Im Umfeld des Flughafens Frankfurt am Main haben sich am vergangenen Wochenende zwei unabhängige Verkehrsunfälle ereignet, bei denen vier Personen verletzt wurden.
Wie das Polizeipräsidium Frankfurt mitteilte, spielten sich die Vorfälle im Bereich von Terminal 3 sowie im Umfeld eines Betriebstors ab. Rettungskräfte und Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr waren im Einsatz, um die medizinische Erstversorgung zu übernehmen und den Verkehr an den betroffenen Straßenabschnitten zu regeln.
Der erste Vorfall trug sich am Freitagnachmittag im Fahrbahnbereich vor dem neu gebauten Terminal 3 zu. Ein vierjähriges Kind trat nach Ermittlungsstand der Polizei überraschend zwischen zwei am Straßenrand geparkten Fahrzeugen auf die Fahrbahn. Ein 43-jähriger Autofahrer reagierte mit einer Notbremsung, konnte eine Kollision mit dem Kind jedoch nicht mehr verhindern. Das Kind erlitt Verletzungen am Bein und wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Ein weiterer Unfall folgte am Samstagnachmittag im Bereich der Zufahrt zu Tor 3 auf dem Flughafengelände. Nach bisherigen Erkenntnissen passierte ein Linienbus eine automatische Zufahrtsschranke, als sich diese überraschend vor dem Fahrzeug wieder absenkte. Um eine Kollision der Windschutzscheibe mit der Schrankenanlage zu vermeiden, leitete der Busfahrer eine Vollbremsung ein. Durch das abrupte Bremsmanöver stürzten Fahrgäste im Innenraum des Busses, wobei sich drei Personen verletzten. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt. Die Betroffenen wurden per Rettungswagen in umliegende Kliniken transportiert.
Die Frankfurter Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Im Fall des Busunfalls steht insbesondere die technische Überprüfung der Schrankensteuerung sowie die Auswertung von Sensorikdaten im Fokus, um zu klären, warum sich die Schranke während der Passage des Fahrzeugs senkte. Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass stark frequentierte Zufahrtsbereiche an Großflughäfen durch ein hohes Aufkommen von Berufs- und Passagierverkehr ein erhöhtes Gefahrenpotenzial aufweisen.