VC fordert politische Intervention bei Tuifly

Boeing 737-800 (Foto: Pixabay).
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VC fordert politische Intervention bei Tuifly

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Die Vereinigung Cockpit fordert von der deutschen Politik, dass diese die Umstrukturierung der Ferienfluggesellschaft Tuifly “auf Kosten der Steuerzahler” verhindern soll. Den aktuellen Plänen nach, gegen die die Gewerkschaft Sturm läuft, soll die Flotte auf 22 Flugzeuge verkleinert werden und einhergehend sollen 1.000 Jobs gestrichen werden.

Die Vorgehensweise bezeichnen die Belegschaftsvertreter der VC, Verdi und der Betriebsrat als “wirtschaftlich und politisch untragbar sowie sozial unverantwortlich”. Durch den Umbau des Unternehmens würden zusätzliche Kosten in der Höhe von 200 Millionen Euro verursacht werden. Die VC geht davon aus, dass diese mit Hilfe der Staatshilfe in der Höhe von drei Milliarden Euro gestemmt werden sollen. Etwaige Kosteneinsparungen durch die geplante Umstrukturierung werden sich frühestens in mehreren Jahren einstellen, so die VC.

Durch die Umstrukturierung würden ca. 200 Millionen Euro an Kosten verursacht. Damit würde der Konzern einen erheblichen Anteil der vorhandenen Liquidität und der staatlichen Hilfsgelder in Höhe von drei Milliarden Euro in einem Projekt ohne unmittelbar wirksamen finanziellen Nutzen und mit unsicherem Ausgang versenken.

“Bereits jetzt – mitten in der Corona-Krise – fliegt Tuifly schon mit über 20 Flugzeugen fast ausschließlich auf die kanarischen Inseln und dies könnte aufgrund der hohen Nachfrage noch gesteigert werden. Das zeigt eindeutig, dass 17 Flugzeuge für den Heimatmarkt des weltgrößten Reiseveranstalters keinesfalls ausreichend sein werden. Sobald die Corona-Krise dem Ende zugeht, wird eine erheblich größere Flotte benötigt, um das Geschäft und Flugprogramm durchführen zu können. Hier will Tui in Zukunft überwiegend mit osteuropäischen Billigfluggesellschaften in erheblichem Umfang fliegen. Da Tui als Premiumanbieter mit dementsprechend hohen Preisen für die Kunden dieses Geschäftsgebaren dem Tui-Kunden verkaufen kann ist sehr fraglich”, so die Vereinigung Cockpit in einer Aussendung.

Die Gewerkschaft betont, dass die Mitarbeiter sich über die prekäre Lage des Konzerns im Klaren sind und bereit sind ihren Beitrag zu leisten. “Dazu gehört unter anderem die Bereitschaft, substanzielle tarifliche Beiträge zu vereinbaren sowie die Flexibilität und Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Änderungen im Manteltarifvertrag zu Gunsten des Arbeitgebers erheblich zu steigern. Dieses Angebot der Belegschaft beinhaltet zwei Komponenten. Zum einen können die Einmalkosten für den Tui-Konzern von ca. 200 Millionen Euro sofort erheblich reduziert werden – diese werden für die Finanzierung des Tui-Konzerns in der Krise dringend benötigt. Zweitens bieten die Gewerkschaften der Tuifly darüber hinaus Einsparungen bei den laufenden Kosten an”, schreibt die VC.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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