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US-Repräsentantenhaus berät über Verschärfung der Flugsicherheitsgesetze

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Nach dem schweren Flugunglück im Januar 2025 bereitet das US-Repräsentantenhaus für die kommende Woche umfassende Beratungen über neue Sicherheitsvorschriften im Luftraum vor. Anlass für die gesetzgeberische Initiative ist die Kollision zwischen einem Regionaljet der American Airlines und einem Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee, die 67 Todesopfer forderte. Die parlamentarische Aufarbeitung zielt darauf ab, kritische Sicherheitslücken zu schließen, die durch die Untersuchung der Nationalen Transportsicherheitsbehörde (NTSB) aufgedeckt wurden. Die NTSB hatte infolge des Zusammenstoßes zahlreiche Empfehlungen ausgesprochen, um die Koordination zwischen ziviler und militärischer Luftfahrt in hochfrequentierten Lufträumen grundlegend zu verbessern.

Im Zentrum der Debatte steht die flächendeckende Einführung des automatischen Überwachungssystems ADS-B (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast). Während der US-Senat bereits im Dezember 2025 eine Verpflichtung zur Nachrüstung aller Flugzeugbetreiber bis zum Jahr 2031 verabschiedet hat, streben führende Mitglieder der Ausschüsse für Verkehr und Streitkräfte im Repräsentantenhaus eine noch weitreichendere Lösung an. Der neue Gesetzentwurf sieht nicht nur technische Aufrüstungen vor, sondern auch eine striktere Überwachung der Flugrouten in der Umgebung kommerzieller Flughäfen. Insbesondere der Mischverkehr aus schnellen Jet-Maschinen und Militärhubschraubern soll durch neue vertikale und horizontale Trennungsstandards entflochten werden.

Die Ermittlungen zum Unglück im Jahr 2025 hatten gezeigt, dass unzureichende Transponderdaten und eine lückenhafte Kommunikation zwischen militärischen Leitstellen und der zivilen Flugsicherung (FAA) maßgeblich zur Katastrophe beigetragen hatten. Experten fordern daher eine Vereinheitlichung der technologischen Standards, damit Militär- und Zivilluftfahrzeuge im Cockpit gegenseitig sichtbar gemacht werden. Der aktuelle Gesetzesvorstoß im Repräsentantenhaus soll zudem die Befugnisse der FAA erweitern, um Flugrouten bei Bedarf kurzfristig für militärische Übungsflüge zu sperren oder großräumig umzuleiten, wenn ein erhöhtes Verkehrsaufkommen an kommerziellen Drehkreuzen besteht.

Finanziell steht die US-Luftfahrtbranche vor erheblichen Investitionen, da die Umrüstung älterer Maschinen und Hubschraubermodelle mit moderner ADS-B-Technologie hohe Kosten verursacht. Dennoch herrscht im politischen Washington weitgehende Einigkeit darüber, dass der technologische Stillstand nach dem Verlust von 67 Menschenleben nicht länger tragbar ist. Die kommenden Beratungen werden zeigen, ob das Repräsentantenhaus dem bereits vorliegenden Senatsentwurf folgt oder Verschärfungen durchsetzt, die eine schnellere Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen fordern. Das Ziel der Abgeordneten ist eine Verabschiedung der Gesetzgebung noch im ersten Quartal 2026.

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