Flagge des Iran (Foto: Pixabay).
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US-Sanktionen erzwingen Umkehr iranischer Passagiermaschine

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Ein iranisches Passagierflugzeug auf dem Weg von Teheran in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe ist zur Umkehr gezwungen worden, nachdem Turkmenistan der Maschine die Überflugrechte verweigert hatte.

Nach Angaben der iranischen Luftfahrtbehörde führten Versuche des Flugkapitäns, die Ausweichroute über den Luftraum benachbarter Staaten zu verhandeln, zu keinem Ergebnis. Der Vorfall unterstreicht die unmittelbaren operativen Auswirkungen der verschärften US-Sanktionen gegen die zivile Luftfahrt Irans, die Drittstaaten bei einer Kooperation mit iranischen Fluggesellschaften mit gravierenden finanziellen Konsequenzen drohen.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte das Regelwerk zur Isolation des iranischen Luftfahrtsektors ausgeweitet und Sekundärsanktionen gegen internationale Akteure angekündigt. Ausländischen Flughäfen, Bodendienstleistern und Treibstofflieferanten wird der Ausschluss aus dem US-Dollar-Finanzsystem angedroht, sollten sie iranische Maschinen betanken, Landerechte gewähren oder den Ticketvertrieb unterstützen. Die Maße führte bereits zur Einstellung von Flugverbindungen iranischer Fluggesellschaften in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Oman und in den Irak. Derzeit gehören Drehkreuze wie Istanbul oder Ziele in China zu den verbliebenen internationalen Verbindungen.

Der diplomatische Streit über die Sanktionsmaßnahmen verschärft sich auf internationaler Ebene. Das chinesische Außenministerium kritisierte die einseitigen US-Maßnahmen ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates als völkerrechtswidrig. Demgegenüber warnte die Führung in Teheran Nachbarstaaten vor einer Mitwirkung an den Flugverboten und drohte mit Gegenmaßnahmen, die den zivilen Luftverkehr in der gesamten Region beeinträchtigen könnten.

Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass die Sperrung von Lufträumen und die Verweigerung von Bodenabfertigungen zu einer Isolation der iranischen Zivilluftfahrt führen. Da Ausweichrouten erhebliche Mehrkosten und verlängerte Flugzeiten verursachen, stehen verbliebene Auslandsverbindungen vor wirtschaftlichen und logistischen Hürden.

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