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US-Luftfahrtbehörde FAA warnt vor Sicherheitsrisiken im venezolanischen Luftraum

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Die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hat ihre dringliche Warnung für den Luftraum über Venezuela am 17. Dezember 2025 bekräftigt. Große Fluggesellschaften werden zur erhöhten Vorsicht bei Überflügen sowie während der Start- und Landephasen aufgerufen. Die Behörde sieht potenzielle Bedrohungen für die zivile Luftfahrt in allen Flughöhen als gegeben an. Diese Warnung bezieht sich nicht nur auf den direkten Flugbetrieb, sondern schließt explizit auch die Sicherheit von Flugzeugen und Einrichtungen am Boden ein. Hintergrund der Maßnahme ist die instabile politische Lage und die Gefahr militärischer oder krimineller Aktivitäten, die den regulären Flugverkehr gefährden könnten.

Die erneute Sicherheitsbewertung steht im Kontext einer drastischen Verschärfung der geopolitischen Spannungen in der Region. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat in der südlichen Karibik eine massive militärische Präsenz aufgebaut, um den Druck auf die Führung von Nicolas Maduro zu erhöhen. Berichten zufolge wurden zusätzliche Marineeinheiten und Aufklärungsflugzeuge in Grenznähe stationiert. Diese militärischen Bewegungen erhöhen das Risiko von Missverständnissen in der Luftraumüberwachung oder unbeabsichtigten Konfrontationen, was die FAA dazu veranlasste, die ursprüngliche Mitteilung vom November erneut hervorzuheben und als kritisch einzustufen.

In den vergangenen Jahren war der kommerzielle Flugverkehr zwischen den USA und Venezuela bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Nachdem das US-Verkehrsministerium den direkten Flugverkehr bereits 2019 aus Sicherheitsgründen untersagt hatte, nutzen internationale Fluggesellschaften den venezolanischen Luftraum primär für Transitflüge nach Südamerika. Die aktuelle Warnung der FAA signalisiert eine Verschlechterung der Lagebeurteilung, die auch Auswirkungen auf europäische und lateinamerikanische Airlines haben könnte, die Routen über venezolanisches Territorium planen. Experten weisen darauf hin, dass die eingeschränkte Funktionsfähigkeit der zivilen Flugsicherung in Venezuela ein zusätzliches technisches Risiko darstellt.

Zusätzliche Berichte von Sicherheitsdiensten deuten auf eine verstärkte Präsenz von Luftabwehrsystemen in Grenznähe hin, was die Besorgnis der US-Behörden weiter befeuert. Die FAA hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Warnungen für Krisengebiete wie Libyen oder den Iran herausgegeben, um zivile Maschinen vor versehentlichem Beschuss oder elektronischen Störungen zu schützen. Für Fluggesellschaften bedeutet die aktuelle Warnung oft eine Umleitung von Routen, was zu längeren Flugzeiten und einem erhöhten operativen Aufwand führt. Eine Aufhebung der Warnung ist nach Einschätzung von Beobachtern erst nach einer grundlegenden Stabilisierung der politischen Verhältnisse in Caracas zu erwarten.

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