Embraer A-29 Super Tucano (Foto: Embraer).
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Uruguays Luftwaffe modernisiert Flotte mit ersten Embraer A-29 Super Tucano

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Die Luftwaffe von Uruguay (Fuerza Aérea Uruguaya – FAU) hat im Rahmen einer umfassenden Flottenerneuerung die ersten zwei Exemplare des Typs Embraer A-29 Super Tucano übernommen.

Dieser Schritt stellt einen bedeutenden technologischen Wendepunkt für das südamerikanische Land dar, da Uruguay damit veraltete Modelle wie die A-37 Dragonfly ersetzt. Der Ende 2024 unterzeichnete Vertrag umfasst nicht nur die Lieferung der Flugzeuge, sondern auch Missionsausrüstung, integrierte Logistikdienstleistungen sowie einen Flugsimulator zur Pilotenausbildung. Uruguay knüpft damit an eine über 50-jährige Partnerschaft mit dem brasilianischen Hersteller Embraer an, dessen erster internationaler Kunde das Land bereits in den 1970er-Jahren war.

Die A-29 Super Tucano ist ein Turboprop-Flugzeug, das speziell für den Einsatz in asymmetrischen Konflikten, zur Grenzüberwachung und für die Ausbildung von Kampfpiloten entwickelt wurde. Mit einer Flugstundenzahl von weltweit über 600.000 Stunden gilt das Modell als äußerst zuverlässig und kosteneffizient. Die uruguayische Luftwaffe plant, die neuen Maschinen primär zur Sicherung des nationalen Luftraums und zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten im Grenzgebiet einzusetzen. Dank moderner Avionik-Systeme und einer fortschrittlichen Mensch-Maschine-Schnittstelle bietet die A-29 Fähigkeiten zur präzisen Zielidentifizierung und Luftüberwachung, die zuvor in der uruguayischen Flotte nicht verfügbar waren.

Ein wesentliches Merkmal des Waffensystems ist seine Robustheit. Die Flugzeuge können von unbefestigten Pisten aus operieren und benötigen nur eine minimale Infrastruktur am Boden, was sie ideal für Einsätze in entlegenen Regionen macht. Neben der klassischen Luftnahunterstützung und Aufklärung wird die Super Tucano zunehmend auch für die Abwehr von Drohnen eingesetzt – ein Aufgabenfeld, das in der modernen Sicherheitsarchitektur stetig an Bedeutung gewinnt. Durch die Integration in das nationale Verteidigungssystem soll die Souveränität Uruguays gestärkt und die operative Schlagkraft der II. Luftbrigade massiv erhöht werden.

International wird die A-29 von mittlerweile 22 Luftstreitkräften weltweit genutzt, was sie zum Marktführer in ihrer Kategorie macht. Für Uruguay bedeutet die Anschaffung laut General Fernando Colina eine Angleichung an regionale Sicherheitsstandards und eine langfristige Investition in die nationale Sicherheit. Der niedrige Lebenszykluskosten-Faktor sowie die hohe Verfügbarkeit der Ersatzteile durch die geografische Nähe zum Herstellerwerk in Brasilien waren entscheidende Faktoren für die Beschaffung. Die vollständige Integration der neuen Systeme und die Ausbildung des Personals am Simulator werden in den kommenden Monaten abgeschlossen.

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