Logo des Flughafen Berlin-Brandenburg im Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
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Verkehrszahlen im Sommerreiseverkehr: Flughafen Berlin Brandenburg meldet Passagierplus im Juli 2026

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Am Flughafen Berlin Brandenburg  wurden im Juli 2026 insgesamt 2,46 Millionen Passagiere gezählt. Dies entspricht einem Anstieg um rund 95.000 Fluggäste beziehungsweise vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der verkehrsreichste Tag im Juli war Freitag, der 31. Juli, an dem 88.381 Passagiere die Terminals des Hauptstadtflughafens nutzten. Trotz der gestiegenen Fluggastzahlen lag die Zahl der Flugbewegungen leicht unter dem Niveau des Vorjahres: Im vergangenen Monat starteten und landeten rund 17.000 Maschinen am BER, was einen Rückgang von 0,6 Prozent bedeutet.

Im Frachtbereich verzeichnete der Standort hingegen ein rückläufiges Volumen. Das Umschlagaufkommen im Bereich Luftfracht belief sich im Juli auf 4.532 Tonnen, was einem Rückgang von 6,4 Prozent im Vergleich zum Juli 2025 entspricht. Der Zuwachs bei den Fluggastzahlen trotz leicht gesunkener Flugbewegungen deutet auf eine höhere durchschnittliche Sitzplatzauslastung der Flugzeuge sowie den Einsatz größerer Maschinen durch die am Platz operierenden Fluggesellschaften hin.

Die Verkehrsentwicklung am Hauptstadtflughafen zeigt im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau weiterhin einen deutlichen Nachholbedarf. Während viele europäische Drehkreuze und süddeutsche Standorte ihre Passagierzahlen aus dem Jahr 2019 bereits wieder erreichen oder überschreiten, verharrt das Gesamtaufkommen am BER unter den damaligen Werten der Vorgängerflughäfen Tegel und Schönefeld. Dies wird in der Luftfahrtbranche primär auf das Fehlen einer großen Heimatfluggesellschaft mit starkem Drehkreuzverkehr sowie auf gestiegene Standortkosten und Abgaben im deutschen Flugverkehr zurückgeführt.

Luftfahrtanalysten betonen, dass der Fokus am Flughafen BER weiterhin stark auf dem Punkt-zu-Punkt-Verkehr sowie auf touristischen Strecken liegt, die ausgeprägten saisonalen Schwankungen unterworfen sind. Während der Sommerreiseverkehr für eine hohe Auslastung der Terminalkapazitäten sorgt, dämpft das verhaltene Erholungsverhalten im Inlands- und Geschäftsreiseverkehr das Wachstum außerhalb der Schulferien. Der dauerhafte Anstieg der Fracht- und Passagierzahlen bleibt somit eng an die gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen gekoppelt.

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