behörden vorsichtig mit endgültigen Aussagen zur Ursache sind.