Airbus A320 (Foto: Raimund Stehmann).
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US-Behörde lockert Sanktionen gegen Syrianair und weitere syrische Akteure

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Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) der Vereinigten Staaten hat die staatliche syrische Fluggesellschaft Syrianair sowie 27 weitere Einzelpersonen und Organisationen von bestehenden Sanktionen befreit. Eine am 23. Mai 2025 erlassene allgemeine Lizenz autorisiert nun sämtliche Transaktionen mit diesen Unternehmen und Personen sowie mit allen Firmen, an denen sie eine Mehrheitsbeteiligung halten.

Diese Maßnahme bestätigt eine frühere Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, der eine Lockerung der Sanktionen gegen Syrien in Aussicht gestellt hatte. Obwohl die neue Lizenz als Ausnahme alle Transaktionen mit den genannten Entitäten und Personen erlaubt, bleiben die ursprünglichen Sanktionen grundsätzlich in Kraft und wurden nicht vollständig aufgehoben.

Syrianair erwartet Wachstum und Normalisierung des Flugverkehrs

Syrianair begrüßte die Entscheidung in einer Stellungnahme und erklärte, die Ausnahmeregelung werde es der Fluggesellschaft ermöglichen, in eine Phase des schnellen Wachstums einzutreten und den syrischen Flugverkehr zur „Normalität“ zurückzuführen. Bereits im Februar 2025 hatte die Europäische Union die Sanktionen gegen Syrianair aufgehoben.

Die Flottenübersicht von ch-aviation zeigt, daß Syrianair aktuell lediglich zwei Flugzeuge des Typs Airbus A320-200 aktiv betreibt. Weitere sechs Maschinen desselben Typs sowie zwei Airbus A340-300 befinden sich derzeit in der Lagerung. Beobachter der Luftfahrtindustrie weisen darauf hin, daß die Aufhebung der Sanktionen es Syrianair ermöglichen könnte, ihre Flotte zu reaktivieren und möglicherweise zu modernisieren, was für die angestrebte Wachstumsphase entscheidend wäre.

Hintergründe der Sanktionslockerung

Die Entscheidung der Vereinigten Staaten folgt einer ähnlichen Maßnahme der Europäischen Union und deutet auf eine mögliche veränderte Haltung westlicher Staaten gegenüber Syrien nach dem Sturz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 hin. Ziel dieser Lockerungen ist es, die wirtschaftliche Erholung des Landes zu unterstützen.

Während die EU ihre Sanktionen gegen Syrianair vollständig aufhob, handelt es sich bei der US-amerikanischen Maßnahme um eine Ausnahmeregelung, die bestimmte Transaktionen erlaubt, die Sanktionen aber nicht generell aufhebt. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Auswirkungen diese Lockerungen auf den syrischen Luftverkehr und die Wirtschaft des Landes haben werden. Analysten sehen darin jedoch ein positives Signal für die Entwicklung Syriens und seiner internationalen Beziehungen.

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