November 9, 2020

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November 9, 2020

Vueling nimmt A321 von Level Europe in die Flotte

Nach Informationen der spanischen Luftfahrtbehörde hat Vueling drei bislang in Österreich registrierte Airbus A321 der insolventen Level Europe GmbH, vormals Anisec Luftfahrt GmbH, aufgenommen und in das spanische Luftfahrzeugregister übernommen. Die A321 mit den bisherigen Kennungen OE-LCN, OE-LCP sowie OE-LCR waren Ende Juli 2020, als Folge der Einstellung des Flugbetriebes von Level Europe, nach Madrid überstellt und bislang dort abgestellt worden. Zu welchem Zeitpunkt und in welchen Umfang Vueling die drei A321 selbst wieder in Betrieb nehmen wird, ist angesichts der aktuellen dramatischen Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie noch völlig offen.

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Subventionsstreit: EU-Kommission will nicht einseitig auf Strafzölle verzichten

Die Europäische Kommission will im Zuge des Subventionsstreits der Flugzeugbauer Boeing und Airbus auch nach der US-Wahl nicht einseitig von weiteren Strafzöllen absehen. Der designierte US-Präsident Joe Biden könnte die Verhandlungsposition der Vereinigten Staaten ändern, wie das Nachrichtenportal Finanzen berichtet. Das wissen auch die Verantwortlichen in der EU. Diese schlagen vor, dass beide Seiten ihre Zölle aussetzten. „Wir sind jederzeit bereit, das zu tun“, so Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Dies beruhe jedoch auf Gegenseitigkeit. Sprich: Wenn die USA ihrerseits nicht aktiv werden, wird sich an der Situation auch nichts ändern.

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AUA: Kritik wegen Innsbruck-Verlegung

Die Austrian Airlines hat am Flughafen Innsbruck die Crew-Basis für Flugbegleiter und Piloten geschlossen. Davon sind insgesamt 40 Mitarbeiter direkt betroffen. Diese wehren sich jetzt gegen die Verlegung des Dienstortes nach Wien und bekommen unter anderem von der Tiroler ÖGB Unterstützung. Auch die regionale Politik mischt sich in die Diskussion ein. Die AUA habe ihrerseits alles Nötige getan, sogar den Betroffenen angeboten, nach Wien zu wechseln, wie der ORF berichtet. Dies sei nichts weiter als ein unmoralisches Angebot, denn es gehe schließlich um Existenzen und Familien, so ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Die Tiroler Arbeitnehmervertretung äußert scharfe Kritik, der sich auch der Betriebsrat anschließt. „Wegen der Verlegung der Mitarbeiter von Innsbruck nach Wien laufen noch zwei arbeitsgerichtliche Verfahren“, erklärt Andreas Geldner, der stellvertretende Bord-Betriebsratsvorsitzende der Fluggesellschaft. Aufgrund dessen würden sich die Angestellten im Stich gelassen fühlen. Nun sei es an der Zeit, dass die Bundesregierung handle. Aus der Politik bekommen die Mitarbeiter Unterstützung vom Tiroler Landeshauptmann. Dieser kritisiert das harsche Vorgehen und spricht der Führungsetage das Vertrauen aus: „Der erneute Abzug von Mitarbeitern von Innsbruck nach Wien zeigt, dass die aktuelle AUA-Führung kein verlässlicher Partner ist“, so Günther Platter. Es sei höchste Zeit, faire Lösungen für diese Arbeitsplätze anzubieten. Deswegen fordert der Gewerkschaftsbund einen Sozialplan, der auch die Lebenssituationen der Arbeitnehmer berücksichtigt.

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Lufthansa Group verkauft Corona-Versicherungen

Ab sofort bieten Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines kostenpflichtige Versicherungspakete im Falle einer Covid-19-Infektion an. Dabei stehen die Optionen „Travel Care“ und „Travel Care Plus“ zur Auswahl. Versicherer ist die AIG Europe S.A., wobei die Produkte zunächst Passagieren mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorbehalten sind. Das Versicherungspaket der Travel Care-Option umfasst eine Ausgleichszahlung für den Fluggast, sollte sich dieser wegen einer Covid-19 Infektion an seinem Zielort in Quarantäne begeben müssen. Gleichzeitig beinhaltet die Option eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung. Neben den genannten Leistungen übernimmt die Travel Care Plus-Option zusätzlich medizinische Kosten im Falle einer Covid-19 Erkrankung des Fluggastes. Auch ein eventueller medizinischer Notfallrücktransport ist abgedeckt. Alle Versicherungsleistungen unterliegen den Bedingungen und Konditionen der Police. Gekauft werden kann die Polizze während der Buchung des Tickets über die direkten Vertriebskanäle der drei Fluggesellschaften. Eigenen Angaben nach ist man unter den ersten Airlines, die eine zusätzliche Absicherung anbieten.

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Lufthansa: Thiele fordert Stellenabbau und Verkauf von Beteiligungen

Lufthansa-Großaktionär Heinz-Hermann Thiele erhöht den Druck auf das Management der größten Fluggesellschaft Deutschlands. Er fordert im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ den Abbau von etwa 30.000 Stellen sowie den Verkauf von Beteiligungen. Thiele hält etwa 12 Prozent an der Deutschen Lufthansa AG und sorgte bereits im Frühjahr und Sommer für Aufsehen, denn zunächst kündigte er an, dass er die Staatshilfe blockieren wolle. Er sprach sich klar für eine „Planinsolvenz“ aus. Den Widerstand gab der Investor allerdings auf und erteilte letztlich seine Zustimmung. Seit einigen Tagen tritt Thiele wieder mit seinen Forderungen in die Öffentlichkeit und zwar zunächst in Richtung der Gewerkschaften. Nun erhöht er den Druck auf Konzernchef Carsten Spohr, denn die Zahlen sind momentan aufgrund der Gesamtumstände der Corona-Pandemie miserabel. Im Gespräch mit dem Spiegel fordert Thiele unter anderem, dass ein „tragfähiges Sanierungskonzept“ auf den Weg gebracht werden soll. Dies schließt den Abbau von etwa 30.000 Stellen sowie den Verkauf von Beteiligungen ein. Spohr wehrt sich jedoch gegen so genannte „Notverkäufe“. Wie dieser „Machtkampf“ ausgehen wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

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Absage: Keine Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle

Die kommenden Monate dürften für Norwegian Air Shuttle besonder schwierig werden, denn Verkehrsministerin Iselin Nyboe erklärte, dass man ein Ersuchen um milliardenschwere staatliche Unterstützung erhalten habe, jedoch dies für nicht verantwortungsvoll halte. Gegenüber Reuters News sagte das Regierungsmitglied, dass Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle „keine verantwortungsvolle Investition von Steuergeldern“ wäre. Dabei verwies sie auch darauf, dass das Unternehmen bereits vor der Corona-Pandemie rote Zahlen eingeflogen hat und über die Jahre hinweg einen hohen Schuldenberg angehäuft hat. Mit Hilfe vom Staat kann der Billigflieger den jüngsten Äußerungen der norwegischen Verkehrsministerin nach nicht rechnen. Im Mai 2020 wurde allerdings ein staatlich garantierter Kredit in der Höhe von 329 Millionen U.S.-Dollar gewährt. Wie Norwegian Air Shuttle nun mit dem „Korb“ der Regierung umgehen wird, ist noch unklar. In einem Statement schreibt man zwar, dass die Situation derzeit evaluiert wird und möglicherweise der Verkauf weiterer Flugzeuge ins Auge gefasst wird, jedoch wird man dabei nicht konkret. Mitleid scheint Nyboe übrigens nicht zu haben, denn gegenüber Reuters sagte sie auch: „Die Airline-Industrie wird wahrscheinlich ausreichend Verbindungen anbieten und wir werden auch in Zukunft einen gesunden Wettbewerb sehen“.

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Kommentar: Leere Flugzeuge – wie lange hält die Branche das noch durch?

Seit der weitgehenden Wiederaufnahme des Flugverkehrs ab etwa Mitte Juni 2020 hat sich in der Reisebranche viel verändert. Leider nicht gerade positiv, denn Passagiere und Beförderungsunternehmen sind weiterhin mit einem Flickenteppich unterschiedlichster Einreise- und Quarantänebestimmungen konfrontiert. Besonders Deutschland überschüttet momentan wieder gefühlt ganz Europa mit Reisewarnungen und definiert einen Staat nach dem anderen als so genanntes „Risikogebiet“. Für eine kurze Zeit ab Juni bzw. Juli 2020 gab es zumindest innerhalb der Schengen-Region kaum nennenswerte Einreisebestimmungen, denn es war zunächst das Bestreben der Staaten und der Europäischen Union weitgehende Normalität herzustellen. Die Auslastung der Flüge war im Juni noch recht schwach, aber es gab auch positive Ausreißer. Beispielsweise ein von Eurowings am 19. Juni 2020 durchgeführter Flug von Wien nach Stuttgart hatte nur knapp über 30 Passagiere an Bord, jedoch ein paar Tage später war der Rückflug komplett voll. Malta öffnete sich am 1. Juli 2020 für viele Staaten und verlangte lediglich das Ausfüllen zweier Formulare. So leer wie in diesem Jahr waren die wenigen Sandstrände des Inselstaats wohl schon lange nicht mehr, doch die Auslastung der Flüge entwickelte sich zunächst positiv. Im Juli 2020 war in den Flugzeugen von Wizzair, Lauda/Ryanair/Malta Air noch viel Platz, aber im August 2020 flog man weitgehend voll. In spontanen Gesprächen erklärten viele Passagiere, dass man sich aufgrund des günstigen Preises spontan für einen Urlaub auf Malta und/oder Gozo entschieden habe. Das änderte sich im September und Oktober 2020 schlagartig, denn die klassische Urlaubszeit war vorbei und somit wurden die Maschinen der Ryanair Group und

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Deutschland: Corona-Testzentren an Flughäfen schließen

In Deutschland wurden im August 2020 an den meisten Flughäfen sowie an großen Bahnhöfen und teilweise auch auf Autobahnraststätten Corona-Teststationen eröffnet. Diese konnten Einreisende kostenfrei in Anspruch nehmen. Rasch flammte innerdeutsch eine politische Diskussion auf, dass Reiserückkehrer aus „Risikogebieten“ doch für ihre PCR-Tests selbst aufkommen sollen. Nun schließen die Stationen reihenweise. Beispielsweise teilte der Stuttgarter Flughafen unter Hinweis auf die seit Sonntag geltenden Einreisebestimmungen mit, dass das bislang im Terminal 1-West angesiedelte Testzentrum geschlossen wird. Seit August 2020 wurde das Angebot von rund 90.000 Reisenden genutzt. Einen Ersatz hat man noch nicht, jedoch arbeitet die Geschäftsleitung laut Medienaussendung daran. Ähnlich wie an anderen deutschen Flughäfen dürfte das neue Angebot dann für Reisende, aber auch die lokale Bevölkerung kostenpflichtig sein. Nähere Informationen zu den seit Sonntag für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland gültigen Vorschriften unter diesem Link.

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Deutschland: Keine Beförderung ohne Online-Voranmeldung

Seit Sonntag gelten für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die umstrittenen neuen Bestimmungen. Diese schreiben vor, dass Personen, die sich in den letzten zehn Tagen in einem so genannten Risikogebiet aufgehalten haben, für zehn Tage in Quarantäne müssen. Das Vorliegen einer negativen Testung, die nicht älter als 48 Stunden sein darf, verkürzt die Absonderung auf fünf Tage, entbindet jedoch nicht vor dieser. Neu ist auch, dass die bisherigen „Aussteigekarten“ durch eine Online-Reisevoranmeldung ersetzt wurden. Die PDF-Datei, die am Ende des Vorgangs bereitgestellt wird, muss während der Reise mitgeführt werden. Die Behörden schreiben in ihren Informationen rund um das neue Tool, dass Beförderungsunternehmen das Vorhandensein des PDFs kontrollieren müssen und bei Missachtung der Vorschrift das Einsteigen verweigern können. Parallel dazu dehnte die deutsche Bundesregierung ihre Reisewarnungen weiter aus. Seit Sonntag ist ganz Italien als Risikogebiet eingestuft. Weiters traf des Festland-Portugal, mit wenigen Ausnahmen das gesamte Gebiet von Schweden und Dänemark (ausgenommen Grönland und Färöer) sowie Nordgriechenland und die Region Athen. Norwegen, Estland, Lettland und Litauen wurden nun ebenfalls als Risikogebiet eingestuft. Personen, die aus diesen Ländern kommend (oder sich in den letzten zehn Tagen dort aufgehalten haben) nach Deutschland einreisen, müssen seit Sonntag zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen PCR-Test kann diese auf fünf Tage verkürzt werden.

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Kanada: Staatshilfe nur dann, wenn Tickets erstattet wurden

Kanada setzt den Fluggesellschaften eine klare Bedingung für die mögliche Gewährung von staatlich besicherten Krediten und/oder anderen finanziellen Hilfsmaßnahmen. Verkehrsminister Marc Garneau sagte, dass die Airlines zunächst ihren Erstattungspflichten gegenüber kanadischen Kunden nachkommen müssen. Andernfalls werde man „keinen Penny an Steuergeldern für Fluggesellschaften ausgeben“. Derzeit evaluiert die kanadische Regierung ein umfangreiches Unterstützungspaket für den gesamten Luftfahrtsektor. Der Minister fügte auch hinzu, dass Kanada wesentlich stärker als andere Staaten auf Flugverbindungen angewiesen ist. Doch auch in diesem Nachbarstaat der Vereinigten Staaten sorgen verschleppte und zum Teil bis dato nicht erfolgte Rückzahlungen von Flugscheinen, die aufgrund des ersten Lockdowns nicht genutzt werden konnten, noch immer für Frust und Diskussionen. Der Verkehrsminister knüpft nun mögliche Hilfsgelder an die Tilgung der Schulden gegenüber den Passagieren.

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