VC zu Ryanair: “Gehaltskürzungen bei gleichzeitiger voller Auslastung müssen enden”

Boeing 737-800 (Foto: Robert Spohr).
Boeing 737-800 (Foto: Robert Spohr).

VC zu Ryanair: “Gehaltskürzungen bei gleichzeitiger voller Auslastung müssen enden”

Boeing 737-800 (Foto: Robert Spohr).
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Im Zuge der Corona-Krise mussten die Mitarbeiter von Ryanair harte Einschnitte hinnehmen. Europaweit kritisieren die Pilotinnen und Piloten nun in einem offenen Brief die Gehaltspolitik von Michael O’Leary.

Heftige Gehaltseinbußen haben die Crews hart getroffen. Die Pilotinnen und Piloten haben sich darauf verlassen, dass ihre – zusätzlich zur Kurzarbeit implementierte – bis zu zwanzigprozentige Gehaltskürzung schnellstmöglich wieder auf das Niveau vor der Krise angepasst wird. Zu diesem Vertrauen hat auch beigetragen, dass Michael O’Leary sein Gehalt damals freiwillig gekürzt hatte. 

In einem offenen Brief kritisieren nun die Pilotinnen und Piloten europaweit den verzerrten Blick des Ryanair Chefs und seines Managements auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Für sich selbst scheint es gut genug, um sich wieder die ursprüngliche Vergütung zu leisten. Von den Mitarbeitenden werden aber weiter Zugeständnisse verlangt. 

“Es ist absolut beschämend, wie Herr O’Leary sich durch sein Verhalten von unseren europäischen Werten distanziert und damit grob fahrlässig eine dauerhaft unzufriedene Belegschaft riskiert. Gerade eine Airline in volatilem Umfeld ist aber auf die Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden angewiesen”, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik.

Die Vereinigung Cockpit kritisiert in diesem Zusammenhang die immer weiter um sich greifende Strategie vieler Airlines, Krisen nicht gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bewältigen, sondern unter dem Vorwand von Krisen temporär notwenige Kostensenkungen dauerhaft festschreiben zu wollen. “Andere Branchenriesen wie beispielsweise Southwest Airline gehen mit der Situation anders um und zahlen mittlerweile sogar Boni an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter , um auf dem erfolgreichen Weg nach dem Motto „der Erfolg gehört allen“ in eine positive Zukunft durchzustarten”, so Gröls abschließend.

Den offenen Brief an Herrn O’Leary finden Sie hier.

1 Comment

  • Hotshot , 6. September 2022 @ 11:52

    Wer bei Ryanair anheuert, ist ausschließlich selbst Schuld, unterläuft vorsätzlich gewerkschaftlichen Schutz und hat deshalb mMn jedweden Anspruch auf Unterstützung verwirkt. Spannend finde ich nur mehr die Frage, wann eine völlig dehydrierte Crew nach extremer Überlastung unter massivem Druck der Unternehmensführung eine vollbesetzte 737 in einen Berg stürzen lässt. Dann sind ALLE selber Schuld: die Piloten, die Kabinencrew und vor allem die Passagiere, die in ihrer “Geiz ist geil”-Mentalität bei diesen Seelenverkäufern ein Ticket gekauft haben.
    MMn sollte alle Medien jedwede Berichterstattung über diese Fluglinie einstellen, denn jede Nachricht über deren Sparwahn treibt ihnen noch mehr geizige Passagiere in die Arme.

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