Lufthansa-Schriftzug am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).

VC und Lufthansa einigen sich auf Krisentarifvertrag

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VC und Lufthansa einigen sich auf Krisentarifvertrag

Lufthansa-Schriftzug am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).

Die Vereinigung Cockpit und Lufthansa haben sich auf einen Krisentarifvertrag für die Piloten geeinigt. Dieser setzt die Zugeständnisse über den 31. Dezember 2020 hinaus fort und kann bis zum 30. Juni 2022 verlängert werden. Die Kurzarbeit kann bis vorerst 31. Dezember 2021 ausgedehnt werden.

Betroffen sind Lufthansa sowie die Konzerngesellschaften Germanwings, Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Cargo. Laut Vereinigung Cockpit spart sich die Firmengruppe durch die Vereinbarung 450 Millionen Euro. Zusammen mit dem bereits geschlossenen Unterstützungspaket für 2020 ergeben sich durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarung lückenlose Einsparungen bis zum 31.03.2022 bzw. maximal bis zum 30.06.2022 in Gesamthöhe von bis zu über 600 Millionen Euro, so die VC in einer Aussendung. Im Gegenzug für die Zugeständnisse erhält das Cockpitpersonal einen Kündigungsschutz bis zum Laufzeitende der Krisenvereinbarung sowie einen mit 24 Millionen Euro dotierten Topf zur Finanzierung sozialverträglicher Maßnahmen im Falle eines Personalabbaus. 

„Wir sind erleichtert, dass es uns trotz eines extrem unnachgiebigen Managements gelungen ist, das Cockpitpersonal mindestens bis zum 31.03.2022 gegen betriebsbedingte Kündigungen abzusichern. Die Pilotinnen und Piloten tragen durch die Reduktion der Cockpitkosten den höchsten individuellen Krisenbeitrag aller Mitarbeitergruppen im Konzern und tragen damit zu einer besseren Liquidität der Lufthansa bei“, so Markus Wahl, Präsident der VC.

„Ich freue mich über den weiteren substantiellen Beitrag der Cockpitbeschäftigten zur Krisenbewältigung. Wir wollen die Laufzeit des Krisentarifvertrags nutzen, um mit der Vereinigung Cockpit nachhaltige strukturelle Lösungen als Reaktion auf die veränderten Rahmenbedingungen zu vereinbaren und Kündigungen auch nach der Laufzeit vermeiden zu können”, erklärt Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann.

Die Gespräche zwischen dem Kranich und der Vereinigung Cockpit sollen im Jahr 2021 fortgesetzt werden. Dadurch will man “bessere Prognostizierbarkeit” nachhaltiger Lösungen für die Zeit nach dem Auslaufen des Krisentarifvertrags erreichen.

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